Ähnliche Themen
    Suchen
     
     

    Ergebnisse in:
     


    Rechercher Fortgeschrittene Suche

    Die neuesten Themen
    » Die Phantasmagorie
    Gestern um 9:55 pm von Andy

    » ** Phantasma **
    Gestern um 9:51 pm von Andy

    » Johannes de Fontana
    Gestern um 9:43 pm von Andy

    » Das Megaskop oder die "Wunderkammer"
    Gestern um 9:11 pm von Andy

    » ** Namtaru **
    Gestern um 9:02 pm von Andy

    » Der Polytheismus
    Gestern um 8:51 pm von Andy

    » Der Egozentrismus
    Gestern um 8:39 pm von Andy

    » Das Naturrecht
    Gestern um 8:33 pm von Andy

    » Das Vernunftrecht
    Gestern um 8:26 pm von Andy

    Navigation
     Portal
     Index
     Mitglieder
     Profil
     FAQ
     Suchen
    Partner
    free forum
    März 2017
    MoDiMiDoFrSaSo
      12345
    6789101112
    13141516171819
    20212223242526
    2728293031  

    Kalender Kalender


    Ludwig Bechstein

    Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten

    Ludwig Bechstein

    Beitrag  Andy am Do Nov 27, 2014 10:26 pm

    Ludwig Bechstein (* 24. November 1801 in Weimar; † 14. Mai 1860 in Meiningen) war ein deutscher Schriftsteller, Bibliothekar, Archivar und Apotheker. Er ist heute vor allem durch die von ihm herausgegebene Sammlung deutscher Volksmärchen bekannt.


    Ludwig Bechstein


    Bechsteins Wohnhaus in Meiningen 1840–1860


    Bechsteinbrunnen in Meiningen.

    Ludwig Bechstein wurde als unehelicher Sohn der Johanna Carolina Dorothea Bechstein und eines französischen Emigranten unter dem Namen Louis Dupontreau geboren. 1810 adoptierte ihn sein Onkel Johann Matthäus Bechstein. Seither trug er den Namen Ludwig Bechstein. Sein Onkel ermöglichte ihm den Besuch des Gymnasiums in Meiningen und von 1818 bis 1821 eine Apothekerlehre in Arnstadt, wo er dann bis 1824 als Gehilfe tätig war. Schon 1823 legte er als C. Bechstein die Thüringischen Volksmärchen vor. Anschließend war er bis 1826 als Apothekergehilfe in Meiningen und bis 1828 als Provisor an der Schwan-Apotheke in Salzungen tätig. Jedoch befriedigte ihn diese Tätigkeit beruflich nicht. Später gewährte ihm Herzog Bernhard II. von Sachsen-Meiningen ein Stipendium zum Studium der Philosophie, Geschichte und Literatur, das Bechstein 1829 in Leipzig begann und 1830 in München fortsetzte. In Leipzig schloss er sich der Burschenschaft an. Im Jahr 1831 wurde er zum herzoglichen Kabinettsbibliothekar in Meiningen und 1833 zum Leiter der Herzoglichen öffentlichen Bibliothek ernannt. Er gründete 1832 den Hennebergischen altertumsforschenden Verein, dem er bis 1857 als Direktor vorstand. Ludwig Bechstein gab 1834 die „Chronik der Stadt Meiningen 1676–1834“ heraus. 1840 bekam er den Titel Hofrat verliehen und bezog sein eigenes Haus in der Halbestadtstraße. Im Jahr 1842 trat er in die Meininger Freimaurerloge Charlotte zu den drei Nelken ein. 1848 übernahm Bechstein als Leiter und Archivar das Gemeinschaftliche Hennebergische Archiv.

