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IG Farben und der Chemische Krieg

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IG Farben und der Chemische Krieg

Beitrag  Andy am Sa Jan 04, 2014 1:22 am

Das der 2. Wetkrieg, nur die Steigerung des 1. Weltkrieges, sowie eine reine Material und Menschenschlacht war und bis dahin ungeahnte Ausmaße annahm, braucht man nicht zu erwähnen. Nicht nur Massenvernichtungsmittel,Raketten und Kanonen,die bis dahin unglaubliche Große erreichte, nein auch chemische Kampfstoffe.
Eigentlich und so unfassbar das auch klingen mag, ist es Adolf Hitler zuverdanken das zbs. Sarin im 2. Weltkrieg nicht zum einsatz kam.
Was daran lag das Adi wirklich glaubte, dass er durch ein Chemiewaffenangriff erblindete und nicht durch eine Kriegspsyche.
Ob nun Stallin oder Adi, beide hatten einen gewissen an der Latte,auch wenn das manche nicht wahr haben wollen,aber was auch der damaligen Denkensweise und erziehung,sowie erfahrungen beruht.
Das Adi einen gerade auf Hinsicht mit Esoterik an der Mütze hatte und so mancher sich einiges zurecht legte, ist inzwischen Historisch bewiesen.
Stelle man sich mal vor das Adi in seinen Wahn einen lichten Moment ghabt hätte und seine Blindheit auf die Psychische Belastung im 1. Weltkrieg urück geführt hätte,Sarin wäre garantiert zum einsatzgekommen.
Aber davon ab, schauen wie uns Sarin einfach mal an.

Sarin ist ein chemischer Kampfstoff aus der Gruppe der Phosphonsäureester. Die systematische Bezeichnung lautet Methylfluorphosphonsäureisopropylester, der Trivialname Sarin wurde 1943 eingeführt.

Die Substanz wurde am 10. Dezember 1938 während der Forschung an Phosphorverbindungen für den Einsatz als Insektenvernichtungsmittel von einer Forschungsgruppe um den Chemiker Gerhard Schrader (I.G. Farben in Leverkusen) entdeckt.[11] Die Bezeichnung wurde aus Buchstaben der Namen der Erfinder und der an der großtechnischen Entwicklung Beteiligten Schrader, Ambros, Ritter und von der Linde gebildet. In der älteren Literatur findet sich – ohne Quellenangabe – die irreführende Angabe, wonach anstelle des Chemikers Gerhard Ritter (Reichsamt für Wirtschaftsausbau) Oberst Rüdiger von der Gasschutzabteilung (Wa Prüf 9) im Heereswaffenamt einer der Namensgeber sei.[12] Dies wurde in der neueren Forschung korrigiert.[13] Sarin war die zweite in einer Reihe von insgesamt vier Organophosphorverbindungen mit Potential als chemischer Kampfstoff, die in den 1930 und 1940er Jahren bei den I.G. Farben synthetisiert wurden. Die anderen waren Tabun (1936), Soman (1944) und Cyclosarin.

Sarin besitzt eine hohe strukturelle Ähnlichkeit mit den Pflanzenschutzmitteln Parathion (E605) und Malathion einerseits und den Kampfstoffen Tabun, Soman und VX andererseits. Im Juli 1944 wurden 30 Tonnen Sarin in deutschen Testfabriken hergestellt, die jedoch nie zum Kampfeinsatz kamen. Zwei große Anlagen für die Massenfabrikation waren am Ende des Zweiten Weltkrieges in Deutschland in Bau. Die Vorräte in der Produktionsstätte Dyhernfurth in Schlesien fielen bei Kriegsende im Jahr 1945 der Roten Armee in die Hände.

Während des Kalten Krieges lagerten in den Vereinigten Staaten und der Sowjetunion große Mengen Sarin.

Während der Diktatur unter Augusto Pinochet produzierte der Chemiker Eugenio Berríos für den chilenischen Geheimdienst DINA Sarin, das anschließend auch gegen Oppositionelle eingesetzt wurde.[14]

Der Irak setzte Sarin im ersten Golfkrieg 1980–1988 gegen den Iran (Giftgasangriff auf Sardasht) und 1988 auch gegen seine kurdische Minderheit ein (Giftgasangriff auf Halabdscha).

