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Chemiealarm an Dresdner Uni - 100 Menschen in Klinik

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Chemiealarm an Dresdner Uni - 100 Menschen in Klinik

Beitrag  Andy am Do Jan 19, 2012 11:28 am

Dresden (dpa) - Ein Chemie-Unfall an der Technischen Universität Dresden hat am Donnerstagabend einen Großeinsatz von Feuerwehr und Rettungskräften ausgelöst. Gut 100 Menschen - zum größten Teil Studenten - wurden in Krankenhäuser gebracht. Ernsthaft Verletzte gab es jedoch nicht.



«Es befindet sich niemand in einem kritischen Zustand», sagte ein Feuerwehrsprecher. Nur drei Betroffene hätten anfangs so starke Vergiftungserscheinungen gezeigt, dass sie sofort in eine Klinik gebracht werden mussten. Auch ihnen ging es im Laufe des Abends schon wieder besser. Alle anderen Beteiligten seien zunächst untersucht und dann später mit Bussen lediglich zur Beobachtung in Krankenhäuser gebracht worden.

Eine Sprecherin der Hochschule sagte, die Studenten seien mit Grundlagen-Experimenten beschäftigt gewesen, als der Alarm ausgelöst wurde. Bei welchem Experiment etwas passiert sei und um welche Chemikalien es gehe, müsse noch untersucht werden. Spekulationen um Augenzeugenberichte, wonach es sich um eine hochgiftige Arsen-Wasserstoff-Verbindung gehandelt haben soll, wollte sie nicht kommentieren. «Das ist alles noch nicht sicher», betonte sie.

Den Angaben zufolge hatte eine Studentin während der Experimente plötzlich über Übelkeit geklagt. Mehrere Beteiligte hätten außerdem wohl eine Art Knoblauchgeruch wahrgenommen, hieß es. Daraufhin sei das gesamte Gebäude wie vorgeschrieben geräumt und die Feuerwehr gerufen worden. Die schickte nahezu alle verfügbaren Retter und Fahrzeuge zur Uni und sperrte den Unglücksort weiträumig ab. Einsatzkräfte in Schutzanzügen kümmerten sich um die Studenten und sicherten das Gebäude. Messtrupps durchsuchten die Räume nach der Ursache für den Zwischenfall. Wann erste Ergebnisse vorliegen, konnte der Sprecher am späteren Abend allerdings noch nicht sagen.

Etwa 70 Studenten und Betreuer seien an den Experimenten beteiligt gewesen, sagte die TU-Sprecherin. Die übrigen 30 Betroffenen hätten sich aus anderen Gründen in dem Gebäude aufgehalten.
dpa

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