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Was versteht man unter den Begriff Unternehmen Braunschweig?

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Was versteht man unter den Begriff Unternehmen Braunschweig?

Beitrag  checker am Do Mai 29, 2014 2:50 am

Nun Unternehmen Braunschweig ist eine höchst Historisch Geschichtliche Tatsache die auch unter den Begriff Fall Blau geführt wird.
Dazu findet sich folgendes geschrieben:

Mit dem Decknamen „Fall Blau“ oder „Unternehmen Blau“ bezeichnete das nationalsozialistische Regime den ersten Teil der Sommeroffensive der Wehrmacht im Jahr 1942 während des Deutsch-Sowjetischen Krieges.

Nachdem der Überfall auf die Sowjetunion 1941 nicht zum erwarteten Zusammenbruch der Sowjetunion geführt hatte und die deutschen Angriffskeile vor Leningrad, Moskau und Sewastopol zum Stehen gekommen waren, sah sich die Wehrmacht im Winter 1941/42 mit ersten Gegenoffensiven der Roten Armee konfrontiert.


Deutsche motorisierte Infanterie im Sommer 1942 in Süd-Russland

Als Reaktion darauf ernannte Hitler sich selbst zum Oberbefehlshaber des Heeres und gab den Befehl zum Halten der Frontlinie, was zwar größere Gebietsverluste verhinderte, jedoch auch wichtige Ressourcen aufbrauchte, die für die nächsten Operationen dringend benötigt wurden.

Dennoch wollte Hitler im Sommer 1942 eine Offensive am südlichen Frontabschnitt starten, um Deutschland die kriegswichtigen Ölfelder von Maikop, Grosny und Baku zu sichern. Dem stand entgegen, dass die Teile des deutschen Heeres, die gegen die Sowjetunion eingesetzt wurden, vom 22. Juni 1941 (Beginn des Überfalls auf die Sowjetunion) bis Frühjahr 1942 bereits über 30 Prozent ihrer Ausgangsstärke von 3,2 Millionen Mann als Verluste (Gefallene, Verwundete, Vermisste) eingebüßt hatten.[1]

Im Entwurf des Generalstabschefs Franz Halder für die Weisung Nr. 41, den er Hitler am 28. März 1942 vortrug, hatte das Kennwort für die Operation noch „Siegfried“ gelautet. Sie wurde, nachdem Hitler den Entwurf selbst nochmals überarbeitet und wesentliche Teile hinzugefügt hatte, am 5. April 1942 durch den Decknamen Fall Blau ersetzt.[2]

In der Weisung Nr. 41 vom 5. April 1942 legte Hitler die Ziele der Operationen fest, welche die drei Heeresgruppen im Sommer durchführen sollten. Der Heeresgruppe Süd unter Generalfeldmarschall Fedor von Bock fiel hierbei die Hauptaufgabe der eigentlichen Sommeroffensive zu. Zunächst sollte vom nördlichen Flügel der Heeresgruppe in einer Zangenbewegung die Großstadt Woronesch am Don eingenommen werden (Blau I), um sodann südlich entlang des Don zu marschieren, um im Zusammenwirken mit einem zweiten Vorstoß aus dem Raum Charkow starke Feindkräfte einzukesseln (Blau II). Im dritten Teil der Operation (Blau III) sollte im Zusammenwirken mit dem östlich vorgehenden südlichen Flügel der Heeresgruppe der Vorstoß zur Wolga nach Stalingrad erfolgen, um dieses einzunehmen oder zumindest in Reichweite der eigenen Artillerie zu bringen. Das Ziel war die Absperrung der Wolga für den russischen Nachschub. Die in der Weisung nur angedeutete vierte Phase beinhaltete den Vormarsch nach Süden über den Don zur Inbesitznahme der kaukasischen Ölfelder bei Maikop und Grosny sowie von Baku am Kaspischen Meer. Die lange Nordflanke der Heeresgruppe entlang des Don sollte während dieser Operationen vorrangig von den Armeen der Verbündeten (Ungarn, Italien und Rumänien) verteidigt werden, denen zur Stabilisierung einzelne deutsche Verbände beigegeben werden sollten.

Die Weisung Nr. 41 enthielt ferner weitere strategische Ziele, darunter die vollständige Inbesitznahme der Halbinsel Krim sowie im Norden der Ostfront die Einnahme Leningrads und die Herstellung einer Landverbindung zur finnischen Armee.


