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    In Rieseberg ermordet

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    In Rieseberg ermordet

    Beitrag  checker am Do Apr 07, 2011 1:16 pm

    Hermann Behme



    geb.: 1884 in einem Dorf bei Salzgitter

    gest.: 04.07.1933 in Rieseberg

    Von 1898 bis 1902 lernte Behme das Dreherhandwerk, bevor er zum Wehrdienst ging. Danach zog er nach Braunschweig, schloss sich der Arbeiterbewegung an und war gewerkschaftlich sowie politisch aktiv. Während des Ersten Weltkrieges war er Mitglied des Spartakusbunds in Braunschweig und war Mitkämpfer für ein Ende des Krieges. Seit dem Gründungsparteitag gehörte er der Kommunistischen Partei an. Von 1919 bis 1933 war er bei der Firma "Miag" angestellt und bald deren Betriebsratsvorsitzender. Durch seine politische Aktivität war er seinen nationalsozialistischen Gegnern als "Miag-Behme" bekannt. Er wohnte im Arbeiterviertel Eichtal, in dem der SS-Mann Gerhard Landmann erschossen wurde. Behme soll von Freunden vor der SA gewarnt worden sein. Am 02.07.1933 wurde er vor der Gaststätte "Weißes Roß" verhaftet und in die Allgemeine Ortskrankenkasse (AOK) gebracht, wo er schwer misshandelt wurde. Nach einem gescheiterten Selbstmordversuch wurde er am 04.07.1933 von der SA mit anderen Männern nach Rieseberg gebracht, wo er an seinen Misshandlungen starb. Die Mitgefangenen wurden vor Ort ermordet, Behmes Leiche mit mehreren Schüssen geschändet.

    Q.: Gehrke (1961). Oehl (1981
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    Julius Bley

    Beitrag  checker am Do Apr 07, 2011 1:17 pm

    Julius Bley



    geb.: 1890 Ort nicht bekannt

    gest.: 04.07.1933 in Rieseberg

    Als Chemigraph war er in der Firma "Grasshoff" tätig und gehörte der KPD an. Nach seiner Festnahme (das genaue Datum ist nicht bekannt) in die Allgemeine Ortskrankenkasse (AOK) wurde der damals 43jährige am 04.07.1933 von der SA mit anderen zehn Männern nach Rieseberg gebracht und dort ermordet.

    Q.: Gehrke (1961); Oehl (1981).
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    Hans Grimminger

    Beitrag  checker am Do Apr 07, 2011 1:18 pm

    Hans Grimminger



    Geb.: 1894 in Braunschweig

    Gest.: 04.07.1933 in Rieseberg

    Der gelernte Schlosser war in der Firma "Miag" als Elektromonteur angestellt und dort Mitglied der kommunistischen Betriebsgruppe. Seine Frau und er wohnten in der heutigen Ernst-Amme-Straße, damals Roßstraße. Als aktiver Sportler gehörte er dem Arbeiter-Radfahrerbund an. Am 30.06.1933 wurde er verhaftet, in die Allgemeine Ortskrankenkasse (AOK) gebracht und dort schwer misshandelt. Am 04,07.1933 wurde er von der SA zusammen mit zehn Männern nach Rieseberg gebracht und dort ermordet.

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    Kurt Heinemann

    Beitrag  checker am Do Apr 07, 2011 1:19 pm

    Kurt Heinemann

    geb.: (nicht bekannt) in Schöningen

    gest.: 04.07.1933 in Rieseberg

    In Schöningen gehörte Heinemann der KPD an. Er war einer der 16 Kommunisten, die am 29.10.1930 mehrere Nationalsozialisten, die eine KPD-Versammlung gestört haben sollen, angeblich angegriffen haben und deshalb vor Gericht standen. Heinemann erhielt eine dreimonatige Gefängnisstrafe. Nach seiner Festnahme (genaues Datum ist nicht bekannt) in die Allgemeine Ortskrankenkasse (AOK) wurde er am 04.07.1933 von der SA zusammen mit anderen Männern nach Rieseberg gebracht und dort ermordet. Heinemann war jüdischen Glaubens. Seine beiden Söhne wurden im Konzentrationslager Auschwitz ermordet. Seine deutsche Frau und seine zwei Töchter konnten sich retten.
    1956 wurde auf Wunsch der Frau die Leiche Heinemanns in Schöningen beigesetzt.

