Suchen
 
 

Ergebnisse in:
 


Rechercher Fortgeschrittene Suche

Die neuesten Themen
» Die Stage Entertainment GmbH
Gestern um 10:37 pm von Andy

» Carl Andreas Julius Bolle oder kurz „Bimmel-Bolle“
Gestern um 10:22 pm von Andy

» *** Arvato ***
Gestern um 10:05 pm von Andy

» Die Gruner + Jahr GmbH & Co. KG (G+J)
Gestern um 9:59 pm von Andy

» Der Bützower Hoftag
Gestern um 9:52 pm von Andy

» Die Verpreußung
Gestern um 9:45 pm von Andy

» ** Max Koner **
Gestern um 9:36 pm von Andy

» Der Motorradanhänger
Gestern um 9:21 pm von Andy

» Die Völkerpsychologie
Gestern um 8:51 pm von Andy

Navigation
 Portal
 Index
 Mitglieder
 Profil
 FAQ
 Suchen
Partner
free forum
März 2017
MoDiMiDoFrSaSo
  12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
2728293031  

Kalender Kalender


Friedrich Nietzsche war ein Esoteriker und Spiritueller (1887)

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten

Friedrich Nietzsche war ein Esoteriker und Spiritueller (1887)

Beitrag  Endzeitbote am Di Okt 15, 2013 10:34 am

Wir sind uns unbekannt, wir Erkennenden, wir selbst uns selbst: das hat seinen guten Grund. Wir haben nie nach uns gesucht, — wie sollte es geschehn, dass wir eines Tags uns fänden? Mit Recht hat man gesagt: „wo euer Schatz ist, da ist auch euer Herz“; unser Schatz ist, wo die Bienenkörbe unsrer Erkenntniss stehn. Wir sind immer dazu unterwegs, als geborne Flügelthiere und Honigsammler des Geistes, wir kümmern uns von Herzen eigentlich nur um Eins — Etwas „heimzubringen“. Was das Leben sonst, die sogenannten „Erlebnisse“ angeht, — wer von uns hat dafür auch nur Ernst genug? Oder Zeit genug? Bei solchen Sachen waren wir, fürchte ich, nie recht „bei der Sache“: wir haben eben unser Herz nicht dort — und nicht einmal unser Ohr! Vielmehr wie ein Göttlich-Zerstreuter und In-sich-Versenkter, dem die Glocke eben mit aller Macht ihre zwölf Schläge des Mittags in’s Ohr gedröhnt hat, mit einem Male aufwacht und sich fragt „was hat es da eigentlich geschlagen?“ so reiben auch wir uns mitunter hinterdrein die Ohren und fragen, ganz erstaunt, ganz betreten „was haben wir da eigentlich erlebt? mehr noch: wer sind wir eigentlich?“ und zählen nach, hinterdrein, wie gesagt, alle die zitternden zwölf Glockenschläge unsres Erlebnisses, unsres Lebens, unsres Seins — ach! und verzählen uns dabei… Wir bleiben uns eben nothwendig fremd, wir verstehn uns nicht, wir müssen uns verwechseln, für uns heisst der Satz in alle Ewigkeit „Jeder ist sich selbst der Fernste“, — für uns sind wir keine „Erkennenden“…

Zitat aus  Zur Genealogie der Moral von Friedrich Wilhelm Nietzsche

Endzeitbote
Admin

Anzahl der Beiträge : 839
Anmeldedatum : 18.06.11

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben

- Ähnliche Themen

 
Befugnisse in diesem Forum
Sie können in diesem Forum nicht antworten