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Die Skorpion-Krustenechse

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Die Skorpion-Krustenechse  Empty Die Skorpion-Krustenechse

Beitrag  Andy am Do Jul 24, 2014 7:49 pm

Die Skorpion-Krustenechse (Heloderma horridum) ist ein Vertreter der Krustenechsen (Helodermatidae). Sie gehört zu den wenigen Echsen, die Gift produzieren.

Die Skorpion-Krustenechse  300px-Heloderma_horridum_pair_%28Buffalo_Zoo%29

Beschreibung

Die Skorpion-Krustenechse erreicht eine Körperlänge von 70 bis 87 Zentimetern. Die Echse hat einen großen Kopf, einen massiv aussehenden Körper und kurze Beine mit scharfen Krallen. Die Rückenseite der Echse ist neben den gewöhnlichen Schuppen mit großen punktartigen Hornschuppen bedeckt. Die Bauchseite kennzeichnen flache, kaum verknöcherte und regelmäßig in Querreihen angeordnete kleine Schilder. Auffallend ist die helle oder gelbblasse Fleckung oder Sprenkelung, welche zusammen mit der restlichen schwarzen bis dunkelbraunen Haut eine kontrastreiche, auffällige Warnfärbung ergibt.

Die Skorpion-Krustenechse  1024px-20140417_Skorpion-Krustenechse_01
Skorpion-Krustenechse im Opel-Zoo nahe Frankfurt am Main

Vorkommen

Die in Mexiko vorkommende dämmerungs- und nachtaktive Krustenechse lebt in Trockenwäldern und trockenen Regionen mit flachem Gestrüpp. Die Unterart Heloderma horridum charlsbogerti kommt in Guatemala vor.
Nahrung

Die Skorpion-Krustenechse ernährt sich von jungen Vögeln und Nagetieren, Eiern und kleineren Wirbeltieren. Die Beute wird mit dem Jacobson-Organ aufgespürt.
Fortpflanzung

Die Weibchen legen in eine feuchte Erdgrube 4 bis 12 Eier. Nach 130 bis 188 Tagen schlüpfen die Jungtiere. Die Skorpion-Krustenechse erreicht nach etwa zwei Jahren ihre Geschlechtsreife.[1]
Gift

Die Skorpion-Krustenechse erzeugt in Unterlippendrüsen ein Toxin, das aus verschiedenen Komponenten besteht und zu den Zähnen des Unterkiefers weitergeleitet wird. Das darin enthaltene Gilatoxin, eine dem körpereigenen Enzym Kallikrein ähnliche Serinprotease, ist strukturell, biochemisch und funktional nahezu identisch mit dem Blarina-Toxin der Amerikanischen Kurzschwanzspitzmäuse.[2] Das Gift wird in die Bisswunde durch Kaubewegungen einmassiert.
Unterarten

Es gibt vier Unterarten, die Mitte 2013 den Status eigenständiger Arten erhielten [3]:

Heloderma horridum horridum (Wiegmann, 1829)
Heloderma horridum alvarezi (Bogert & Martên del Campo, 1956)
Heloderma horridum exasperatum (Bogert & Martên Del Campo, 1956)
Heloderma horridum charlesbogerti (Campbell & Vannini, 1988)

Gefährdung

Die Skorpion-Krustenechse wird in der Roten Liste der IUCN als „nicht gefährdet“ (least concern) geführt.[4]

Quelle - Litratur & einzelnachweise
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