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    Reinhold Liesegang

    Beitrag  checker am Do Apr 07, 2011 1:22 pm

    Reinhold Liesegang



    geb.: 1900 Ort nicht bekannt

    gest.: 04.07.1933 in Rieseberg

    Liesegang war Sohn einer Arbeiter- und Sozialistenfamilie und eines von fünf Geschwistern. Von seiner Familie wurde er sozialistisch geprägt. Er wurde kurz vor Ende des Ersten Weltkrieges zur Marine eingezogen. Nach dem Krieg war er Mitglied der "Roten Armee", die in Braunschweig durch Stürmung des Schlosses den Herzog Ernst August von Braunschweig zwang abzudanken. Nach Austritt aus der Armee war er zunächst arbeitslos, danach in der Firma "Voigtländer" als Schweißer tätig. Dort wurde er Mitglied einer Gewerkschaft und später der KPD. Außerdem gehörte er dem "Verein für Volkssport" (VfV) an. Er heiratete und gründete eine Familie, mit der er im Braunschweiger Arbeiterviertel Belfort lebte, wie viele andere Kommunisten und Sozialdemokraten. Am 30.06.1933 wollte die SA ihn zu Hause festnehmen und in die Allgemeine Ortskrankenkasse (AOK) bringen, doch er war nicht am Ort. Man hinterließ die Aufforderung, sich wegen eines Verhörs selbständig zur AOK zu begeben. Trotz Warnungen von Verwandten und Bekannten, die von den Folterungen im AOK-Gebäude gehört hatten, ging Liesegang der Aufforderung nach.
    Am 04.07.1933 wurde er von der SA zusammen mit zehn anderen Männern nach Rieseberg gebracht und dort ermordet. Es ist anzunehmen, dass Liesegang von den schweren Misshandlungen in der AOK nicht verschont geblieben ist.

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    Gustav Schmidt

    Beitrag  checker am Do Apr 07, 2011 1:23 pm

    Gustav Schmidt



    geb.: ??.??.1908

    gest.: 04.07.1933 in Rieseberg

    Gustav Schmidt, Sohn eines Pfarrers aus Elberstedt, war Lehramtstudent in Braunschweig und gehörte einer sozialistischen Studentenbewegung an. Nach seiner Festnahme (das genaue Datum ist nicht bekannt) in die Allgemeine Ortskrankenkasse (AOK) wurde er am 04.07.1933 von der SA mit anderen zehn Männern nach Rieseberg gebracht und dort ermordet.



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    Alfred Staats

    Beitrag  checker am Do Apr 07, 2011 1:25 pm

    Alfred Staats



    geb.: nicht bekannt

    gest.: 04.07.1933 in Rieseberg

    Staats war Angestellter in Braunschweig und Mitglied der KPD. Nach seiner Festnahme (das genaue Datum ist nicht bekannt) in die Allgemeine Ortskrankenkasse (AOK) oder in das Volksfreundhaus wurde er am 04.07.1933 von der SA mit anderen zehn Männern nach Rieseberg gebracht und dort ermordet. Er war zu dem Zeitpunkt 20 Jahre alt. Der SS-Mann Kleist / Kleyst misshandelte ihn dermaßen, dass Staats den Tod Gerhard Landmanns auf sich nahm, um weiterer Folter zu entgehen.



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    Willi Steinfaß

    Beitrag  checker am Do Apr 07, 2011 1:26 pm

    Willi Steinfaß

    geb.: 1891 in Braunschweig

    gest.: 04.07.1933 in Rieseberg

    Wegen Armut konnte Steinfaß keine Lehre angehen, arbeitete aber bei der Firma "Miag" als Maschinenarbeiter und war dort Mitglied der kommunistischen Betriebsgruppe. Seit 1909 gehörte er der sozialistischen Jugend an, trat dann der SPD bei sowie später dem Spartakusbund und gehörte schließlich der KPD an. Nach der Festnahme (das genaue Datum ist nicht bekannt) in die Allgemeine Ortskrankenkasse (AOK) durch die SA, wurde er am 04.07.1933 von der SA mit zehn anderen Männern nach Rieseberg gebracht und dort ermordet.



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