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Gerd Scherm

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Gerd Scherm

Beitrag  Andy am Di Okt 07, 2014 7:35 pm

Gerd Scherm (* 1950 in Fürth) ist ein deutscher Schriftsteller und bildender Künstler. Das Werk von Gerd Scherm umfasst nahezu alle literarischen Gattungen - Lyrik, Romane, Drama, Essays und Erzählungen.

Leben

In den 70er Jahren gab er gemeinsam mit Godehard Schramm die Literaturzeitschrift UmDruck heraus. Er war Mitarbeiter von Eugen Gomringer, dem Begründer der Konkreten Poesie und arbeitete für Umwelt-Kunst-Projekte als Assistent des ZERO-Künstlers Otto Piene. Danach organisierte er die Selber Literaturtage und die Rosenthal Künstlertage in Darmstadt. Zusammen mit seiner Frau Friederike Gollwitzer führte er die Ateliergalerie Kulturgut - Raum für Kunst, die inzwischen Kulturevents organisiert. Scherm war an der Freien Universität Berlin und an der Universität Sankt Gallen Gastdozent für Kultur- und Religionssoziologie.

Sein bekanntestes Werk ist der Roman Der Nomadengott (2003). Der satirische Roman spielt im alten Ägypten und setzt sich auf amüsante und tiefgründige Weise mit der ägyptischen Götterwelt und der alttestamentlichen Religion auseinander. Auf der Leipziger Buchmesse wurde Scherm 2004 für diesen Roman mit dem Books on Demand Autoren Award ausgezeichnet.

Für sein Gesamtwerk erhielt er 2006 den Friedrich-Baur-Preis für Literatur der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, der mit 10.000 Euro dotiert ist. 2012 wurde sein dokumentarischer Episoden-Roman Die dunkle Mühle oder Die Saga der Familie Gollwitzer in die Edition von Vito von Eichborn als Buch des Monats März aufgenommen.

Gerd Scherm lebt in Binzwangen bei Colmberg in einem Fachwerkhof aus dem 17. Jahrhundert. Scherm ist bekennender Freimaurer und Mitglied in der Loge Zu den drei Türmen Rothenburg-Dinkelsbühl.
Literarische Werke

Romane: "Der Nomadengott" (2003); "Schamanenkind" (2004); "Die Irrfahrer" (2007); "Die Weltenbaumler" (2008); "Die dunkle Mühle. Eine Gollwitzer-Saga" (2011)
Experimentelle Texte: "112 Überlegungen in verschiedenen Räumen" (1970); "Spiegeleien" (1971); "conception music to be" mit Günter Guben (1973); "WortRäume" (1987)
Erzählungen: "Die Karpfenburg" (1997); "Hoffen kostet nichts" (2002); "Der Turm der geschwätzigen Vögel" (2010); "Mantakors Reise" (2012); "Man nennt mich Retti-Palais" (2014)
Satiren: "Das Brevier der allerletzten Wahrheiten" (2005)
Lyrik: "Auf der anderen Seite der Nacht" (1987); "Die poetische Kabbala" (1992); "Zwischen den Zeiten" (1994); "Schamanenreise" (1995); "Vision Quest" (1995); "Der Sohn der Witwe" (1996); "Astarte und Venus" (1996); "Der Weg zum Licht" (1997); "Schrödingers Katze" (1997); "Wolfram"" (1997); "Le Roi Bérenger" (1998); "Der andere Ort" (2000); "Ich, Medea" (2002); "Die Kreise der Hexe Antra" (2002); "Erdwächter" (2005); "Kraftzeichen" (2007); "Der Sohn der Witwe / The Widow’s Son" (2007); "Inmitten der Brombeerhecke" (2008)
Drama: "Der Clan" (Uraufführung April 1972 Studio Bühne Fürth); "Alexander der letzte Markgraf" (Uraufführung 19. März 2010 Theater Ansbach); "Adam und Eva nach dem Paradies"; "Das Bildnis des Wilden Markgrafen" (Uraufführung 6. Oktober 2012 Theater Ansbach); "Der schändliche Skandal Heine-Platen"; "Der Lehrer, der Student und die Soldaten oder Das gestohlene Leben"
Libretto: "Das Labyrinth. Der Zauberflöte zweyter Theil" (2012) (Komposition Franck Adrian Holzkamp); Oratorium "Der Heilige Benedikt"
Sachbücher: Die Vielfalt in der Einheit. Positionen einer freimaurerischen Ästhetik (2002)

Auszeichnungen

1972 Kulturförderpreis der Stadt Fürth
1974 Stipendium des Auswärtigen Amtes: Aufenthalt in Italien
1977 Rosenthal Grenzland-Lyrik-Preis
1991 Essaypreis der Fürther Freimaurerloge
1995 Wolfram-von-Eschenbach-Förderpreis
1995 Stipendium des Auswärtigen Amtes: Aufenthalt in Schottland
1998 Ehrensenator des Deutschen Freimaurer Museums Bayreuth
1998 Matthias-Claudius-Medaille, Berlin
2001 Paulskirchen-Medaille
2004 Books on Demand Autoren Award für "Der Nomadengott"
2006 Friedrich-Baur-Preis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste
2007 Turmschreiber auf Burg Abenberg
2010 Förderung des Dramas „Alexander der letzte Markgraf“ durch das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst mit 20.000 Euro
2013 Künstler des Monats (Juni) der Metropolregion Nürnberg


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