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Die Résistance

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Die Résistance

Beitrag  checker am Sa Okt 04, 2014 2:39 am

Die Résistance ist der Sammelbegriff für die französischen und belgischen Widerstandsbewegungen gegen die (nationalsozialistischen) deutschen und (faschistischen) italienischen Besatzungsmächte sowie gegen die mit diesen kollaborierenden Institutionen und Bevölkerungsgruppen im Zweiten Weltkrieg.


Frankreich während der deutschen Besatzungszeit von 1940 bis 1944.


Lothringer Kreuz

Die Résistance war nicht einheitlich organisiert und geführt, sondern verfolgte im Sinne ihrer Trägerorganisationen verschiedene Ziele. Im Frühjahr 1943 gelang es Jean Moulin, einem Abgesandten General de Gaulles, die wichtigsten politischen Gruppierungen zumindest auf allgemein gehaltene gemeinsame Ziele festzulegen und eine Koordinierungsinstanz zu etablieren. Gegen das von den Deutschen verwendete Hakenkreuz wurde das Lothringer Kreuz auch von der Résistance als Symbol des französischen Befreiungskampfes übernommen.

Organisation

Von Lyon aus bemühte sich Jean Moulin im Auftrag de Gaulles lange Zeit, den Widerstand der verschiedenen Gruppen zur Résistance im Comité Français de la Libération Nationale (CFLN) zu vereinen, was ihm auch im Mai 1943 mit den wichtigsten Résistancegruppen Frankreichs gelang.

Es fusionierten aus der Südzone:

die Gruppe Combat mit der Untergrundzeitung Combat um Henri Frenay
die Gruppe Libération Sud mit der Untergrundzeitung Libération um Emmanuel d’Astier de la Vigerie
die Gruppe Franc-Tireur mit der Untergrundzeitung Franc-Tireur unter der Leitung von Jean-Pierre Lévy
die Francs-Tireurs et Partisans unter der Leitung von Pierre Fabien
die Armée secrète unter der Leitung von Charles Delestraint
der Front National mit der Untergrundzeitung Front national von Pierre Villon
das Comité d’action socialiste um Pierre Brossolette,

mit den Gruppen aus der besetzten Nordzone:

die Gruppe Organisation civile et militaire (OCM)
die Gruppe Libération Nord
die Gruppe Ceux de la Résistance
die Gruppe Ceux de la Libération

Die Résistance entwickelte als politischen Arm eine Art politisches Untergrundparlament der verschiedenen Widerstandsgruppen, den Conseil national de la Résistance (CNR, dt. Nationaler Widerstandsrat). Dank des unermüdlichen Einsatzes von Jacques Bingen entstand Anfang 1944 auch ein militärischer Arm der Résistance. Dazu schlossen sich:

Die gaullistische l'Armée secrète,
die kommunistischen Francs-Tireurs et Partisans und
die giraudistische Organisation de résistance de l’armée
sowie weitere isolierte militärische Résistancegruppen

am 1. Februar 1944 zu den Forces françaises de l’intérieur (FFI), dt.: Französische Streitkräfte im Inneren zusammen.

In Frankreich existierten aber daneben zeitweilig oder dauerhaft auch weitere Résistancegruppen:

die Résistance de Fer der französischen Eisenbahner
die Gruppe France-Liberté
die Gruppe la Dernière Colonne
die Gruppe Musée de l’Homme
die Gruppe Confrèrerie Notre Dame um Gilbert Renault (Colonel Rémy)
die Organisation de résistance de l’armée
die Armée des Volontaires (AV) um Dr. Bareiss
das Netzwerk Mithridate
das Netzwerk Cohors
das Netzwerk Alliance, das hauptsächlich nachrichtendienstlich arbeitete.

Die Koordination des belgischen Widerstands hieß Réseau de Résistance (RR) bzw. Netwerk van de weerstand. Belgien war wie Nord-Frankreich seit dem Überfall durch Truppen des Deutschen Reiches flächendeckend besetzt, doch der Widerstand begann erst allmählich zu wachsen. Erst rigoroses Einsetzen von Provinzial- bzw. Kommunalverwaltungen, Engpässe bei der Lebensmittelversorgung und das Einführen von Sperrstunden erregten ein Unbehagen gegen das Besatzungsregime bei der belgischen Bevölkerung. Rettung abgeschossener alliierter Piloten und Sabotage waren nun die Hauptaktionen der beginnenden Résistance gegen die Besatzung in der Wallonie und in Flamen.[1] Ein bedeutendes international operierendes Fluchthilfenetzwerk, das schon 1941 aktiv war, bestand im von Andrée de Jongh gegründeten Réseau Comète.

