Suchen
 
 

Ergebnisse in:
 


Rechercher Fortgeschrittene Suche

Die neuesten Themen
» Hans Seidel Stiftung - Banziana 2017
Sa Jun 17, 2017 11:20 pm von Andy

» Volkspolizist Fritz Fehrmann oder Tod unter dem Fallbeil
Sa Jun 17, 2017 10:54 pm von Andy

» Der Deutsche Einzelhandelstag
Sa Jun 17, 2017 10:32 pm von Andy

» Stern Combo Meissen
Sa Jun 17, 2017 10:13 pm von Andy

» Die Kulturanthropologie
Sa Mai 27, 2017 10:48 pm von checker

» Adolf Grimme
Sa Mai 27, 2017 10:39 pm von checker

» Die Anthropologie
Sa Mai 27, 2017 10:31 pm von checker

» Das 14-Punkte-Programm
Sa Mai 27, 2017 10:22 pm von checker

» Der Londoner Vertrag 1915
Sa Mai 27, 2017 10:05 pm von checker

Navigation
 Portal
 Index
 Mitglieder
 Profil
 FAQ
 Suchen
Partner
free forum
Juni 2017
MoDiMiDoFrSaSo
   1234
567891011
12131415161718
19202122232425
2627282930  

Kalender Kalender


Josef Bick

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten

Josef Bick

Beitrag  Andy am Fr Okt 17, 2014 7:44 pm

Josef Bick (* 22. Mai 1880 auf Burg Wildeck bei Abstatt; † 5. April 1952 in Wien) war ein deutscher Philologe, Generaldirektor der Österreichischen Nationalbibliothek und Häftling im KZ Dachau.

Leben

Josef Bick wurde 1880 als Sohn eines Försters auf Burg Wildeck in der Nähe von Heilbronn geboren. Bick studierte klassische Philologie an der deutschen Karls-Universität Prag. Dort wurde er Mitglied der katholischen Studentenverbindung K.D.St.V. Ferdinandea Prag (zu Heidelberg)[1] im CV, später noch mehrerer anderer CV-Verbindungen. Er war dort auch an der Gründung der K.D.St.V. Vandalia Prag (zu München) beteiligt. Sein Studium schloss er mit Promotion zum Dr. phil. ab. 1907 erwarb er die österreichische Staatsbürgerschaft. Er zog nach Wien und arbeitete an der Wiener Hofbibliothek. Er habilitierte sich an der Universität Wien und wurde dort 1914 außerordentlicher Professor für klassische Philologie.

1918 wurde er zum Stellvertreter des damaligen Direktors der Hofbibliothek, Josef Donabaum, ernannt. Am 3. Dezember 1921 wurde Josef Bick in die Loge „Fortschritt“ der Großloge von Wien aufgenommen [2]. Im Jahre 1923 wurde er Leiter der umfirmierten, neuen Österreichischen Nationalbibliothek (früher: Wiener Hofbibliothek). Bick überführte die ehemalige Hofbibliothek in eine wissenschaftliche Gebrauchsbibliothek um. Zudem ordnete er sie in den internationalen Leihverkehr ein und reorganisierte als Generalinspektor das gesamte österreichische Bibliothekswesen. 1934 wurde er zudem verantwortlicher Direktor der staatlichen Sammlung Albertina in Wien.

1931 wurde an Bick das Große Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich verliehen, außerdem wurde er zum Mitglied der Österreichische Akademie der Wissenschaften in Wien ernannt. Auch zahlreiche deutsche Ehrungen wurden ihm zuteil.

Wenige Tage nach der Besetzung Österreichs am 16. März 1938 durch Hitler-Deutschland wurde Josef Bick von der Gestapo vom Schreibtisch weg inhaftiert. Zunächst wurde er ins Gestapo-Gefängnis in Wien gesteckt, kurze Zeit später verbrachte man ihn zunächst in das KZ Dachau und dann ins KZ Sachsenhausen. Josef Bick wurde wochenlang ohne Angabe von Gründen und ohne Verhör in Einzelhaft eingekerkert. Nachdem es zu einem Verhör kam, wurde ihm vorgeworfen, Handschriften aus der Nationalbibliothek in Wien Papst Pius XII. geschenkt zu haben. Am 28. August wurde er überraschend wieder auf freien Fuß gesetzt. Bick wurde ohne Pension aus dem Staatsdienst entlassen, der Nazi-Getreue Paul Heigl nahm seinen Posten ein. Bick musste seinen Wohnort Wien verlassen und sich in Piesting in Niederösterreich einen Wohnsitz suchen. Diesen neuen Wohnsitz durfte er ohne Erlaubnis der Gestapo nicht verlassen, ebenso wenig war ihm gestattet, Besuche zu machen oder zu empfangen.

Nach Beendigung des Zweiten Weltkrieges wurde Josef Bick am 30. Juni 1945 wieder in seine frühere Stellung als Generaldirektor der Österreichischen Nationalbibliothek eingesetzt.

Der ehemalige Dachau-Häftling Josef Bick wurde 1947 auf Geheiß des Bundesministers für Unterricht, Felix Hurdes, zum Vorsitzenden der Österreichischen Zentralkommission zur Bekämpfung der NS-Literatur berufen.

1949 trat Josef Bick in den Ruhestand. Er verstarb 1952 in einer Wiener Klinik[3] an den Folgen eines Herzleidens und Schlaganfalls.

In Österreich erinnern unter anderem die Verleihung der Dr.-Josef-Bick-Ehrenmedaille der Vereinigung Österreichischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare (VÖB) sowie, seit 1952, die Bickgasse in Wien-Liesing an Hofrat Prof. Dr. Josef Bick.

Quelle - Literatur & Einzelnachweise
avatar
Andy
Admin

Anzahl der Beiträge : 22243
Anmeldedatum : 03.04.11

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben

- Ähnliche Themen

 
Befugnisse in diesem Forum
Sie können in diesem Forum nicht antworten