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September: Europäische Tage des Denkmals, auch in Belgien

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September: Europäische Tage des Denkmals, auch in Belgien

Beitrag  Andy am Sa Sep 06, 2014 9:14 pm

In fünfzig europäischen Ländern werden in diesem Monat die Türen zu zahlreichen historischen und kulturellen Stätten geöffnet. Auch Belgien nimmt an den Europäischen Tagen des Denkmals, eine gemeinsame Initiative von EU-Kommission und Europarat, teil. Auf dem Ereperk der Gefusilleerden/Enclos des Fusillés in Brüssel wird zum Beispiel den Widerstandskämpfern des Ersten und des Zweiten Weltkriegs gedacht.






Jedes Jahr im September finden dieTage des offenen Denkmals in 50 Ländern statt, die die Europäische Kulturkonvention* unterzeichnet haben.

Die Tage des offenen Denkmals wurden 1984 in Frankreich ins Leben gerufen. Dort veranstaltete man erstmals die "Journées Portes Ouvertes". Die Initiative war von Anfang an erfolgreich und die Idee wurde schon bald von anderen europäischen Ländern aufgegriffen.

1989 kam Belgien als fünftes Mitglied hinzu. Zusammen mit den Niederlanden, Schweden und Malta gehört Belgien zu den Pionieren dieser Veranstaltung. Nach 25 Jahren hat sich der Tag des offenen Denkmals in Belgien zur größten kulturellen Veranstaltung entwickelt.



Wiels gebouw



Obwohl die drei Regionen hierzulande die Tage des offenen Denkmals jede für sich und auf ihre Weise veranstalten, ist die Idee dahinter immer dieselbe: So vielen Menschen wie möglich, die Gelegenheit dazu geben, den Reichtum unseres kulturellen Erbes kennenzulernen. Oft können speziell zu diesem Anlass Denkmäler besichtigt werden, die sonst nicht einfach so öffentlich zugänglich sind.

Auf dem Programm in diesem Jahr in Brüssel stehen zum Beispiel der kleinste Beginenhof in Belgien, der Beginenhof in Anderlecht (Brüssel), das einst vom ERDF, dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung mitfinanzierte Projekt „Wiels Centre for Contemporary Art“ (kleines Foto) im Brüsseler Stadtteil Vorst oder die königliche Militärschule am Jubelpark. Am 20. und 21. September kann auf dem Ereperk der Gefusilleerden/Enclos des Fusillés in Brüssel den Widerstandskämpfern des Ersten und des Zweiten Weltkriegs gedacht werden.

Hier befindet sich ein Friedhof mit durch Kreuzen versehenen Gräbern von 365 Widerstandskämpfern aus den zwei Weltkriegen. Diese Gedenkstätte, auch als "Ehrenplatz der Erschossenen" bekannt, liegt an dem Ort, an dem diese Patrioten von den Besatzern getötet wurden. Edith Cavell, Philippe Baucq, Gabrielle Petit und Youra Livchitz sind nur einige der bekannteren Kriegsopfer, die hier begraben liegen.

Infos sind auch auf der Webseite zu den Open Monumentendagen zu finden.

Auf dem Programm  zum "Open Monumentendag" am 14. September 2014 in Flandern stehen zum Beispiel der Sieger des Tags des offenen Denkmals 2009, ein Art Deco-Schwimmbad in Anwerpen, das Panamarenkohaus, also das ehemalige Wohnhaus mit Atelier von Panamarenko in Antwerpen, das extra dem breiten Publikum seine Türen öffnet oder ein Kommandobunker in Blankenberge, der erstmals besichtigt werden kann. Während des 2. Weltkriegs hatte sich dort ein deutscher Armeeflugplatz befunden. Heute zeugt nur noch der  Kommandobunker von dessen einstiger Anwesenheit.

Weitere Infos unter http://www.openmonumenten.be/.

Auch in Deutschland findet übrigens der Tag des offenen Denkmals am 14. September statt. Über 7.500 Denkmäler in allen Bundesländern stehen an dem Sonntag für die Besucher offen.

Deutschlands Motto in diesem Jahr sei "Farbe": Die Besucher erführen, wie Farben zu allen Zeiten von Erbauern eingesetzt und wie diese heute noch hergestellt und am Bau verwendet würden, heißt es in einem Pressebericht der Vertretung der EU-Kommission in Deutschland.

Die *Europäische Kulturkonvention ist eine Erklärung des Europarats, nicht der EU. Sie wurde 1954 verabschiedet, um die europaweite Zusammenarbeit in den Bereichen Kultur, Bildung und Sport zu unterstützen.

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