Die drei größten Widerstandsorganisationen Belgiens waren:

die aus Großbritannien gesteuerte Groupe G (Groupe Géneral de Sabotage),
die Armée belge Partisans (PA), kommunistische Résistance und
die Armée secrète belge aus ehemaligen Angehörigen belgischen Armee[2].

Die Operationen der Résistance

Die Résistance in Frankreich entstand unmittelbar nach dem Waffenstillstand von Marschall Pétain mit Deutschland am 22. Juni 1940. Anfangs waren es nur wenige Tausend Menschen, die die deutsche Besetzung nicht einfach erdulden wollten. Ihr Ziel war das planmäßige Vorgehen gegen die Besatzer. Dazu mussten private Racheakte eingedämmt werden, die nicht selten waren. Tausende von Zivilisten und Soldaten waren vor den heranrückenden deutschen Truppen in den Süden Frankreichs geflüchtet. In Zeitungen wurden Suchanzeigen annonciert, um die auf der Flucht verlorenen Angehörigen wiederzufinden. Hier schrieb die Résistance Antwortbriefe, in denen die Betroffenen zur Mitarbeit aufgefordert wurden.

Später ging sie dazu über, die Alliierten über Bewaffnung und Bewegungen der deutschen Truppen zu informieren. Sabotageakte der Résistance sollten die militärischen Operationen der Alliierten unterstützen und die der Wehrmacht erschweren. Dazu entstanden nach und nach eigene Strukturen: Für jede französische Gemeinde wurde eine Akte angelegt, in der jeder Eisenbahntunnel, jede Langsamfahrstelle der Eisenbahn, jede Fabrik, Werkstatt und Werft vermerkt wurde. Tonnen von Munition und Waffen wurden versteckt, statt sie (gemäß Waffenstillstandsbestimmungen) an die Wehrmacht zu übergeben. Die Mitgliederlisten schrieb man auf schmale Papierstreifen aus Reispapier, die bei Verhaftungen besser heruntergeschluckt werden konnten. Darin standen der Name des Aufgenommenen, sein Beruf und seine Verbindungen, seine Unterbringungs- und Verpflegungsmöglichkeiten sowie seine Transportmittel (LKW, Auto, Motorrad, Fahrrad). Dort war auch registriert, ob derjenige für Sabotage-, Transport- oder Kommandoaufgaben eingeteilt war. Diese Listen wurden von Bankbeamten nachts geschrieben.


Ein Mitglied der Forces françaises de l’intérieur, ca. 1944


Festnahme verdächtiger Franzosen durch deutsche Soldaten im Juli 1944

Die Pariser Metro war das erste „mobile“ Hauptquartier der französischen Résistance. Während der Fahrt konnten so Pläne gemacht und Nachrichten ausgetauscht werden. Das Abhören durch die Gegenseite war dadurch sehr erschwert. Vor allem konnte die Gestapo nur schwer Einzelne, die ein- oder ausstiegen, im Gewühl von Tausenden von Menschen identifizieren und beobachten. Dennoch blieben die geheimen Tätigkeiten nicht verborgen, woraufhin die Quartiere ständig gewechselt werden mussten. Im Laufe der Zeit strukturierte sich die Arbeit der Résistance arbeitsteilig: Quartiermacher beschafften in einem Dorf oder einer Stadt unauffällige Unterkünfte, deren Lage, Flucht- und Ausweichmöglichkeiten sie vorher geprüft hatten. Einem Stab der Résistance unterstanden zwanzig regionale, von Offizieren kommandierte Einheiten, die im Rhythmus von acht bis zehn Tagen ihren Standort wechselten. Dazu wurden in einem Dorf etwa zehn Häuser ausgesucht, in denen der Befehlsstand unterzubringen war.

