Suchen
 
 

Ergebnisse in:
 


Rechercher Fortgeschrittene Suche

Die neuesten Themen
» Das Todesgedicht
Gestern um 9:44 am von Andy

» R.I.P. Bertl
Gestern um 8:51 am von checker

» ** Die Bode **
Di Mai 16, 2017 2:41 am von Andy

» Kronland und die Kronländer
Di Mai 16, 2017 1:56 am von Andy

» Die Akıncı - Renner und Brenner
Di Mai 16, 2017 1:32 am von Andy

» Iacobeni oder der Schenker Stuhl bzw. Jakobsdorf
Di Mai 16, 2017 1:18 am von Andy

» Iacobeni oder der Schenker Stuhl bzw. Jakobsdorf
Di Mai 16, 2017 1:18 am von Andy

» MEL BROOKS - THE HITLER RAP (To Be Or Not To Be) 1984 (Audio Enhanced)
Di Mai 16, 2017 12:51 am von Andy

» Verbotene Zone: Diese 13 Orte wirst du nie betreten
Di Mai 16, 2017 12:41 am von Andy

Navigation
 Portal
 Index
 Mitglieder
 Profil
 FAQ
 Suchen
Partner
free forum
Mai 2017
MoDiMiDoFrSaSo
1234567
891011121314
15161718192021
22232425262728
293031    

Kalender Kalender


Ottomar von Mayenburg

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten

Ottomar von Mayenburg

Beitrag  Andy am Do Nov 06, 2014 12:04 am

Ottomar Heinsius von Mayenburg (* 5. Dezember 1865 in Schönheide; † 24. Juli 1932 auf Gut Roseneck am Wörthersee) war ein deutscher Apotheker und der Erfinder der Chlorodont-Zahnpasta.

Leben

Ottomar Heinsius von Mayenburg war der Sohn eines höheren Beamten sowie der Bruder des späteren Architekten Georg Heinsius von Mayenburg. Er studierte Pharmazie und Botanik an der Universität Leipzig und legte dort das Staatsexamen ab. Nach dem Studium ging von Mayenburg nach Dresden und arbeitete in der Hofapotheke. Er promovierte im Jahre 1901 an der Philosophischen Fakultät in Leipzig zum Doktor der Philosophie (Dr. phil.). Später übernahm er die Löwenapotheke am Altmarkt.
Entwicklung und Verkauf der Zahnpasta

Im Mai 1907 begann er auf dem Dachboden dieser Apotheke am Dresdner Altmarkt mit der Herstellung der von ihm entwickelten Chlorodont-Zahnpasta, indem er Zahnpulver, Mundwasser und ätherische Öle mischte. Von Mayenburg füllte seine Zahnpasta in Tuben ab und trat damit in Konkurrenz zu den damals führenden Tubenzahncremes Kalodont von Carl Sarg oder Pebeco von Beiersdorf, die er durch geschicktes Marketing bald überflügelte.

Aus dieser Idee entwickelte von Mayenburg ein Unternehmen, das 1917 bereits 60 Laboranten beschäftigte. Die Chlorodont-Zahnpasta trat ihren Siegeszug an, unterstützt durch für damalige Verhältnisse massive Werbung.

Er gründete die Leo-Werke, welche neben der Chlorodont-Zahnpasta auch die Leo-Pillen herstellten. Es wurden auch die Tuben, die Verschlüsse und die Pappschachteln hergestellt und die Zutaten z. B. der Naturkalkstein im eigenen Kalkabbau und die Pfefferminze in einer eigenen Plantage gewonnen.[1] In den 1920er Jahren hatten die Leo-Werke über 20 Filialen in Deutschland, Europa und Amerika mit insgesamt über 1000 Beschäftigten. Mayenburg kaufte vier Schlösser für sich und seine Kinder, unter anderem das Schloss Eckberg bei Dresden. Für seine Belegschaft zeigte er viel soziales Engagement. So gab es bereits früh einen Werksarzt und eine Kantine. Es gab einen firmeneigenen Sportplatz (auf dem auch eine Damen-Fußballmannschaft spielte) und ein Erholungsheim für Mitarbeiter in Kipsdorf (Ober-Kipsdorf) im Erzgebirge.

Die Chlorodont-Zahnpasta war in der Bundesrepublik bis 1989 erhältlich. Noch in den 1960er Jahren wurde Chlorodont als Markenname in der DDR genutzt. Auch die verkaufsfördernden Vogelbilder waren beliebtes Tauschobjekt für Interessierte.
Einzelnachweise

Mahlke DZW S.18

Multimedia

„Die Zahnpasta des Herrn von Mayenburg“. Ein Film von Götz Goebel (30 Min.) für die SWR-Reihe „Patente & Talente“. Erstsendung am 29. Dezember 2007


Quelle - literatur & Einzelnachweise
avatar
Andy
Admin

Anzahl der Beiträge : 22239
Anmeldedatum : 03.04.11

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben


 
Befugnisse in diesem Forum
Sie können in diesem Forum nicht antworten