    Bechsteins patriotische Lyrik und seine historischen Erzählungen und Romane wie z. B. Der Dunkelgraf sind heute kaum noch bekannt. Geblieben sind seine Märchensammlungen, unter anderem veröffentlicht unter dem Titel Deutsches Märchenbuch, 1845. Bereits 1823 war von ihm der kleine Band Thüringische Volksmärchen erschienen. Mit dem Ziel, pädagogisch zu wirken, nahm er vielfach Veränderungen an den überlieferten Geschichten vor. Seine Sammlung von Volksdichtungen sollte auch ein Beitrag zur Förderung der nationalen Einheit Deutschlands sein. Bechstein sammelte auch Sagen. Sein umfangreiches Deutsches Sagenbuch (1853) wurde zwar nicht so populär wie seine Märchensammlung, wird aber bis heute als Kompendium des deutschen Sagenschatzes genutzt. Auch Bechsteins Veröffentlichungen über Thüringen erlebten immer wieder Neuausgaben, beispielsweise sein Band in der Reihe Das malerische und romantische Deutschland. Bechstein wollte seine Sammlung volkstümlicher Dichtung mit dem Band Deutsches Mythenbuch vollenden, doch sein früher Tod verhinderte dieses Vorhaben. Mit der Biographie über seinen Adoptivvater, Dr. Johann Matthäus Bechstein und die Forstacademie Dreißigacker. Ein Doppel-Denkmal von Ludwig Bechstein, schuf er 1855 die erste eigenständige Lebensbeschreibung eines deutschen Forstmannes in Buchform.

    Bechstein war zweimal verheiratet. 1832 schloss er die Ehe mit Caroline Wiskemann aus Oechsen. Aus dieser Ehe ging als einziges Kind der Sohn Reinhold Bechstein hervor, der später Philologe und Germanist wurde. Nach nur zwei Jahren Ehe starb Caroline, und 1836 heiratete Bechstein seine zweite Frau Therese Schulz aus Untermaßfeld. Aus dieser Ehe gingen sieben Kinder hervor, darunter mit Adolf Emil Ludwig Bechstein (1843–1914) ein bekannter Zeichner und Illustrator seiner Zeit.
    Ehrungen

    An Ludwig Bechstein erinnern heute in Meiningen neben der Gedenktafel an seinem Haus die Bechstein-Straße, die Grundschule „Ludwig Bechstein“, der Bechsteinbrunnen, sowie die „Bechstein Apotheke“ in Untermaßfeld. Seit 2001 wird zu Ehren von Ludwig Bechstein an verdienstvolle Märchenerzähler, Illustratoren, Verleger und Anderen mit besonderem Bezug zu Märchen und Sagen der Thüringer Märchen- und Sagenpreis „Ludwig Bechstein“ verliehen.
    Werke
    Erzählungen

    Aus Heimat und Fremde (Erzählungen), 1839
    Hainsterne (Erzählungen), 1853
    Volkserzählung, 1853, Verlag Rockstuhl, Reprint, ISBN 3-936030-92-8

    Gedichte

    Die Haimons-Kinder (Gedichte), 1830
    Luther (Gedicht), 1834, Verlag Rockstuhl, Reprint, ISBN 3-936030-94-4
    Gedichte. 1836
    Neue Naturgeschichte der Stubenvögel, Lehrgedichte 1846
    Wartburg (Gedichte), 1859

    Landeskunde und Reiseliteratur

    Chronik der Stadt Meiningen 1676–1834. 1834
    Meiningen und seine Umgebungen. Kesselringsche Hofbuchhandlung, Hildburghausen 1842
    Thüringen und der Harz. 1842
    Schloss Landsberg bei Meiningen. 1847
    Wanderungen durch Thüringen
    Dr. Johann Matthäus Bechstein und die Forstacademie Dreißigacker. Ein Doppel-Denkmal von Ludwig Bechstein. Meiningen 1855
    Thüringens Königshaus. 1860