Deutsche Artillerie im August 1942

Am 14. April ordnete Hitler die Aufstellung eines neuen Heeresgruppenstabes, der späteren Heeresgruppe A, an, die zu einem noch zu bestimmenden Zeitpunkt den rechten Flügel der Heeresgruppe Süd für die Operationen im Kaukasus übernehmen sollte. Die 11. Armee und die rumänische 3. Armee, welche vorläufig noch auf der Krim gebunden waren, sollten über die Straße von Kertsch nachgeführt werden (Unternehmen Blücher).

Schwachpunkt des Plans war die langgezogene Nordflanke, zu deren Verteidigung immer zwei bis drei Armeen abgestellt waren, die beim Vormarsch fehlten und dennoch eine so lange Front im Falle eines massierten Angriffs nicht effektiv verteidigen konnten. Diese Aufgabe fiel hauptsächlich den Armeen verbündeter Staaten zu, die jedoch wenig oder gar keine Kampferfahrung hatten und zu einem großen Teil schlecht bewaffnet waren. Außerdem waren logistische Probleme vorauszusehen, da Nachschub für den geplanten Vorstoß im Wesentlichen von einer einzigen leistungsfähigen Eisenbahnbrücke über den Dnjepr bei Dnjepropetrowsk abhing. Hitler nahm diese Risiken bewusst in Kauf, da für ihn die Eroberung der Ölfelder absolute Priorität hatte und er erneut – wie schon zu Beginn des Unternehmens Barbarossa – nach den zahlreichen für Deutschland siegreich beendeten Kesselschlachten mit hohen sowjetischen Verlusten die verbliebene Stärke der Roten Armee unterschätzte.

Am 19. Juni 1942 – kurz vor Beginn der deutschen Sommeroffensive – unternahm der Erste Generalstabsoffizier der 23. Panzer-Division, Major Reichel, einen Erkundungsflug; die Maschine musste knapp hinter den sowjetischen Linien notlanden. Den Sowjets fielen dabei Karten und Pläne für die erste Operationsphase in die Hände. Aufgrund dieses Vorfalls wurden die Decknamen für die Offensive später geändert, aus Fall Blau wurde Unternehmen Braunschweig.


Die Offensive begann am 28. Juni 1942. Nahezu überall zogen sich die sowjetischen Verteidiger zurück, da das Sowjetische Oberkommando die deutsche Sommeroffensive bei Moskau erwartet hatte und 50 % der Roten Armee dort stationiert waren. Schon am 5. Juli erreichten die deutschen Panzerspitzen den Don bei Woronesch. Die sowjetischen Verbände konnten sich jedoch durch Preisgabe von Gelände einer Vernichtung entziehen.


Der deutsche Vorstoß vom 7. Mai bis zum 18. November 1942.

   bis zum 7. Juli
   bis zum 22. Juli
   bis zum 1. August
   bis zum 18. November


Hitler leitete die Operationen von seinem Hauptquartier bei Winniza in der Westukraine. Auf Grund des günstigen Operationsverlaufs und des schwachen Widerstandes kam er zu der Auffassung, dass der Gegner in Auflösung begriffen sei. Es wurde vom ursprünglichen Plan abgewichen, um eine schnellere Verfolgung auf breiter Front zu ermöglichen. Am 9. Juli ließ Hitler die Heeresgruppe Süd in die Heeresgruppe A mit Ziel Kaukasus und die Heeresgruppe B mit Ziel Stalingrad und Flankendeckung aufspalten. So sollten beide Ziele (Stalingrad unter dem Decknamen Braunschweig und Kaukasus unter Edelweiß) gleichzeitig in Angriff genommen werden. Die 4. Panzerarmee wurde dabei zur Heeresgruppe A befohlen, so dass der Vorstoß auf Stalingrad der 6. Armee allein zufiel. Außerdem wurden noch sieben Divisionen von der Krim sowie das AOK 11 für den Einsatz bei Leningrad abgezweigt. Weil er gegen diese Operationsführung protestierte, wurde der Oberbefehlshaber der Heeresgruppe Süd bzw. B, Fedor von Bock, am 15. Juli durch Maximilian von Weichs ersetzt.