Bei zwei terroristischen Anschlägen der sogenannten Aum-Sekte (jap. Ōmu Shinrikyō), 1994 in Matsumoto und 1995 in Tokio, wurde ebenfalls Sarin verwendet.

Im Syrischen Bürgerkrieg wurde Sarin am 21. August 2013 bei den Giftgasangriffen von Ghuta eingesetzt.[15]

Sarin ist eine bei Zimmertemperatur flüssige, farb- und geruchlose, leichtflüchtige Verbindung. Teilweise ist sie durch Verunreinigungen gelblich bis bräunlich gefärbt. In Wasser zersetzt sich Sarin abhängig vom pH-Wert: bei pH 7 beträgt die Halbwertszeit der Hydrolyse des Esters etwa 100 bis 150 Stunden; in saurer Lösung erfolgt die Zersetzung derselben Menge schon in zwei, in alkalischer Lösung in einer Stunde.[16]

Nervenkampfstoffe wie Sarin sind bereits in sehr kleinen Mengen tödlich. Angriffsfläche ist dabei der gesamte Körper, wobei die Aufnahme insbesondere über die Augen, Haut und Atmungsorgane erfolgt, letztere machen hierbei den Hauptanteil aus, da Sarin leicht flüchtig ist. Schutz gegen das Eindringen von Sarin in den Körper bietet daher nur ein Ganzkörper-Schutzanzug mit Atemschutzmaske.

Die Giftwirkung des Sarins beruht auf einem Eingriff in die Erregungsübertragung der Nervenbahnen: ein Reiz wird zwischen zwei Nervenzellen durch einen Neurotransmitter übertragen, der über den synaptischen Spalt von der „Senderzelle“ (Präsynaptische Endigung) zu den Rezeptoren der „Empfängerzelle“ (Postsynaptische Region) gelangt und damit den Reiz an letztere weiterleitet. Häufig handelt es sich bei dem Neurotransmitter um Acetylcholin. Unmittelbar nach seiner Freisetzung in den synaptischen Spalt wird das Acetylcholin durch das Enzym Acetylcholinesterase zersetzt, damit die Erregung beendet wird und die Empfängerzelle für die nächste Erregungsübertragung zur Verfügung steht.

Sarin blockiert die Acetylcholinesterase in allen Synapsen des parasympathischen vegetativen Nervensystems, in den acetylcholinvermittelten Synapsen des Sympathikus sowie an den neuromuskulären bzw. motorischen Endplatten. Dadurch steigt der Acetylcholinspiegel im synaptischen Spalt und es kommt zu einer Dauererregung aller betroffenen Nervensysteme.

Je nach Stärke der Vergiftung kommt es dabei zu folgenden Symptomen: Nasenlaufen, Sehstörungen, Pupillenverengung, Augenschmerzen, Atemnot, Speichelfluss, Muskelzucken, Krämpfe, Schweißausbrüche, Erbrechen, unkontrollierbarer Stuhlabgang, Bewusstlosigkeit, zentrale und periphere Atemlähmung und Tod. Die Wirkung am Auge tritt dabei schon bei geringeren Konzentrationen ein als die Wirkung im Atemtrakt, so dass Akkommodationsstörungen und eine Engstellung der Pupillen bereits bei Konzentrationen und Expositionszeiten zu beobachten sind, bei denen die übrigen Vergiftungszeichen noch nicht bemerkbar sind.

Da sich das Sarin wie auch andere Cholinesteraseinhibitoren nicht oder nur sehr langsam wieder von dem blockierten Enzym lösen lässt, ist die Behandlung von Vergiftungen mit derartigen Kampfstoffen außerordentlich schwierig.

Ähnliche Wirkungen wie die des Sarins zeigen sich auch bei den chemisch verwandten Kampfstoffen Tabun, Soman und VX sowie bei Vergiftungen mit verschiedenen Insektiziden wie Parathion (E605), wobei Sarin etwa 1000-fach wirksamer und damit toxischer ist als E605.[17]

Zu allgemeinen Schutzmaßnahmen, Anzeichen des Einsatzes chemischer Kampfmittel wie unter anderem auch einer Sarin-Exposition sowie zur Dekontamination liegen umfangreiche frei zugängliche Informationen vor.[18]

Vor einem Kampfstoffeinsatz können Oxim-Tabletten oder Carbamate wie Pyridostigmin oder Physostigmin eingenommen werden.[17][19] Bei einer Vergiftung spritzt man Atropin (vgl. Hyoscyamin, Gift der Tollkirsche), ein Parasympatholytikum, das die Wirkung des Überangebotes von Acetylcholin an den Rezeptoren aufheben soll. Im Verlauf der wochenlangen Nachbehandlung kann man versuchen, mit einem Oxim die Acetylcholinesterase zu regenerieren. Im deutschsprachigen Raum wird Obidoxim bevorzugt, im anglo-amerikanischen Sprachraum wählt man eher Pralidoxim.