Da die Funkübertragung von Nachrichten durch Funkpeilwagen der Deutschen gefährdet war, wurden sie häufig mündlich weitergegeben: Die Boten lernten dabei ihren Auftrag auswendig, so dass sie durch nichts Schriftliches identifizierbar waren. Kundschafter überprüften die Bewohner umliegender Häuser vor einem geplanten Coup und machten sich mit Zugangsmöglichkeiten, der Bewachung, ihren Wachwechseln, ihrer Bewaffnung und Alarmplänen vertraut. Für Kommando-Aufträge hatte sich das Corps Francs etabliert. Es waren in der Regel sportliche Männer unter vierzig Jahren, die als Gorilles bezeichnet wurden. Sie bildeten den Stoßtrupp, der bei einem Überfall den Angriff auf die deutschen Soldaten, Bewacher, Gestapo-Leute etc. führte.

Transportkommandos beschafften die häufig zu wechselnden Fahrzeuge, kundschafteten Routen und Straßensperren aus, machten sich mit der Strecke vertraut. Der Ortswechsel eines Kommandos oder Stabes vollzog sich in der Regel nachts über abgelegene Feldwege. Es wurden auch Transportmöglichkeiten in französischen und deutschen Zügen und auf regelmäßig kursierenden deutschen Armeelastwagen ausgekundschaftet und genutzt. Sie stellten die Männer, die die bei einem Überfall möglicherweise zu erbeutenden Waffen und Munition verluden und transportierten. Ein Zerstörungskommando setzte nach einem Überfall die Örtlichkeit in Brand oder sprengte sie.


Gefangennahme von Mitgliedern der Résistance durch französische Milizen im Juli 1944

Saboteure waren häufig Frauen,[3] Jugendliche und ältere Männer, die weniger durch Muskelkraft, sondern mehr durch List ihr Ziel erreichten: Instrukteure wie Nancy Wake, die vom britischen Special Operations Executive ausgebildet waren, brachten ihnen bei, wie man Brandbomben platzierte, Sprengkapseln an Eisenbahnschienen fixierte, durch die Besatzer beschlagnahmte Ware unbrauchbar machte, einen Menschen geräuschlos erwürgte, Waffen auseinander nimmt, reinigt und handhabt. Diese Sabotagekommandos sprengten Brücken, Eisenbahntunnel, Telegrafenmasten.

In den französischen Gebirgen operierte die Résistance vom Maquis aus. Diese unzugänglichen Gebiete waren durch umliegende Schluchten und Pässe geschützt und konnten deshalb durch Schützenstände, Maschinengewehre und Artillerie von wenigen Leuten selbst bei einer starken feindlichen Übermacht gehalten werden. Das wichtigste und größte Maquis lag im Vercors.

Die Wirksamkeit und das Vorgehen der Résistance gegen Kollaborateure wird seit den 1970er Jahren in der französischen Öffentlichkeit verstärkt diskutiert.

Symbol für die grausame Rache der SS an Widerstandskämpfern ist der Ort Oradour-sur-Glane. Als Reaktion auf Aktionen der Résistance in der Gegend vernichtete eine Kompanie des Panzergrenadier-Regiments „Der Führer“ am 10. Juni 1944 das gesamte Dorf, exekutierte die Männer und sperrte Frauen und Kinder in die Kirche, die dann angezündet wurde. Mehr als 600 Menschen wurden brutal ermordet. Seit den 1960er Jahren ist Oradour-sur-Glane Gedenkstätte für den französischen Widerstand.

Résistance wird auch als literarischer Begriff für eine Bewegung verwendet, die während der Vichy-Zeit illegal literarische Texte und Zeitschriften publizierte. Sie hatte zwar nicht als Teil der politisch-militärischen Résistance agiert, ihr wurde aber nachträglich eine hohe symbolische Bedeutung zugemessen, weil sie dem Widerstand eine Stimme gegeben hatte. Als eine der bekanntesten Veröffentlichungen der Résistanceliteratur gilt die Erzählung Le silence de la mer, die 1942 unter dem Pseudonym Vercors erschien.

„Wusstet ihr, … dass es nur ein Wort für Entsetzen gibt, nur ein Wort für Angst? Wusstet ihr, dass das Leiden keine Schranke kennt, der Schrecken keine Grenze?“ (von Charlotte Delbo, sie war Mitglied der Résistance und wurde ins KZ Auschwitz deportiert)
Ausländer in der Résistance

Auf Seiten des französischen und belgischen Widerstands kämpften neben Franzosen und Belgiern auch viele Ausländer. Anfänglich waren es neben anderen Emigranten viele ehemalige Interbrigadistas, mehrheitlich aus Spanien aber auch aus anderen Nationen. Geflohen wegen der Teilnahme am Spanischen Bürgerkrieg über die portugiesische oder französische Grenze, wurden sehr viele von Ihnen in Internierungslagern der Dritten Französischen Republik eingesperrt.

