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Der Fluch der Leichen:Tragödie um Kölner Uni-Professor

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Der Fluch der Leichen:Tragödie um Kölner Uni-Professor

Beitrag  Andy am Mo Feb 27, 2012 10:14 pm

Köln – Trauer und Entsetzen an der Kölner Universität. Der frühere Leiter des Anatomischen Instituts, Prof. Dr. rer. nat. Jürgen Koebke, hat sich das Leben genommen. Zuvor war öffentlich bekannt geworden, dass am Institut bis zu 80 Leichen noch nicht bestattet worden waren.



Nach EXPRESS-Informationen meldete seine Familie ihn als vermisst, als er von einem Spaziergang nicht zurückkehrte. Fährtensuchhunde des DRK fanden seine Leiche um 0.22 Uhr am Freitagmorgen in Lövenich auf einer Lichtung in der Nähe einer Unterführung. Er hatte sich erstochen. Bei ihm wurde ein Abschiedsbrief an seine Frau und die vier Töchter gefunden. Daraus geht hervor, dass er die Wucht, mit der ausschließlich ihn Vorwürfe um Schlamperei im Leichenkeller der Anatomie trafen, nicht länger aushalten konnte.

Nach EXPRESS-Recherchen stellt sich der Vorgang nämlich anders dar: Wie inzwischen aus Kreisen der Universität und der Studentenschaft verlautet, begannen die Probleme zwar zu einer Zeit, als Koebke der Chef des Instituts war. Die dort zuständige Mitarbeiterin habe aber private Probleme gehabt, auf die Koebke Rücksicht genommen habe. „Der Professor wollte nicht gleich mit dem Holzhammer kommen“, sagt ein Ex-Student, der jetzt Arzt ist. „Er war einfach menschlich und hat versucht, zu helfen.“

Bereits Mitte 2010 hatte Koebke dann aber die Mitarbeiterin abgemahnt und angeordnet, wöchentlich mindestens fünf Bestattungen durchführen zu lassen. Gleichzeitig informierte er bereits damals Prof. Dr. med. H. Sch. – der Nachfolger Koebkes werden sollte – über die Probleme am Institut. Prof. Dr. Sch. war für EXPRESS nicht zu erreichen. Er ist seit Wochen und auf unbestimmte Zeit krankgeschrieben.

Gemeinsam haben die beiden Professoren die zuständige Mitarbeiterin abermals abgemahnt und ihr dienstliche Anweisungen erteilt, für die ordnungsgemäße Bestattung der Leichen zu sorgen. „Es stimmt also nicht, dass die Probleme erst von Professor Koebkes Nachfolger aufgedeckt wurden“, sagen Mitarbeiter des Anatomischen Instituts.

Gleichwohl wurde dieser Eindruck erweckt – und seitens der Universität auch nicht korrigiert – zu viel für den beliebten Professor, der sogar nach seinem Eintritt in den Ruhestand (Ende Februar 2011) auf Bitten seines Nachfolgers weiter Kurse leitete. Jetzt ist er tot – dieses Drama hinterlässt bei Familie, Kollegen und Studenten tiefe Bestürzung.

Quelle

Hintergrund: Leichen fingen an zu schimmeln



Der Leichen-Skandal im Anatomischen Institut der Kölner Uni. Nun hat sich die Fakultät dazu erklärt: Offenbar hatten einige Körper bereits begonnen zu schimmeln, bei dreien ist die Identität momentan nicht zu ermitteln.

Nachdem Prof. Dr. Dr. Wolfram Friedrich Neiss im letzten Herbst die Leitung des Instituts übernommen hatte, stieß er auf eine makabre Überraschung: 100 Leichen hatten sich in der Anatomie angesammelt, einige von ihnen waren bereits mit einem Schimmel-Teppich überzogen.

Normalerweise werden die Körper, die Studenten zu Präparationszwecken dienen, nach spätestens zwei Jahren unter die Erde gebracht. „Doch in diesem Fall gab es aufgrund einer Erkrankung des vorhergehenden Institutsdirektors und eines Mitarbeiters einen Beerdigungsstau“, so Prof. Dr. Thomas Krieg, Dekan der Medizinischen Fakultät, bei einer Pressekonferenz. Offenbar gab es auch Schwierigkeiten mit der richtigen Kühlung.


In Erklärungsnot: Prof. Dr. Thomas Krieg (l.) und Prof. Dr. Markus Rothschild

Noch schlimmer: Unter dem Vorgänger hat es wohl eine fehlerhafte Buchführung gegeben. „Normalerweise hat jeder Leichnam ein Pseudonym und eine Registrierungsnummer, die auf einem Kunststoffplättchen am Körper angebracht ist. Aber beides war bei drei Leichnamen nicht mehr vorhanden.“ Laut Uni-Sprecher Patrick Honecker werden auch disziplinarrechtliche Aspekte geprüft. Anhand der identifizierbaren Leichen (momentan sind das im Institut 97) soll per Ausschlussverfahren geklärt werden, um wen es sich bei den Unbekannten handelt.

Quelle
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