Ähnliche Themen
    Suchen
     
     

    Ergebnisse in:
     


    Rechercher Fortgeschrittene Suche

    Die neuesten Themen
    » Hartmut Warkuß
    Heute um 8:56 am von Andy

    » Die Kwami-Affäre
    Heute um 8:51 am von Andy

    » Der Germanenmythos
    Heute um 8:47 am von Andy

    » Der Neopaganismus
    Heute um 8:39 am von Andy

    » Die Deutsche Glaubensbewegung
    Heute um 8:27 am von Andy

    » Ernst Bergmann
    Heute um 8:23 am von Andy

    » Die Ura-Linda-Chronik (auch: Oera Linda Boek oder Himmlers Bibel genannt)
    Heute um 8:14 am von Andy

    » Rechtsextremismus und Esoterik
    Heute um 8:11 am von Andy

    » Die niederdeutsche oder auch plattdeutsche Bewegung
    Heute um 8:02 am von Andy

    Navigation
     Portal
     Index
     Mitglieder
     Profil
     FAQ
     Suchen
    Partner
    free forum
    März 2017
    MoDiMiDoFrSaSo
      12345
    6789101112
    13141516171819
    20212223242526
    2728293031  

    Kalender Kalender


    Edward Vernon Rickenbacker

    Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten

    Edward Vernon Rickenbacker

    Beitrag  Andy am Do Nov 13, 2014 8:26 pm

    Edward Vernon "Eddie" Rickenbacker (* 8. Oktober 1890 in Columbus, Ohio; † 27. Juli 1973 in Zürich) war ein amerikanischer Jagdflieger im Ersten Weltkrieg. Mit 26 Luftsiegen war er der erfolgreichste Jagdflieger der USA.



    Leben vor der Zeit als Kampfflieger

    Edward Rickenbacher (ohne Mittelname) wurde als drittes von acht Kindern einer aus Zeglingen im Baselbiet stammenden Schweizer Einwandererfamilie geboren. Während des ersten Weltkrieges und der anti-deutschen Stimmung beschloss er, seinen Nachnamen auf "Rickenbacker" zu ändern und er legte sich den Zweitnamen "Vernon" zu.

    Nachdem Eddies Vater William im Jahre 1904 bei einem Baustellenunfall ums Leben gekommen war, verließ der Junge die Schule, um seine Familie zu unterstützen. Infolgedessen suchte er sich mehrere technikorientierte Arbeitsfelder, zuletzt als Automechaniker.

    Ab 1910 trat Rickenbacker dann als Test- und später als Rennfahrer an.[1] Nach mehreren Fahrrekorden – er erreichte u.a. einen Höchstgeschwindigkeitsrekord von 214 km/h – entschloss er sich, nach England zu gehen, um an der im Jahr 1917 beginnenden Rennsaison teilzunehmen.

    Nach dem Kriegseintritt der USA meldete er sich beim US-Militär, wo er als Fahrer tätig war. Rickenbacker soll sogar der persönliche Chauffeur des amerikanischen Oberkommandieren General John Pershing gewesen sein.

    Am 26. Juni 1917 kam er in Frankreich an, wo es ihm möglich war, Flugstunden zu nehmen. Auf Grund seines Interesses an der Fliegerei teilte man ihn am 4. März 1918 dem 94. amerikanischen Jagdgeschwader unter dem Kommando von Gervais Raoul Lufbery zu.

    Jagdflieger


    Restaurierte SPAD S.XIII "Eddie" Rickenbacker


    Eddie Rickenbacker vor einer Nieuport 28

    Am 20. April gelang ihm sein erster Abschuss in einer SPAD S.XIII. Rickenbacker war an diesem Tag mit seinem Kameraden James Hall im Himmel über Baussant unterwegs. Als sie die feindliche Maschine erspähten, ging Hall zum Angriff über, worauf der Deutsche abdrehte. Rickenbacker, der dies gesehen hatte, griff seinen Gegner an und schoss ihn kurzerhand ab.