Panzer III in einem Dorf im Süden Russlands


Deutscher Panzerjäger „Marder III“ auf einem Feld im Süden Russlands

Am 23. Juli gelang es der Heeresgruppe A nach schweren Kämpfen, die Stadt Rostow an der Donmündung zu erobern. Bis zum 28. Juli waren Brückenköpfe am unteren Don gebildet. Stalin gab der Verteidigung der Wolga-Linie nunmehr absolute Priorität, zog neue Verbände heran und verbot kategorisch in seinem berühmten Befehl Nr. 227 („Keinen Schritt zurück!“) jeden weiteren Rückzug. Bereits am 31. Juli musste Hitler die Kräfteverteilung erneut ändern. Aufgrund des plötzlichen harten Widerstands im Donbogen wurde die 4. Panzerarmee doch nicht für die Heeresgruppe A freigegeben, sondern sollte am Hauptangriff auf Stalingrad teilnehmen.

Die 17. Armee wandte sich südwärts in Richtung des Schwarzen Meeres. Divisionen, die zur 11. Armee auf der Krim gehört hatten, und die rumänische 3. Armee besetzten das Kuban-Gebiet. Die 1. Panzerarmee erreichte am 9. August die Ausläufer des Kaukasus, was einem Vorstoß von 500 Kilometern in weniger als zwei Wochen entsprach. Die auseinanderstrebenden Angriffsrichtungen und die Weite des Operationsraumes stellte jedoch die Versorgungslogistik vor unlösbare Probleme. Die Ölfelder von Maikop waren von den sowjetischen Verteidigern vor ihrem Rückzug aus der Stadt so nachhaltig zerstört worden, dass sie trotz der intensiven Bemühungen der Technischen Brigade Mineralöl (TBM) auf Monate hinaus nicht zur Verfügung standen und daher nicht im ursprünglich eingeplanten Umfang zur Verbesserung der Treibstoffversorgung der deutschen Armeen beitragen konnten. Der Vormarsch kam in der Folge wegen Nachschubmangels und des Widerstandes der Transkaukasusfront zum Stehen. Am 10. September löste Hitler Generalfeldmarschall Wilhelm List als Oberbefehlshaber der Heeresgruppe A ab und übernahm deren Führung direkt.

Die Überquerung des Don durch die 6. Armee am 21. August erlaubte es der Heeresgruppe B, Verteidigungsstellungen entlang des Flusses einzunehmen, die weniger als 60 Kilometer von Stalingrad entfernt lagen. Dies nutzte die Luftwaffe, die zeitweise mehr als die Hälfte ihrer einsatzfähigen Flugzeuge in den Bereich der Heeresgruppe B verlegt hatte, für massive Luftangriffe auf die Stadt, bei denen diese großteils in Schutt und Asche gelegt wurde und mehr als 40.000 Menschen starben. Am 23. August erreichten deutsche Panzerspitzen die Wolga nördlich von Stalingrad.

Durch die 6. Armee im Norden und die 4. Panzerarmee weiter südlich sollten die sowjetische 62. und die 64. Armee, welche bereits stark angeschlagen waren, eingeschlossen werden. Am 29. August begann die 4. Panzerarmee planmäßig mit der Offensive und stieß weit in Richtung Stalingrad vor. Da die 6. Armee jedoch noch damit beschäftigt war, einen russischen Gegenangriff abzuwehren, konnte sie erst drei Tage später angreifen, was den sowjetischen Armeen die Möglichkeit gab, aus dem Kessel zu entkommen. Erst am 10. September erreichten deutsche Einheiten den Stadtrand von Stalingrad und begannen den Angriff auf die Stadt. Das sowjetische Oberkommando gewann Zeit, immer neue Reserven von anderen Frontabschnitten heranzuführen und Truppen im Hinterland aufzustellen.
Ergebnis

Bis zum Wintereinbruch hatte die Wehrmacht weite Teile des Gebiets zwischen Schwarzem und Kaspischem Meer besetzt. Die Ölfelder von Maikop waren unter deutscher Kontrolle, auf dem Gipfel des Elbrus war die Reichskriegsflagge gehisst worden. Auch hatte man es geschafft, das westliche Donufer als Verteidigungslinie zu gewinnen und Stalingrad bis auf einen kleinen Teil zu besetzen. Jedoch war es nicht gelungen, die Rote Armee entscheidend zu schwächen.