Insgesamt etwa 500.000[4] spanische Republikaner flüchteten gegen Ende der Spanischen Republik um 1939 nach Frankreich[4]. Dort oft rekrutiert zur Zwangsarbeit, gelang es vielen zu entkommen, um sich in der Illegalität der französischen Résistance anzuschließen.[5]
Beteiligung aus deutschsprachigen Ländern

Insgesamt kämpften mehrere tausend Reichsdeutsche in den Reihen der Résistance.[6] Sie setzten sich hauptsächlich aus Emigranten, welche nach der Machtergreifung der Nazis nach 1933 Deutschland verließen, ehemaligen Spanienkämpfern aber auch einigen Wissenschaftlern, Diplomaten und Wirtschaftsspezialisten zusammen, die sich dem französischen und belgischen Widerstand anschlossen. Sie organisierten sich u.a. in der „Bewegung Freies Deutschland im Westen“ (BFDW) (in Frankreich gleich: CALPO – „Comité „Allemagne libre“ pour l'Ouest“; war auch für Belgien und Luxemburg zuständig) oder die M.O.I („Mouvement Ouvriers International“).[7]

→ Siehe auch: Deutsche im französischen Widerstand - ein Weg nach Europa[8].

Bekannte deutsche Mitglieder der Résistance waren z. B. Otto Kühne (1943 innerhalb der Résistance zum Oberstleutnant befördert) oder Peter Gingold, der am 28. Oktober 2006 verstarb. Er und andere ehemalige Widerstandskämpfer waren 1992 führend an der Gründung des gesamtdeutschen Verbands DRAFD e.V. (Verband Deutscher in der Résistance, in den Streitkräften der Antihitlerkoalition und der Bewegung „Freies Deutschland“ e.V.) beteiligt.[9] Deutsche Résistancekämpfer sind in Frankreich geehrt und hoch angesehen, so wurde zum Beispiel Gerhard Leo zum Ritter der Ehrenlegion ernannt.[10][11]

Vom Mai 1940 bis zum Frühjahr 1945 bestand in Belgien eine kleine selbständige österreichische Widerstandsgruppe, die Österreichische Freiheitsfront (ÖFF). In gemeinsamen Aktionen mit der belgischen Résistance wurden Flugblätter und Untergrundzeitungen verteilt und militärische Aktionen durchgeführt.
Militärangehörige mit Kontakten und als Kämpfer der Résistance

Auch einige Angehörige der deutschen Wehrmacht und Kriegsmarine versuchten Kontakte zur Résistance in Frankreich aufzunehmen oder gar am Widerstand teilzunehmen. Der Obermaat Hans Heisel, der 1940–1944 in dem in Paris ansässigen Marinegruppenkommando West (MGK West) tätig war, bahnte 1941 erste Kontakte zur französischen Résistance an. Der Anlass waren Berichte von einem linken Sozialdemokraten, dessen Bruder von der Gestapo schwer misshandelt worden war und der Kontakt zur Widerstandskämpferin Thea Saefkow.[12] 1943 trat Heisel der illegalen PCF bei und nahm aktiv an Aktionen der Résistance teil.[13][14]

Ein weiterer Militärangehöriger der Nachrichtenabteilung des MGK West, der Obergefreite Kurt Hälker[15][16] war als aktiver Résistance-Teilnehmer Gründungsmitglied des CALPO. Hans Heisel begann zusammen mit Kurt Hälker auch innerhalb der in Frankreich stationierten deutschen militärischen Einheiten den Widerstand.

Der ebenfalls in Paris stationierte Marine-Stabsgefreite Arthur Eberhard[17] nahm nach seiner Fahnenflucht von der Wehrmacht am Kampf der französischen Résistance teil.

