Suchen
 
 

Ergebnisse in:
 


Rechercher Fortgeschrittene Suche

Die neuesten Themen
» Guido von List
Heute um 2:00 pm von checker

» Die Zisterzienser
Heute um 1:52 pm von checker

» Die Ariosophie
Heute um 1:26 pm von checker

» Der Antifeminismus
Heute um 1:21 pm von checker

» Das Central Europe Pipeline System (CEPS)
Heute um 1:08 pm von checker

» *** Gnosis ***
Heute um 12:55 pm von checker

» Der Airlander, dass größte Hybridluftschiff
Heute um 12:39 pm von checker

» Die Apokryphen
Gestern um 4:32 am von Andy

» Herbert Reichstein
Gestern um 4:24 am von Andy

Navigation
 Portal
 Index
 Mitglieder
 Profil
 FAQ
 Suchen
Partner
free forum
Dezember 2017
MoDiMiDoFrSaSo
    123
45678910
11121314151617
18192021222324
25262728293031

Kalender Kalender


Philipp Held

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten

Philipp Held

Beitrag  checker am Mo Jun 30, 2014 3:22 am

Philipp Held (* 2. Mai 1942 in Worms; † April 1962 in Berlin) war ein Todesopfer an der Berliner Mauer. Er ertrank bei der Flucht in der Spree zwischen Berlin-Friedrichshain und Kreuzberg.


Gedenkstätte Weiße Kreuze gegenüber der Südseite des Reichstags. Philipp Held ist das dritte von links gewidmet


Die Uferseite der Gedenkstätte Weiße Kreuze. Philipp Held ist das dritte Kreuz von rechts gewidmet

Philipp Held wuchs in Worms bei seinen Eltern auf. Sein Vater verstarb 1955 bei einem Autounfall. Held absolvierte ein Lehre zum Elektriker und begann ein Studium. Mit 19 Jahren lernte er die 16-jährige Bärbel W. kennen, die 1956 mit ihrer Mutter aus der DDR in den Westen gekommen war. Wegen des Mädchens kam es zum Bruch mit seiner Mutter. Held und Bärbel W. beschlossen, in die DDR zu gehen. Im September 1961 passierten sie die innerdeutsche Grenze. Nach der Aufnahme in die DDR ließen sie sich in Eberswalde nieder, wo Bärbels Vater lebte.

In der DDR fühlte sich das junge Paar nicht wohl und bemühte sich um eine Ausreisegenehmigung. Als 1962 die allgemeine Wehrpflicht in der DDR eingeführt wurde, rechnete Held mit einer baldigen Einberufung zur Nationalen Volksarmee. In einem letzten Brief an seine Mutter deutete Held an, eine Flucht zu planen. Bärbel W. wusste ebenfalls von seinem Plan. Am 8. April 1962 verschwand Philipp Held.

Angehörige der Grenztruppen der DDR fanden seine Leiche am 22. April 1962 gegen 18 Uhr an der Schillingbrücke in einer Unterwassersperre verfangen. Philipp Held hatte seine Ausweispapiere in einen Zellophanbeutel gepackt. Dies werteten die Grenzer als Indiz für einen fehlgeschlagenen Grenzdurchbruch. Vermutlich ertrank Held beim Versuch, durch den Osthafen nach West-Berlin zu schwimmen. Eine Untersuchung des Leichnam ergab einen ungefähren Todeszeitpunkt zehn Tage vor dem Fund.

Die Staatsanwaltschaft Ost-Berlins unterrichtete Helds Mutter mehrere Tage nach dem Leichenfund von seinem Tod und später von der Verbrennung des Leichnams. Die Mutter wendete sich an die west-deutschen Medien, da sie den Angaben nicht glaubte. Die Bild-Zeitung berichtete am 5. Mai 1962: „es gäbe kaum noch Zweifel, dass Philipp Held "von Ulbrichts Grenzwächtern ermordet wurde."“ In Westdeutschland hält sich das Gerücht, dass Philipp Held erschossen wurde. Eine Überprüfung nach der Wiedervereinigung konnte dafür keine Anhaltspunkte finden und geht von einem Unfalltod aus.

Ein zur Spree gerichtetes Kreuz der Gedenkstätte Weiße Kreuze am Reichstagsufer erinnert an Philipp Held.

Quelle - Literatur & einzelnachweise
avatar
checker
Moderator
Moderator

Anzahl der Beiträge : 32595
Anmeldedatum : 03.04.11
Ort : Braunschweig

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben

- Ähnliche Themen

 
Befugnisse in diesem Forum
Sie können in diesem Forum nicht antworten