Die 6. Armee wurde zu einem langwierigen und verlustreichen Häuserkampf gezwungen. Gleichzeitig war die nördliche Flanke besonders zwischen Don und Wolga nicht ausreichend gesichert und anfällig für einen Flankenangriff. Am Terek war die Front in einem Stellungskrieg erstarrt. Auch die Basen der sowjetischen Schwarzmeerflotte konnten von der Roten Armee gehalten werden.

Der Fall Blau muss als Misserfolg für die Wehrmacht angesehen werden. Trotz der Verwässerung der ursprünglichen Planungen durch Hitler lagen die wesentlichen Schwachpunkte bereits in der Anlage der Offensive begründet. Die enorme Ausdehnung des Operationsgebietes überbeanspruchte die vorhandenen Kapazitäten an Mensch und Material und machte eine Versorgung mit ausreichend Nachschub für die kämpfenden Verbände nahezu unmöglich.

Mitte November nutzte die Rote Armee die überdehnten Frontlinien und deren ungenügende Absicherung für einen massiven Gegenangriff im Raum Stalingrad, der nach einer mehrmonatigen Kesselschlacht zur Vernichtung der 6. Armee führte. Durch diese Niederlage und weitere sowjetische Offensiven geriet der gesamte Südflügel in Gefahr, was den Rückzug der deutschen Verbände vom Kaukasus zur Folge hatte. Bis Februar 1943 gingen so weite Teile der in Sommer und Herbst 1942 eroberten Gebiete wieder verloren.
Siehe auch

   Woronesch-Woroschilowgrader Operation
   Persischer Korridor
   Planungen der Kriegsmarine für das Kaspische Meer


Quelle - Literatur & Einzelnachweise

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Dazu hier noch mal die genaue Beschreibung des Unternehmens Braunschweig

Braunschweig war der Deckname für die am 28. Juni 1942 begonnene deutsche Sommeroffensive in der Sowjetunion. Der ursprüngliche Name der Operation war Fall Blau, diese wurde jedoch am 30. Juni in Unternehmen Braunschweig umbenannt.[1] Die Operation führte zum deutschen Vorstoß in den Kaukasus und an die untere Wolga und war damit Ausgangspunkt der späteren Schlacht von Stalingrad.

Die bisher als Fall Blau geführte Gesamtoperation wurde ab dem 30. Juni 1942 unter dem Decknamen Braunschweig geführt, die Folgeplanung unter den Namen Blau II und Blau III erhielt die Decknamen Unternehmen Clausewitz und Unternehmen Dampfhammer.[2] Clausewitz beinhaltet das Antreten der Heeresgruppe A im Juli 1942, Dampfhammer die Nachfolgeoperationen im Juli 1942.[3]

In der Weisung Nr. 45 vom 23. Juli 1942 änderte Adolf Hitler[4] die Ziele des ursprünglichen Falls Blau. Ziel war nun der gleichzeitige Vormarsch der deutschen Truppen sowohl in Richtung Kaukasus (Unternehmen Edelweiß) als auch in Richtung Stalingrad (Unternehmen Fischreiher).[5]

Hitler hatte persönlich in die Planung der Operation eingegriffen und eine Aufteilung der Heeresgruppe Süd befohlen. Diese Zersplitterung der Kräfte, vor der Hitler von seiner Generalität mehrfach gewarnt worden war, wird heute allgemein als wesentliche Ursache für den Untergang der 6. Armee in Stalingrad angesehen. Hitler machte für sein Beharren kriegswirtschaftliche Gründe (Eroberung und Nutzbarmachung der kaukasischen Ölquellen, Abschneiden von sowjetischen Gütertransporten über den Verkehrsknotenpunkt Stalingrad) geltend.

Quelle - Literatur & Einzelnachweise

Dummerweise so muss man heute sagen hat der Führer den Feldzug nach Braunschweig benannt.Zwar war er sehr belesen,aber anscheinend Geschichtlich nicht so bewandert,sonst wüsste er ja vom Päpstlichen Fluch zu Barbarosa.
Das unternehmen war deswegen schon zu scheitern verurteilt.
Hätte er es doch besser Unternehmen Merlin,Zion,oder Gral, Little Amerika, Big brother benannt.

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