Suchen
 
 

Ergebnisse in:
 


Rechercher Fortgeschrittene Suche

Die neuesten Themen
» Hans Seidel Stiftung - Banziana 2017
Sa Jun 17, 2017 11:20 pm von Andy

» Volkspolizist Fritz Fehrmann oder Tod unter dem Fallbeil
Sa Jun 17, 2017 10:54 pm von Andy

» Der Deutsche Einzelhandelstag
Sa Jun 17, 2017 10:32 pm von Andy

» Stern Combo Meissen
Sa Jun 17, 2017 10:13 pm von Andy

» Die Kulturanthropologie
Sa Mai 27, 2017 10:48 pm von checker

» Adolf Grimme
Sa Mai 27, 2017 10:39 pm von checker

» Die Anthropologie
Sa Mai 27, 2017 10:31 pm von checker

» Das 14-Punkte-Programm
Sa Mai 27, 2017 10:22 pm von checker

» Der Londoner Vertrag 1915
Sa Mai 27, 2017 10:05 pm von checker

Navigation
 Portal
 Index
 Mitglieder
 Profil
 FAQ
 Suchen
Partner
free forum
Juni 2017
MoDiMiDoFrSaSo
   1234
567891011
12131415161718
19202122232425
2627282930  

Kalender Kalender


Was versteht man unter Geoelektrik?

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten

Was versteht man unter Geoelektrik?

Beitrag  Andy am Mi Mai 28, 2014 9:42 pm

Nun unsere Herren und Damen aus der Uni werden das ja wissen.
Andere die an Budenzauber und Hexerei glauben,dürfte der Begriff ein Fremdwort sein.
Dazu findet sich folgendes geschrieben:

Die Geoelektrik gehört zur Angewandten Geophysik und umfasst Verfahren zur Erforschung der Erdkruste durch Messung von elektrischer Spannung und Stromstärke an der Erdoberfläche. Dazu gehören:

Eigenpotentiale (natürliche, galvanische Elemente bei Erzvorkommen);
Gleichstrom-Verfahren und
Wechselstrom-Verfahren, bei denen Elektroden dem Boden künstliche Ströme zuführen.

Verfahren mit künstlicher Stromzufuhr verwenden häufig Vierpunktanordnungen (zwei Elektroden A, B zur Stromzufuhr, zwei Sonden M, N zur Potentialmessung), da nur auf diese Weise der an den Elektroden auftretende Übergangswiderstand eliminiert werden kann. Bei der Anordnung der Elektroden in einer Linie (z. B. Stromzufuhr durch die äußeren Elektroden, Messung an den inneren Elektroden = Sonden) gibt es verschiedene Möglichkeiten, z. B.:

nach Wenner-Verfahren: Alle Elektroden haben den gleichen Abstand zueinander,
nach Schlumberger-Verfahren: Die Stromelektroden haben einen größeren Abstand als die Potentialsonden,
Dipol-Dipol: Die Spannungs- und Stromelektroden bilden jeweils einen Dipol in größerem Abstand zueinander,
Pol-Dipol forward und reverse: Die Spannungselektroden bilden einen Dipol, eine Stromelektrode befindet sich in größerem Abstand zu den Spannungselektroden, die zweite Stromelektrode befindet sich im Unendlichen.

Das Wenner-Verfahren eignet sich gut zur Kartierung von Leitfähigkeitsänderungen über einer größeren Fläche, das Schlumberger-Verfahren wird vor allem zur Sondierung - zur Tiefenerkundung verwendet. Die Dipol-Varianten bieten hingegen bessere Auflösungen von Leitfähigkeitskontrasten vor allem für kleinere Strukturen. Das Pol-Dipol-Verfahren kann in Kombination mit einer forward und reverse-Variante besonders gut zur Kartierung von Grenzen - z.B. an Störungszonen - eingesetzt werden, an denen sich bedingt durch Wasser die Leitfähigkeit ändert. Problematisch verhalten sich in der Praxis Übergangswiderstände, so dass die zu messenden Spannungsdifferenzen teilweise sehr klein werden können. Die Auswahl der für die Messaufgabe geeigneten Konfiguration entscheidet wesentlich über die späteren Aussagemöglichkeiten der Messergebnisse.

Der Messwert in der Geoelektrik ist der scheinbare spezifische Widerstand \rho_s in \Omega \cdot m.


2D-Darstellung (Schnitt) vom elektrischen Widerstand unter der untersuchten Fläche (Inversion)

Anwendung findet die Geoelektrik vor allem in der Grundwassererkundung, der Suche nach Altlasten, aber auch in der Archäologie zum Aufspüren und Kartieren ehemaliger Siedlungen und anderer historischer oder prähistorischer Bauwerke. Hier wird oft auch die geomagnetische Erkundung alternativ oder ergänzend zur geoelektrischen Erkundung benutzt.

Grundsätzlich werden zwei Hauptziele verfolgt: Die Sondierung, die die Struktur unter dem Sondierungspunkt mit zunehmender Tiefe liefert und die Kartierung, die die flächenhafte Struktur in der gewählten Schwerpunktstiefe darstellt. Neuere Multi-Elektrodenmethoden erlauben die gleichzeitige Sondierung und Kartierung eines begrenzten Bereiches und werden auch als geoelektrische Tomographie bezeichnet.

Durch Verwendung von Inversionsverfahren kann der reale spezifische Widerstand aus den aufgenommenen Messdaten errechnet werden, was u.a. eine Tiefenangabe der gefundenen Strukturen ermöglicht. Die Rechenalgorithmen nutzen dabei häufig die Finite-Differenzen- oder Finite-Elemente-Methoden.

Quelle - Literatur & Einzelnachweise

avatar
Andy
Admin

Anzahl der Beiträge : 22243
Anmeldedatum : 03.04.11

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben

- Ähnliche Themen

 
Befugnisse in diesem Forum
Sie können in diesem Forum nicht antworten