Für die Dekontamination können – da Nervenkampfstoffe zum einen empfindlich gegenüber Oxidationsmitteln sind, zum anderen im basischen Milieu leicht hydrolysiert werden – zum einen Oxidationsmittel wie Chlorkalk oder Calciumhypochlorit verwendet werden, zum anderen alkalische Lösungen, aber auch nichtwässrige Medien wie zum Beispiel Ethanolamin.[20] Bei empfindlichen Oberflächen kann man auch Natriumcarbonatlösung einsetzen, die jedoch naturgemäß langsamer wirkt.

Eine weitere Möglichkeit zur Dekontamination besteht in der Verwendung geeigneter Enzyme, die eine schnelle Hydrolyse dieses und anderer Kampfstoffe der G-Reihe herbeiführen. Eins dieser Enzyme ist DFPase (Diisopropylfluorphosphatase, EC 3.1.8.2),[21] ein Enzym des Gemeinen Kalmars Loligo vulgaris. Der natürliche Nutzen des Enzyms ist bislang unbekannt. So sind 105 µg Sarin innerhalb von 20 Minuten in situ vollständig hydrolysiert.

Die zuverlässige Identifizierung der Substanz gelingt durch geeignete Probenvorbereitung und anschließende Gaschromatographie bzw. Hochleistungsflüssigkeitschromatographie in Kopplung mit der Massenspektrometrie.[23] Zum sicheren Nachweis der Exposition gegenüber Sarin können sowohl Urin- als auch Blutproben verwendet werden. In der Regel werden daraus die Metaboliten wie z. B. die Alkyl-Methylphosphonsäuren mit adäquater Probenvorbereitung isoliert und gegebenenfalls für die GC-MS-Analyse derivatisiert.[24][25]

Die sichere und zuverlässige Vernichtung von chemischen Kampfstoffen wie Sarin und ähnlichen, ist an teure und aufwändige Verfahren gebunden. Die wesentlichen Vernichtungskonzepte wenden hydrolytische und/oder katalytische Verfahren, meist unter hohen Temperaturen und unter dem Einsatz starker Oxidationsmittel wie z.B. Wasserstoffperoxid an.[26][27]

Sarin wird als Chemikalie der Liste 1[28] im internationalen Abrüstungsvertrag CWÜ von der hierfür zuständigen Behörde, der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) mit Sitz in Den Haag, kontrolliert. Die Herstellung oder der Besitz sind verboten; ausgenommen sind Arbeiten, die ausschließlich dem Schutz vor diesen Substanzen oder der Forschung dienen. In Deutschland muss jeder nicht-staatliche Umgang mit Sarin vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) genehmigt und der OPCW gemeldet werden.[29]

Quelle-Literatur & Einzelnachweise

Auf Bilder, zusammensetzung und Herstellung haben wir bewußt verzichtet.
Es geht auch nicht um Schuld oder nicht schuld,einsatz oder nicht.
Vielmehr möchten wir einfach mal zeigen was dort für Mittel in der Chmie produziert wurde. Wer weiß wieviele Soldaten beim Einsatz auf beiden Seite ums Leben gekommen wären.Wieviele daran u Tode kamen bei versuchen möchten wir garnicht erst wissen.
Dies ist auch nur ein kleiner teil der Chemisch Hergestelltzen Kampfmittel, die mehr oder minder zum einsatz kamen.
Auch haben wir nicht untersucht in wie weit die Allierten,oder Russen selber mit Chemischen Kaqmpfmittel experimentiert haben und ob welche zum einsatz kamen.
Aber stellen wir uns mal nur Bildlich vor, dass die 30 Tonen Sarin in Deutschland hoch gegangen wären, gut Nacht Marie, sagen wir da nur.
In umkreis der Chemiefabriken wäre nichts mehr am leben geblieben, egal welcher rasse , Hautfarbe oder Religion.
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