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Wer war Ernst Zinsser

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Wer war Ernst Zinsser

Beitrag  checker am Do März 21, 2013 7:25 am

Nach Plänen von Ernst Zinsser und Fritz Schaller ( auf den wieder später noch kommen, wurde eine Freilichtbühne in Form eines antiken Amphitheaters als Arbeitsbeschaffungsmassnahme
gebaute, am sogenannten Thingplatz am Nussberg. Sie hatte 100 Metern Durchmesser wurde nach 17 Monaten Bauzeit am 18. August 1935 eingeweiht.
Zu Ernst Zinsser findet sich noch folgendes:

Ernst Zinsser (* 26. Juni 1904 in Köln; † 16. Dezember 1985 in Hannover) war ein deutscher Architekt. Nach einer Tätigkeit als Baubeamter eröffnete er 1935 ein eigenes Architekturbüro. Von 1947 bis 1971 war Zinsser Professor für Entwerfen und Gebäudekunde im Fachbereich Architektur der Technischen Hochschule Hannover.



Ehemalige Hauptverwaltung der Continental AG am Königsworther Platz in Hannover, 1952/1953 nach Plänen von Ernst Zinsser und Werner Dierschke,
seit 1995 Universitätsgebäude („Conti-Campus“)

Zinsser wurde in Köln als Sohn des Dermatologen und Universitätsprofessors Ferdinand Zinsser geboren. Erste Anregungen zur Architektur erfuhr er durch den damals nach Köln berufenen Hamburger Stadtplaner Fritz Schumacher. Sein Studium führte ihn an die Hochschulen in Stuttgart, Karlsruhe, Danzig und Dresden. Sein Beitrag zur Gestaltung eines Festplatzes als studentische Jahresarbeit wurde ihm 1928 als Diplomarbeit anerkannt. Nach dem Diplom 1929 in Karlsruhe trat er 1931 in Berlin eine Referendariatsstelle an und legte 1933 die Staatsprüfung zum Regierungsbaumeister mit Auszeichnung ab.

Ernst Zinsser war verheiratet mit Ursula geb. Erdmannsdörffer (1911–2000). Aus der Ehe gingen vier Kinder hervor. Seine Schwester Auguste (1895–1948; genannt „Gussie“) war die zweite Frau von Konrad Adenauer.

1935 trat Zinsser aus dem Staatsdienst aus und begann seine Privattätigkeit in Berlin. 1936 übersiedelte er nach Hannover. Ein erster Auftrag kam 1937 von seinem Schwager Konrad Adenauer für dessen Haus in Rhöndorf. Des Weiteren wurde er bekannt durch seine Thingstätten, die er mit seinem Studienfreund Fritz Schaller plante.

Die Wahl des damaligen Wirtschaftsministers Alfred Kubel, für die erste Exportmesse im Jahr 1947 das Gelände der ehemaligen Metallwerke in Laatzen zu nutzen, geht auf einen Vorschlag Zinssers zurück, den er ihm zusammen mit Wilhelm Hübotter unterbreitete.

Er erlangte über die Grenzen Hannovers hinaus besondere Beachtung durch den Bau der neuen Hauptverwaltung der Continental Gummiwerke am Königsworther Platz (zusammen mit Werner Dierschke) - damals mit 15 Stockwerken der höchste Neubau der noch neuen Bundesrepublik.

Viele Bauten von Ernst Zinsser wurden mit dem Architekturpreis des BDA ausgezeichnet und stehen heute unter Denkmalschutz.

Industrie- und Gewerbebauten


1935–1943: Werkanlagen der Vereinigten Leichtmetall Werke (VLW), Göttinger Chaussee 14 in Hannover-Ricklingen

1936–1942: Werkanlagen Metallwerk Hannover (MEHA - Tochterfirma der VLW) in Laatzen (heutiges Messegelände, Hallen sind durch Neubauten ersetzt)

1938: Fabrikgebäude Signalbau AG, Dr. Erich F. Huth (Signalbau Huth), Göttinger Chaussee 76 in Hannover-Ricklingen

1942–1944: Werkanlagen für den Flugzeugbau der Focke-Wulf GmbH in Posen-Kreising

1951: Edler + Krische (EKAHA) (Wiederaufbau des Straßenflügels der teilweise kriegszerstörten Geschäftsbücherfabrik Edler & Krische aus den 1880er Jahren), Kestnerstraße 42 in Hannover-Südstadt - Architekturpreis des BDA in Niedersachsen 1976 (Das Gebäude wird als ReHa-Klinik vom Gesundheitszentrum Hannover, einer Zweigniederlassung der Parkklinik Bad Rothenfelde genutzt.)**

1954: Versand- und Lagerhalle, noch heute Zinsserhalle genannt, der Bettfedernfabrik Werner & Ehlers in Hannover, jetzt Sitz des Vereins FAUST

Hotelbauten


1947–1952: Hotel Luisenhof in Hannover (zusammen mit Georg Seewald**) (Wiederaufbau und Erweiterung)

1952: Hotel Columbus in Bremen

1954–1955: Staatl. Kurhotel Bad Pyrmont (Umbau nach Nutzung als Lazarett)

