Suchen
 
 

Ergebnisse in:
 


Rechercher Fortgeschrittene Suche

Die neuesten Themen
» R.I.P. Sigi
Do Aug 17, 2017 9:18 pm von Andy

» "Dunkirk", auch eine belgische Kriegsgesichte
So Jul 30, 2017 8:54 pm von checker

» Vor 100 Jahren: Die Schlacht von Passendale
So Jul 30, 2017 8:42 pm von checker

» Wars der Geyer oder war er es nicht?
Mi Jul 26, 2017 9:32 pm von Andy

» Unterstützte VW-Konzern Militärdiktatur in Brasilien?
Mi Jul 26, 2017 9:12 pm von Andy

» R.I.P. M. Rother
Mi Jul 26, 2017 8:08 pm von Andy

» "Asterix bei den Belgiern"
Mi Jul 26, 2017 7:17 pm von Andy

» Der "Mud Soldier"
Mi Jul 26, 2017 7:13 pm von Andy

» Die drei heilige Frauen
Sa Jul 22, 2017 11:51 pm von checker

Navigation
 Portal
 Index
 Mitglieder
 Profil
 FAQ
 Suchen
Partner
free forum
August 2017
MoDiMiDoFrSaSo
 123456
78910111213
14151617181920
21222324252627
28293031   

Kalender Kalender


Friedrich Gernsheim

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten

Friedrich Gernsheim

Beitrag  Andy am Mo Okt 27, 2014 9:14 pm

Friedrich Gernsheim (* 17. Juli 1839 in Worms; † 10. September 1916 in Berlin) war ein deutscher Pianist, Dirigent, Komponist und Musikpädagoge der Spätromantik.



Leben

Friedrich Gernsheim entstammte als Sohn eines Arztes einer angesehenen jüdischen Familie in Worms, deren Mitglieder über einige Jahrhunderte dort nachweisbar sind. Erste musikalische Unterweisung erfuhr er in Worms durch seine Mutter, die Pianistin war. Später erhielt er Unterricht bei dem Spohr-Schüler Louis Liebe. Wegen der Unruhen im Revolutionsjahr 1848 übersiedelte er nach Mainz, wo er Klavierunterricht von Ernst Pauer erhielt.

1849 ließ sich Gernsheim in Frankfurt am Main nieder und erhielt dort geregelten und systematischen Unterricht in Klavier und Violine. Mit elf Jahren debütierte er dort erstmals öffentlich als Pianist und Geiger sowie als Komponist einer Konzert-Ouvertüre. Ab 1852 studierte Gernsheim in Leipzig bei Ignaz Moscheles und Ferdinand David. Von 1855 bis 1860 hielt er sich in Paris auf, wo er Bekanntschaft mit Édouard Lalo und Camille Saint-Saëns machte. Seine erste Anstellung fand er in Saarbrücken als Musikdirektor.

Ab 1865 war er Lehrer am Konservatorium in Köln und Leiter des städtischen Gesangvereins und der Musikgesellschaft. Zudem hatte er die Stelle des Kapellmeisters am Stadttheater inne. Einer seiner Schüler war Engelbert Humperdinck. Im Jahr 1874 erfolgte die Berufung nach Rotterdam als Direktor der „Gesellschaft zur Beförderung der Tonkunst“ (Maatschappij tot Bevordering der Toonkunst). Mit Brahms verband ihn eine enge Freundschaft. Eine Berufung ans Stern’sche Konservatorium in Berlin erhielt Gernsheim im Jahr 1890. Im Oktober 1910 wurde sein Vortrag dreier eigener Kompositionen für Welte-Mignon aufgenommen.

Gernsheim heiratete am 1. Mai 1877 in Worms Helene Herrnsheim (* 1851 in Karlsruhe; † 26. Oktober 1927 in Berlin); das Paar hatte zwei Töchter. Nachfahren leben heute im Ausland.

Er war Mitglied der Akademie der Künste. Die Stadt Dortmund ehrte den 75-jährigen Komponisten im Jahr 1914 mit einem zwei Tage andauernden „Gernsheimfest“, bei dem er als Dirigent und Pianist zu erleben war.

1872 wurde Gernsheim Freimaurer in der Loge Zum wiedererbauten Tempel der Bruderliebe in Worms, 1897 dann in der Berliner Loge Friedrich zur Gerechtigkeit.[1]

Seine Grabstätte befindet sich auf dem Jüdischen Friedhof Weißensee in Berlin.

In der Zeit des Nationalsozialismus wurde Gernsheims Musik nicht gespielt, in Herbert Gerigks und Theophil Stengels Lexikon der Juden in der Musik erschien sein Name in der ersten Auflage 1940.[2]
Werke (Auswahl)

Gernsheim schrieb vier Sinfonien sowie kammermusikalische Werke.

Sinfonie Nr. 1, g-Moll, op. 32
Sinfonie Nr. 2, Es-Dur, op. 46
Sinfonie Nr. 3, c-Moll, op. 54
Sinfonie Nr. 4, B-Dur, op. 62

Waldmeisters Brautfahrt, Ouvertüre op. 13
Zu einem Drama, op. 82
In Memoriam, op. 91

Violinkonzert Nr. 1, op. 42
Violinkonzert Nr. 2, op. 86
Cellokonzert e-Moll, op. 78
Klavierkonzert c-Moll, op. 16
Divertimento für Flöte, zwei Violinen, Viola, Violoncello und Kontrabass (oder Flöte und Streichorchester) in E-Dur, op. 53
Cellosonate Nr. 1 d-Moll op. 12 (1868)
Cellosonate Nr. 2 e-Moll op. 87 (1914)

Streichquartett Nr. 1, op. 25
Streichquartett Nr. 2, op. 31
Streichquartett Nr. 3, op. 51
Streichquartett Nr. 4, op. 66
Streichquartett Nr. 5, op. 83
Streichquintett Nr. 1, op. 9
Streichquintett Nr. 2, op. 89
Klaviertrio Nr. 1, op. 28
Klaviertrio Nr. 2, op. 37
Klavierquartett Nr. 1, op. 6
Klavierquartett Nr. 2, op. 20
Klavierquartett Nr. 3, op. 47 nr. 3
Klavierquintett Nr. 1, op. 35
Klavierquintett Nr. 2, op. 63


quelle - literatur & Einzelnachweise
avatar
Andy
Admin

Anzahl der Beiträge : 22271
Anmeldedatum : 03.04.11

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben

- Ähnliche Themen

 
Befugnisse in diesem Forum
Sie können in diesem Forum nicht antworten