Ähnliche Themen
    Suchen
     
     

    Ergebnisse in:
     


    Rechercher Fortgeschrittene Suche

    Neueste Themen
    » Arko: Die Wahlstedter Traditionsmarke wird 70
    Gestern um 11:01 pm von checker

    » Vorhang/Gardinen nähen
    Fr Feb 16, 2018 1:09 am von Andy

    » Nähen für Einsteiger
    Fr Feb 16, 2018 1:01 am von Andy

    » T-Shirt Nähanleitung - Für Anfänger
    Fr Feb 16, 2018 12:54 am von Andy

    » Jersey nähen mit der normalen Nähmaschine
    Fr Feb 16, 2018 12:53 am von Andy

    » Hose kürzen in 10 Minuten
    Fr Feb 16, 2018 12:48 am von Andy

    » Jeans in die Tallie enger nähen
    Fr Feb 16, 2018 12:46 am von Andy

    » Jeans Hose mit einem Keil erweitern
    Fr Feb 16, 2018 12:44 am von Andy

    » Schnittmuster & Co.
    Fr Feb 16, 2018 12:26 am von Andy

    Navigation
     Portal
     Index
     Mitglieder
     Profil
     FAQ
     Suchen
    Partner
    free forum
    Februar 2018
    MoDiMiDoFrSaSo
       1234
    567891011
    12131415161718
    19202122232425
    262728    

    Kalender Kalender


    Alfred Johann Levy

    Nach unten

    Alfred Johann Levy

    Beitrag  Andy am Di Nov 04, 2014 8:31 pm

    Alfred Johann Levy (* 13. Juli 1901 in Hamburg; † 13. Mai 1987 ebenda) war ein deutscher Politiker der FDP.

    Leben und Beruf

    Levy, der evangelisch-lutherischen Glaubens war, absolvierte nach der Realschule eine Lehre als Rundfunkmechaniker und bildete sich anschließend im Elektrofach fort. 1924 erwarb er sowohl den Titel eines Elektroingenieurs als auch den Meistertitel des Rundfunkmechanikerhandwerks und eröffnete in Barmbek-Nord ein Elektrofachgeschäft, das noch heute unter seinem Namen als Elektrowerkstatt besteht.

    Obwohl Levy, wegen seiner jüdischen Vorfahren, von den Nationalsozialisten als „Vierteljude“ selbst bedrängt wurde, engagierte er sich zugunsten verfolgter Mitbürger. Gemeinsam mit dem jungen Barmbeker Pastor Gustav Wendt, der von der evangelisch-lutherischen Kirche extra zu diesem Zweck eingestellt worden war (formal musste er sich zur Tarnung "Friedhofspastor" nennen), kümmerte er sich um die getauften Juden und versuchte, sie vor Verfolgung zu schützen.

    Außerdem gehörte Levy zur „Gruppe Q“, einer Gruppe ehemaliger Mitglieder der DDP, die sich als Kabarettgruppe tarnte und sich im Lokal "Bronzekeller" in der Neustadt traf, um einerseits den Kontakt untereinander und zu anderen illegalen Gruppen (Freimaurer, Sozialdemokraten, Kommunisten) aufrechtzuerhalten und andererseits auch bedrängten Gesinnungsfreunden durch Kontakte zu Liberalen in anderen Städten einen Ortswechsel zu ermöglichen und damit dem Zugriff der lokalen Gestapo zu entziehen. Obwohl das Lokal 1943 von der Gestapo geschlossen wurde, engagierte sich Levy weiter in der Gruppe Freies Hamburg, der von Friedrich Ablass geleiteten und aus der Gruppe Q hervorgegangenen Widerstandsgruppe. Levy war Freimaurer.[1]
    Partei

    Levy trat 1919 der DDP bei, wo er zum linken Parteiflügel gehörte. 1927 wurde er Kreisvorsitzender in Barmbek. Im Sommer 1930 trat er wegen der Vorbereitungen zur Gründung der Deutschen Staatspartei aus der DDP aus.

    1945 beteiligte er sich an der Gründung der „Partei Freier Demokraten“, die aus dem Bund Freies Hamburg hervorgegangen war und später der Hamburger Landesverband der FDP wurde. Er wurde sofort zum Vorsitzenden des Kreisverbandes Barmbek/Dulsberg gewählt und behielt dieses Amt bis 1975. Er war 1949 ein strikter Gegner des Wahlbündnisses mit den Konservativen im VBH und kündigte auf dem Landesparteitag am 31. Oktober 1949 deswegen seinem langjährigen politischen Weggefährten Willy Max Rademacher die Duzfreundschaft auf.[2] Ab Ende 1949 beteiligte Levy sich innerhalb der Hamburger FDP am Demokratischen Zirkel, in der sich der linke Flügel der Landespartei zusammenfand.[3]

    Mit seinen insgesamt 32 Jahren als Kreisvorsitzender von DDP und FDP in Barmbek ist er bis heute der liberale Politiker in Hamburg mit der längsten Amtszeit als Kreisvorsitzender. Für seine Verdienste wählte ihn der Landesparteitag der Hamburger FDP am 12. Januar 1980 zum Ehrenmitglied.
    Abgeordneter

    Levy gehörte von 1949 bis 1953 der Bezirksversammlung Hamburg-Nord an. Anschließend war er bis 1966 Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft. Von 1947 bis 1974 war er außerdem Deputierter der Hamburger Baubehörde.
    Ehrungen

    Levy wurde 1972 durch den Hamburger Senat die "Medaille für treue Arbeit im Dienste des Volkes" verliehen. Er war außerdem Träger des Ehrentitels "Ehrenmeister des Hamburger Handwerks", den die Handwerkskammer Hamburger verleiht und der erst nach dem Tode des bisherigen Trägers neu vergeben wird, so dass es stets nur einen "Ehrenmeister" gibt. Am 23. Juni 2010 wurde nach Levy die neuangelegte Alfred-Johann-Levy-Straße in Barmbek-Nord benannt.[4]

    Quelle - literatur & Einzelnachweise
    avatar
    Andy
    Admin

    Anzahl der Beiträge : 22505
    Anmeldedatum : 03.04.11

    Benutzerprofil anzeigen

    Nach oben Nach unten

    Nach oben

    - Ähnliche Themen

     
    Befugnisse in diesem Forum
    Sie können in diesem Forum nicht antworten