1962–1963: Staatl. Kurhaus Bad Nenndorf

1968–1970: Hotel Am Leineschloß, Am Markte 12 in Hannover-Mitte (zusammen mit H.-J. Meyer-Delvendahl**)

Kirchenbauten


1946–1951: St.-Marien-Kirche in Laatzen-Grasdorf (Wiederaufbau)

1955–1956: Friedenskirche in Ludwigshafen am Rhein (Wiederaufbau, unter Denkmalschutz)

1964–1966: Gemeindezentrum Ansgarkirche, Voltmerstraße 66 in Hannover-Hainholz (Turm 2001 abgetragen)

Saalbauten, Versammlungsstätten


Konferenz- u. Aufenthaltsräume der Generaldirektion VW-Werk in Wolfsburg

1952/53 Messehalle 10 (Haus der Elektroindustrie) in Hannover-Laatzen (1998 abgerissen)

1962 Stadthalle Hannover, Theodor-Heuss-Platz 1-3 (Innengestaltung Kuppelsaal und Restaurationsräume)

1969 Ehrenhalle für das Ehrenmal der Luftwaffe und der Luftfahrt in Fürstenfeldbruck

Schulbauten


1952: Waldorfschule Hannover-Maschsee

1957–1958: Volksschule In der Flage / Uhlandstraße in Hannover

1960–1962: Volksschule Leipziger Straße 38 in Hannover-Vahrenheide (unter Denkmalschutz)

1966–1968: Volksschule Bevenser Weg / Lüneburger Damm in Hannover

1966–1968: Volksschule Gartenheimstraße in Hannover-Bothfeld

Verwaltungsbauten


1950–1951: Stadtsparkasse Hannover, Goseriede 7 in Hannover-Mitte (unter Denkmalschutz)

1950–1951: Verwaltung und Zentrallabor Kali-Chemie AG (heute Solvay), Hans-Böckler-Allee 20 in Hannover (1976 Architekturpreis des BDA) (unter Denkmalschutz)

1951–1953: Continental-Hochhaus, Hauptverwaltung der Continental Gummiwerke AG, Königsworther Platz 1 in Hannover (zusammen mit Werner Dierschke, unter Denkmalschutz, seit 1995 als Conti-Campus von der Universität Hannover genutzt)[1][2]

1955–1956: Büro- und Fabrikgebäude der Geha-Werke, Podbielskistraße 321 in Hannover-Bothfeld (unter Denkmalschutz)

1955–1956: Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Kiel (1969 Architekturpreis des BDA, unter Denkmalschutz)

1955–1957: Verwaltungs- und Fabrikgebäude der Fa. Feinkost-Appel, Engelbosteler Damm 72 in Hannover-Nordstadt

1958–1959: Büro- und Geschäftshaus Gundlach, Rathenaustraße 9 / Theaterstraße in Hannover-Mitte

vor 1962: Kasernenanlage in Niedersachsen[3]

1964–1965: Kirchenkanzlei der Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD), Herrenhäuser Straße 2 in Hannover-Herrenhausen (Das Gebäude wird von der Universität Hannover genutzt, seit die EKD 1985 einen Neubau bezog.)

1965–1967: Rechenzentrum der Continental Gummiwerke AG, Körnerstraße / Schloßwender Straße in Hannover (zusammen mit H.-J. Meyer-Delvendahl) (Das Gebäude wird als Bibliothek von der Universität Hannover genutzt.)**

Wohn- und Geschäftsbauten


1936: Wohnhaus Berliner Str. 14 in Hemmingen (Niedersachsen)

1950–1951: Wohn- und Geschäftshäuser Knochenhauerstraße 6,8,10,12,14 und Marstallstraße 1 in Hannover-Mitte, Kreuzkirchenviertel (1976 Architekturpreis BDA an verschiedene Architekten für die gesamte Anlage, unter Denkmalschutz)

Konfektionsgeschäft Otto Werner, Osterstraße 16 in Hannover-Mitte (Ausbau der Passage)

1950: Ladengeschäft der Sprengel Schokoladenfabrik in Hannover-Mitte, Georgstraße 22 (Innenausbau)

1950–1951: Wohnhaus Zinsser, Ostfeldstr. jetzt Muthesiusweg 12 in Hannover-Kirchrode

1952: Haus M., Hannover[4]

1959: Wohnhaus (für Gerhard Grosse**), Schopenhauerstraße 6 in Hannover-Kleefeld (1976 Architekturpreis BDA, unter Denkmalschutz, 2001 von der Denkmalliste gestrichen und durch Neubau ersetzt)

1961: Wohnhaus Ringelnatzweg 12 in Hannover-Herrenhausen (unter Denkmalschutz)


Angaben nach Ralph Haas (vgl. Literatur) und Aufzeichnungen von Wilhelm Behnsen, 1947–1968 Mitarbeiter des Büros Zinsser in Hannover (*)
Ergänzungen nach Architektur in Hannover seit 1900. (vgl. Literatur) (**)Quelle-Literatur & Einzelnachweise

Ganz schön fleissig der Mensch gewesen.
Komisch das es hier nicht einen Ernst Zinsser Weg gibt, zumindest kenne ich keinen, wo man doch hier in Braunschweig eine vorliebe für Architektenkunst hat aller Krahe und Amphietheater.
Oder gibt es denn schon?

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