    Wenige Zeit später schoss Rickenbacker eine weitere Feindmaschine der Jagdstaffel 64 ab, und bis Ende Mai konnte er insgesamt 5 Luftsiege für sich verbuchen. Dafür verlieh man ihm den französischen Croix de Guerre.

    Als die Amerikaner zunehmend erfahrene Jagdflieger brauchten, erkrankte Rickenbacker im Sommer an einer Ohrenentzündung und man musste ihn für längere Zeit behandeln. Als er im September wieder einsatzbereit war, wurde er zu einem der gefährlichsten Gegner der deutschen Jagdstaffeln. Auf Grund seiner Erfolge und Fähigkeiten als Führungsperson ernannte man ihn sogar zum Befehlshaber des 94. Jagdgeschwaders.

    Mit seinen insgesamt 26 Abschüssen, darunter 4 Fesselballons, die er bis zum 30. Oktober erzielte, avancierte Rickenbacker zum besten amerikanischen Jagdflieger des Ersten Weltkrieges. Im Jahr 1931 verlieh man ihm nachträglich die Ehrenmedaille. Rickenbacker erhielt die Auszeichnung auf Grund zweier Luftsiege vom 25. September 1918, nachdem er insgesamt 7 Feindmaschinen attackiert hatte.
    Zwischen- und Nachkriegszeit

    1922 heiratete Rickenbacker Adelaide Frost. Das Paar adoptierte zwei Söhne, David und William.

    Nach dem Krieg gründete Rickenbacker eine Automobilfirma, die Rickenbacker Motor Company, die zwar fortschrittliche Wagen hervorbrachte, sich später jedoch als unrentabel erwies. 1927 kaufte er den Indianapolis Motor Speedway, der bis zu seiner 4-jährigen Schließung während des Zweiten Weltkriegs von Rickenbacker betrieben wurde. Nachdem es ihm nicht möglich war, die Rennstrecke zu sanieren, verkaufte er sie im Jahre 1947.

    Ab 1942 besuchte er mehrere militärische Luftübungsplätze im Süden der USA und in England. Im Oktober entsandte man ihn in den Pazifik. Bei einem Flug mit einer Boeing B-17 kam die Maschine vom Kurs ab, und Rickenbacker und seine Mannschaft waren gezwungen notzuwassern. Als ihnen nach 3 Tagen die Nahrung ausging, mussten sie sich von Vögeln und gefangenen Fischen ernähren. Erst nach 24 Tagen, am 13. November, konnten sie auf offener See gerettet werden. Dieses Erlebnis beschrieb später das Crew-Mitglied Lt. James Whittaker in seinem Buch Es war als sängen die Engel. Erlebnisbericht der Notwasserung.

    Bereits 1938 war Rickenbacker Präsident der Eastern Airlines geworden, eine Luftfahrtgesellschaft, die sich nach dem Zweiten Weltkrieg zu einem sehr erfolgreichen Unternehmen entwickelte.

    Als sich die wirtschaftliche Situation von Eastern Airlines in den 50er Jahren verschlechterte, musste Rickenbacker den Posten des Geschäftsführers am 1. Oktober 1959 abtreten. Nachdem er noch einige Zeit in der Führungsebene tätig war, verließ er das Unternehmen am 31. Dezember 1963. 10 Jahre später starb er in Zürich. Ihm zu Ehren wurde die Air-Force-Basis seines Heimatortes in Rickenbacker Air Force Base umbenannt. Rickenbacker war ein Mitglied im Bund der Freimaurer.[2]
    Trivia

    Edward Rickenbacker war ein Vetter von Adolph Rickenbacher, Gründer der Musikinstrumentenfirma Rickenbacker.

    Das Raumschiff "UNN Rickenbacker" im Computer-Spiel System Shock 2 ist nach Edward Rickenbacker benannt.

    Quelle - Literatur & Einzelnachweise
    avatar
    Andy
    Admin

    Anzahl der Beiträge : 21714
    Anmeldedatum : 03.04.11

    Benutzerprofil anzeigen

    Nach oben Nach unten

    Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben

    - Ähnliche Themen

     
    Befugnisse in diesem Forum
    Sie können in diesem Forum nicht antworten