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Max Stromeyer

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Max Stromeyer

Beitrag  Andy am Do Nov 20, 2014 10:12 pm

Max Stromeyer (* 1830; † 1902) war von 1866 bis 1877 Oberbürgermeister der Stadt Konstanz.
Leben

Max Stromeyer, ehemals Stiftungsverwalter, wurde am 11. Oktober 1866 zum Bürgermeister von Konstanz gewählt. Als Liberaler unterstütze er maßgeblich die Reform- und Modernisierungspolitik. In seiner Amtszeit gab es einen Bauboom; es wurde unter anderem die Konstanzer Seestraße und der Hafen gebaut. Es wurden die Eisenbahnlinien Konstanz-Romanshorn (1871) und Konstanz-Winterthur (1875) eröffnet. In seiner Amtszeit wurde Konstanz 1868 Standort der Garnison des 6. Bad. Inf.-Regiments Nr. 114. 1875 eröffnete das Inselhotel in den mittelalterlichen Mauern auf der Dominikanerinsel.[1]

Stromeyer war in seiner Funktion als (katholischer) Bürgermeister Mitglied der katholischen Stiftungskommissionen in Konstanz. Da er seine Funktion nicht im Sinne des Erzbischöflichen Ordinariats in Freiburg erfüllte und dadurch Schulen und Stiftungen, insbesondere der vermögenden Konstanzer Spitalstiftung, der katholischen Trägerschaft entzogen wurden, kam es zu einem öffentlichen Disput von landesweiter Aufmerksamkeit, insbesondere mit dem Bistumsverweser Lothar von Kübel. Hintergrund war die Neuregelung des Stiftungsgesetzes 1870 über die Verwaltung der weltlichen katholischen Stiftungsvermögen. [2] Mit Beschluss vom 14. Februar 1869 des erzbischöflichen Kapitel-Vikariates aus Freiburg wurde er von den „kirchlichen Gemeinschaftsrechten und dem Empfang der heiligen Sakramente“ ausgeschlossen (Kleine Exkommunikation). Ein Strafverfahren seitens der Badischen Staatsbehörde wurde geführt, ein eindeutiges Urteil erging in dem Streit jedoch nicht.[3]

Am 4. April 1877 wurde Otto Winterer vom Bürgerausschuss der Stadt Konstanz als Nachfolger des zurückgetretenen Max Stromeyer zum neuen Oberbürgermeister gewählt.

Stromeyer war Mitbegründer der Konstanzer Freimaurerloge.[4]

Er ist Namensgeber der Max-Stromeyer-Straße in Konstanz.

Quelle - Literatur & Einzelnachweise
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