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Fracking: Amt weiß seit Jahren von Giftwerten

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Fracking: Amt weiß seit Jahren von Giftwerten

Beitrag  Andy am Do Jun 05, 2014 7:53 pm

Quecksilber ist ein flüssiges Metall, das bereits bei Zimmertemperatur verdampft. Es ist geruchslos, einmal eingeatmet wandert es schnell ins Gehirn und wirkt dann als gefährliches Nervengift. Im Landkreis Rotenburg hat Quecksilber den Boden verunreinigt - und zwar im Umfeld von Erdgasförderstellen. Das hat das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) schon in den vergangenen Jahren ganz offiziell gemessen. Aber bekannt geworden ist dies jetzt erst. Die Messergebnisse aus den vergangenen Jahren seien dem Landkreis Rotenburg erst jetzt mitgeteilt worden, sagt der Erste Kreisrat Thorsten Lühring. Es sei richtig, dass dabei eine Belastung des Bodens mit Quecksilber festgestellt worden sei.



"Besorgnisserregende Ergebnisse"

Diese Ergebnisse halte er für besorgnisserregend, sagte Lühring auf Nachfrage von NDR 1 Niedersachsen. Unklar ist, warum sowohl der Landkreis als auch die untere Naturschutzbehörde weder zeitnah über die Messungen noch über deren Ergebnisse informiert wurden. Das Landesbergamt war für eine Stellungnahme bisher nicht zu erreichen. Der Landkreis fordert laut Lühring vom Landesbergamt nun eine flächendeckende Untersuchung aller mehr als 100 Erdgas-Förderstellen.

Umweltschützer aus dem Landkreis Rotenburg befürchten bereits seit langem, dass die Gesundheit durch die Erdgasförderung beeinträchtigt werden könnte - insbesondere durch Reste von Quecksilber.

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