Suchen
 
 

Ergebnisse in:
 


Rechercher Fortgeschrittene Suche

Die neuesten Themen
» Die Heimatschutzarchitektur
Gestern um 12:05 am von checker

» Erwin Anton Gutkind
Sa Okt 21, 2017 11:59 pm von checker

» Die Gottbegnadeten-Liste
Sa Okt 21, 2017 11:52 pm von checker

» Das Neue Bauen
Sa Okt 21, 2017 11:38 pm von checker

» Friedrich Ernst Dorn
Mo Okt 16, 2017 9:17 am von Andy

» **** Platin ****
Mo Okt 16, 2017 9:11 am von Andy

» Der Aufruf der Kulturschaffenden
Mo Okt 16, 2017 9:02 am von Andy

» Harry Rosenthal
Mo Okt 16, 2017 8:54 am von Andy

»  BASF-Rückruf - Krebserregender Stoff in Matratzen gelandet?
Fr Okt 13, 2017 9:51 pm von checker

Navigation
 Portal
 Index
 Mitglieder
 Profil
 FAQ
 Suchen
Partner
free forum
Oktober 2017
MoDiMiDoFrSaSo
      1
2345678
9101112131415
16171819202122
23242526272829
3031     

Kalender Kalender


Sicherheitsdienst des Reichsführers-SS

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten

Sicherheitsdienst des Reichsführers-SS

Beitrag  Andy am Sa Dez 28, 2013 10:17 pm

Der Sicherheitsdienst des Reichsführers-SS (Abkürzung SD[1]) war ein Teil des nationalsozialistischen Machtapparates in der Zeit des Nationalsozialismus im Deutschen Reich und während des Krieges im besetzten Europa. Er wurde 1931 als Geheimdienst der NSDAP bzw. der ihr zugehörigen SS gegründet und unterstand ab 1939 dem Reichssicherheitshauptamt (RSHA). Er war für zahlreiche Verbrechen verantwortlich und wurde gezielt zur Bekämpfung politischer Gegner und Einschüchterung der Bevölkerung eingesetzt. Durch seine Auslandsgliederung beschäftigte er sich zudem mit Spionage und verdeckten Operationen.

Der SD wurde am 5. Oktober 1931 von Heinrich Himmler als Geheimdienst der SS geschaffen und Reinhard Heydrich unterstellt. Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten im Januar 1933 wurde die Zentrale von München nach Berlin verlegt. Seine Aufgaben umfassten sowohl die Überwachung der politischen Gegner als auch von Parteimitgliedern. Damit konkurrierte der SD mit der ebenfalls Himmler und Heydrich unterstellten Geheimen Staatspolizei. Nach dem angeblichen Röhm-Putsch wurden die Zuständigkeiten der beiden Organisationen genauer abgegrenzt. Danach sollte der SD als Spionage- und Gegenspionagedienst die Gestapo bei der Entlarvung von Staatsfeinden unterstützen. Mit Erlass von Rudolf Heß vom 9. Juni 1934 wurde der SD zum einzigen parteiinternen Nachrichtendienst der NSDAP.


Uniformjacke eines Unterscharführers des Sicherheitsdienstes (SD) der SS mit der typischen SD-Ärmelraute und den Schulterstücken der Schutzpolizei

1935 erfolgte die Unterteilung in den „Allgemeinen SD“, der daraufhin mit Angehörigen der Sicherheitspolizei (Sipo) besetzt wurde, und dem wichtigeren „Nachrichten-SD“, der die Überwachung der Bevölkerung durchführte. Die Ergebnisse wurden in den sogenannten „Leitheften“ und später den Meldungen aus dem Reich zusammengefasst. Zu diesem Zweck standen dem SD 52 SD-(Leit-)Abschnitte mit 51 Haupt- und 519 Außenstellen zur Verfügung (Auflistung siehe SD-Oberabschnitt). 1944 arbeiteten dort 6.482 hauptamtliche SD-Angehörige und über 30.000 V-Leute. Durch Zusammenlegung von Hauptamt Sicherheitspolizei und SD-Hauptamt wurde am 1. Oktober 1939 das Reichssicherheitshauptamt (RSHA) gegründet. Damit wurde der SD vollends zu einer staatlichen Institution.

Auch in der Auslandsspionage konkurrierte der SD mit staatlichen Organisationen, insbesondere dem Amt Ausland/Abwehr der Wehrmacht. In der Folge des Attentats vom 20. Juli 1944 konnte der SD auch die Kontrolle über diese Institution erlangen. Der Auslands-SD unterhielt eigene Agentennetze im Ausland, z. B. im Vatikan und unterstützte ausländische faschistische Organisationen. Vor allem in den ehemals deutschen Gebieten in Polen und der Tschechoslowakei, wie auch in anderen Teilen Osteuropas, organisierte der Auslands-SD terroristische Gruppen unter den deutschen Minderheiten, die als sogenannte Fünfte Kolonnen die deutsche Besetzung vorbereiteten. Der Auslands-SD war auch federführend bei der Vorbereitung und Durchführung des Überfalls auf den Sender Gleiwitz am 31. August 1939, der als propagandistischer Vorwand für den Angriff auf Polen gebraucht wurde.

Seinen Sitz hatte der SD im Prinz-Albrecht-Palais in der Wilhelmstraße 102 in Berlin. Das Grundstück gehört heute zur Gedenkstätte Topographie des Terrors.


SD-Männer bei einer Aktion zur Verhaftung von Juden in Polen (September 1939): Oberscharführer, Rottenführer, Untersturmführer und Oberscharführer[2]

Der SD war maßgeblich an der Aufstellung und Ausrüstung der SS-Einsatzgruppen beteiligt. Dabei war die Überzeugung maßgeblich, dass die Juden „natürliche“ Feinde des Staates und der NSDAP seien. Diese Haltung kam bereits im Dezember 1936 in einer Denkschrift der „Abteilung Juden“ (Abteilung II 112) zum Ausdruck, in der als „vorläufiges Ziel […] die Befreiung Deutschlands von den Juden“ bekanntgegeben wurde.

Bis 1942 wurde der SD von Reinhard Heydrich geführt. Nachdem Heydrich an den Folgen seiner Verletzungen bei einem Attentat in Prag verstorben war, übernahm Ernst Kaltenbrunner bis 1945 die Leitung.

Der SD wurde im Rahmen der Nürnberger Prozesse neben der SS und der Gestapo als verbrecherische Organisation verurteilt.

Zahlreiche Mitglieder des SD wurden nach 1945 unter der Leitung des ehemaligen Generalmajors der Wehrmachts-Abteilung Fremde Heere Ost, Reinhard Gehlen, in westliche Geheimdienstorganisationen übernommen – zunächst in die „Organisation Gehlen“, die 1956 im neu gegründeten Bundesnachrichtendienst der Bundesrepublik Deutschland aufging.

→ Hauptartikel: Geschäftsverteilungspläne des SD-Hauptamtes

Leiter des Sicherheitsdienstes des Reichsführers-SS waren

von 1931 bis 1939: SS-Sturmführer/SS-Standartenführer/SS-Obergruppenführer und General der Polizei Reinhard Heydrich, Chef der Sicherheitspolizei und des SD

Quelle - Literatur & Einzelnachweise
avatar
Andy
Admin

Anzahl der Beiträge : 22328
Anmeldedatum : 03.04.11

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben


 
Befugnisse in diesem Forum
Sie können in diesem Forum nicht antworten