Suchen
 
 

Ergebnisse in:
 


Rechercher Fortgeschrittene Suche

Neueste Themen
» Arko: Die Wahlstedter Traditionsmarke wird 70
So Feb 18, 2018 11:01 pm von checker

» Vorhang/Gardinen nähen
Fr Feb 16, 2018 1:09 am von Andy

» Nähen für Einsteiger
Fr Feb 16, 2018 1:01 am von Andy

» T-Shirt Nähanleitung - Für Anfänger
Fr Feb 16, 2018 12:54 am von Andy

» Jersey nähen mit der normalen Nähmaschine
Fr Feb 16, 2018 12:53 am von Andy

» Hose kürzen in 10 Minuten
Fr Feb 16, 2018 12:48 am von Andy

» Jeans in die Tallie enger nähen
Fr Feb 16, 2018 12:46 am von Andy

» Jeans Hose mit einem Keil erweitern
Fr Feb 16, 2018 12:44 am von Andy

» Schnittmuster & Co.
Fr Feb 16, 2018 12:26 am von Andy

Navigation
 Portal
 Index
 Mitglieder
 Profil
 FAQ
 Suchen
Partner
free forum
Februar 2018
MoDiMiDoFrSaSo
   1234
567891011
12131415161718
19202122232425
262728    

Kalender Kalender


Die Pfründe

Nach unten

Die Pfründe

Beitrag  checker am Do Okt 16, 2014 4:45 am

Die Pfründe (von mittellateinisch praebenda für „Unterhalt“ abgeleitet), Plural Pfründen, auch Präbende, historisch auch Pfrund (in der Schweiz) oder Pröven (in Norddeutschland) genannt, bezeichnet ursprünglich eine Schenkung, dann das Einkommen aus einem weltlichen oder kirchlichen Amt, insbesondere die durch eine natürliche oder juristische Person gewährte Verköstigung oder Unterhaltszahlung. Übertragen wird der Begriff auch für das Amt selbst mit einem selbständigen Einkommen für den Amtsinhaber oder für eine Abgabe zur Finanzierung dieses Amtes gebraucht. Dieses System der indirekten Finanzierung eines Amtes war im frühen und hohen Mittelalter, vor der allgemeinen Durchsetzung der Geldwirtschaft, die einzig sinnvolle Möglichkeit der unabhängigen und langfristigen Finanzierung solcher Stellen. Pfründer nannte man auch Pensionäre in Spitälern, die sich durch Einbringen eines Legats eine dauernde Unterkunft und Pflege gesichert hatten.

Schon im Mittelalter wandten sich Päpste und Konzilien gegen die Vereinigung mehrerer Pfründen auf eine Person („Pfründenkumulation“), wobei die fehlende persönliche Verrichtung der Amtspflichten (siehe auch Residenzpflicht) der Annahme mehrerer Einkünfte gleichzeitig gegenüberstand. Daher wurden die Pfründen nach und nach zugunsten einer direkten Besoldung der Amtsträger eingezogen.

Eine Pfründe ist heute in Deutschland häufig eine rechtsfähige Stiftung, die aber zum kirchlichen Vermögen gehört und in der Regel durch kirchliche Organe rechtlich vertreten wird (z. B. Ordinariat, Kirchenvorstand). Den rechtlichen Charakter einer Pfründe haben auch die vielerorts noch vorhandenen Küsterschulstiftungen und Kirchschullehne, etwa in Sachsen. Pfründen gibt es also auch heute noch in evangelischen Landeskirchen. Ob Pfründen Stiftungen kirchlichen, öffentlichen oder privaten Rechts sind, hängt von ihrer Entstehungszeit und dem örtlich geltenden (Landes-) Recht ab.

Auch ein für Träger öffentlicher Ämter oft zu günstigen Bedingungen durch Einkauf oder eine Stiftung gesicherter Unterhalt in einem Kloster, Heim oder Krankenhaus kann als Pfründe bezeichnet werden. Personen, die diese Leistungen in Anspruch nehmen, werden Pfründner genannt.

In der heutigen Umgangssprache taucht der Begriff, meist irrtümlich als Plural verstanden, fast nur noch negativ konnotiert auf, wenn eine „fette Pfründe“ ein Amt bezeichnen soll, das wesentlich mehr einbringt als Leistung dafür zu erbringen ist.

Siehe auch

Pfrundhaus

quelle - literatur & einzelnachweise
avatar
checker
Moderator
Moderator

Anzahl der Beiträge : 32651
Anmeldedatum : 03.04.11
Ort : Braunschweig

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Nach oben


 
Befugnisse in diesem Forum
Sie können in diesem Forum nicht antworten