Das Beispiel des Soldaten Horst Behrendt zeigt, wie „doppelt gefährlich“ allein die Kontaktaufnahme zum Widerstand war. Als Nachrichtensoldat der 371. Infanterie-Division erhielt er einen Befehl, für die sich in den Wäldern der Bretagne neu aufzustellenden Reste der sogenannten Stalingradarmee nach Paris zu fahren, um dort mehrere Kanonen abzuholen. Er sah darin seine Chance, erstmals Kontakt zum Maquis aufzunehmen. Er suchte in Paris die Ehefrau eines ihm seit seiner Lehre bei der Steglitzer Firma Fuess bekannten und befreundeten, nach Berlin verschleppten französischen Zwangsarbeiters auf. Doch bereits an der Wohnungstür der Frau schlugen ihm anfänglich aufgrund seiner Uniform Hass und Misstrauen entgegen. Mithilfe seiner Sprachkenntnisse und der detaillierten Informationen über ihren Ehemann aus Berlin schwanden letztlich die Zweifel der Ehefrau und Horst Behrendt erhielt von mehreren herbeigerufenen Maquis-Angehörigen eine Adresse einer weiteren Widerstandsgruppe in Tours. Doch der Versuch dorthin zu gelangen, endete bereits in Le Mans mit seiner Verhaftung durch die deutsche Feldgendarmerie. Durch glückliche Umstände und Fürsprachen hatte er als Strafe „nur“ einen mehrtägigen Arrest zu verbüßen. Bei seinem folgenden Einsatz an der Front in der Ukraine gelang es ihm, beim NKFD mitzuarbeiten.[18]

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Teil 2

Beitrag  checker am Sa Okt 04, 2014 2:40 am

Nach dem Krieg

Nach dem Krieg galt es vielen Franzosen als tabu, über die Kollaboration von Franzosen mit Deutschen während der Besatzungszeit zu sprechen, unter anderem über die Kinder, die aus sexuellen Beziehungen zwischen Besatzern und Französinnen entstanden waren. Die Résistance wurde heroisiert. Die Französische Post gab zwischen 1957 und 1961 eine Briefmarkenserie von 22 Marken mit dem Motto 'Héros de la résistance' heraus. Jede Marke porträtierte einen Widerständler (19 Männer, 3 Frauen); 21 von ihnen bezahlten den Widerstand mit ihrem Leben. Auf allen Marken standen die Lebensdaten (z. B. 'Louis Martin-Bret (1898-1944)' oder 'Gaston Moutardier (1889-1944)'). [19]

Zur wissenschaftlichen Darstellung der Résistance siehe Peter Lieb, 2007[20].

2014 kündigte Frankreichs Staatspräsident François Hollande an, dass die sterblichen Überreste von vier Frauen und Männern aus dem Widerstand, Germaine Tillion, Pierre Brossolette, Geneviève de Gaulle-Anthonioz und Jean Zay am 27. Mai 2015 ins Panthéon umgebettet werden sollen, das ist die höchste posthume Auszeichnung des Staates. Der 27. Mai ist der Nationale Tag der Résistance.
Siehe auch

Frauen in der Résistance
Geschichte der Résistance im Artikel über Jean Moulin
Forces Françaises Libres, auch FFL oder France libre, Geschichte der Résistance im historischen Kontext
Widerstand gegen den Nationalsozialismus
Vichy-Regime (die Literatur zu beiden Themen überschneidet sich)
Nationalkomitee Freies Deutschland im Westen (CALPO - Comité Allemagne libre pour l'Ouest), Partner der Résistance
Max Windmüller
Jean-Paul Sartre
Romain Gary, Kampfflieger der Forces Françaises Libres
Edmond Michelet
Henri Honoré d’Estienne d’Orves
Armand Gatti, Résistant in der Corrèze, zeitweise Zwangsarbeiter im KZ Neuengamme, Nebenlager Lindemann Veddel, Arbeit an und unter der Ostsee, nach Flucht Fallschirmspringer der RAF im Auftrag der Forces Françaises Libres
Kurt Hälker und Hans Heisel gehörten zu einer Widerstandsgruppe der CALPO („Bewegung Freies Deutschland im Westen“) in der Wehrmacht (Kriegsmarine) und kämpften bei der Befreiung von Paris 1944
Musée de la Résistance et de la Déportation, an mehreren Orten in Frankreich
Le Chambon-sur-Lignon, Rettung von Juden durch Unterkunft, durch Fluchthilfe oder Verstecken
Witte Brigade, belgische Widerstandsgruppe mit Basis in Antwerpen


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