    Märchen

    Aschenpüster mit der Wünschelgerte
    Aschenbrödel *
    Besenstielchen
    Bruder Sparer und Bruder Vertuer
    Das Dornröschen *
    Das goldene Ei
    Das Gruseln *
    Das Hellerlein
    Das Kätzchen und die Stricknadeln
    Das klagende Lied
    Das Märchen vom Mann im Mond
    Das Märchen vom Ritter Blaubart
    Das Märchen vom Schlauraffenland
    Das Märchen vom wahren Lügner
    Das Märchen von den sieben
    Schwaben *
    Das Mäuslein Sambar, oder die treue Freundschaft der Tiere
    Das Natterkrönlein
    Das Nußzweiglein
    Das Rebhuhn
    Das Rotkäppchen *
    Das Tränenkrüglein
    Das winzige, winzige Männlein
    Der alte Zauberer und seine Kinder
    Der beherzte Flötenspieler
    Der Fuchs und der Krebs
    Der Garten im Brunnen
    Der goldne Rehbock
    Der Hahn und der Fuchs
    Der Hase und der Fuchs
    Der Hasenhüter und die Königstochter
    Der kleine Däumling
    Der König im Bade
    Der Mann ohne Herz
    Der Mann und die Schlange
    Der Mönch und das Vögelein
    Der Müller und die Nixe
    Der Richter und der Teufel
    Der Schäfer und die Schlange
    Der Schmied von Jüterbogk



    Der schwarze Graf
    Der starke Gottlieb
    Der Teufel ist los oder das Märlein, wie der Teufel den Branntwein erfand
    Der undankbare Sohn
    Der Wacholderbaum
    Der weiße Wolf
    Der Wettlauf zwischen dem Hasen und dem Igel *
    Der Zauber-Wettkampf
    Der Zauberer und seine Kinder
    Des Hundes Not
    Des kleinen Hirten Glückstraum
    Des Königs Münster
    Des Märchens Geburt
    Des Teufels Pate
    Die beiden kugelrunden Müller
    Die dankbaren Tiere
    Die drei Bräute
    Die drei dummen Teufel
    Die drei Federn
    Die drei Gaben
    Die drei Hochzeitsgäste
    Die drei Hunde
    Die drei Musikanten
    Die drei Nüsse
    Die Goldmaria und die Pechmaria
    Die Hexe und die Königskinder
    Die hoffärtige Braut
    Die Jagd des Lebens
    Die Katze und die Maus
    Die Knaben mit dem goldnen Sternlein
    Die Königskinder
    Die Kornähren
    Die Jagd des Lebens
    Die Lebensgeschichte der Maus Sambar
    Die Nonne, der Bergmann und der Schmied
    Die Perlenkönigin
    Die Probestücke des Meister-Diebes
    Die Rosenkönigin
    Die schlimme Nachtwache
    Die schöne junge Braut
    Die sieben Geißlein *



    Die sieben Raben *
    Die sieben Schwäne
    Die verwünschte Stadt
    Die verzauberte Prinzessin
    Die vier klugen Gesellen
    Fippchen Fäppchen
    Der Gevatter Tod *
    Gevatterin Kröte
    Goldener
    Goldhähnchen
    Gott Überall
    Hans im Glücke *
    Hänsel und Gretel *
    Helene
    Hirsedieb
    Mann und Frau im Essigkrug
    Oda und die Schlange
    Rupert der Bärenhüter
    Schneeweißchen *
    Schneider Hänschen und die wissenden Tiere
    Schwan, kleb an
    Seelenlos
    Siebenschön
    Sonnenkringel
    Star und Badewännelein
    Tischlein deck dich, Esel streck dich, Knüppel aus dem Sack *
    Vogel Holgott und Vogel Mosam
    Vom Büblein, das sich nicht waschen wollte
    Vom Hänschen und Gretchen, die in die roten Beeren gingen *
    Vom Hühnchen und Hähnchen *
    Vom Knäblein, vom Mägdlein und von der bösen Stiefmutter
    Vom Schwaben, der das Leberlein gefressen
    Vom tapfern Schneiderlein *
    Vom Zornbraten
    Von dem Wolf und den Maushunden
    Von zwei Affen
    Zitterinchen
    Zwergenmützchen

    * auch bei Grimms Märchen
    Novellen

    Erzählungen und Phantasiestücke (13 Novellen in 4 Bänden), 1831
    Arabesken (Novellen), 1832
    Novellen und Phantasiegemälde. 1832
    Novellen und Phantasieblüten. 1835
    Fahrten eines Musikanten (Novellen), 1837
    Die Manuscripte Peter Schlemihl’s. Kosmologisch-literarische Novelle. 2 Theile. Berlin, 1851

    Romane

    Die Weissagung der Libussa, 1829, Verlag Rockstuhl, Reprint, ISBN 3-936030-91-X
    Grimmenthal (Roman), 1833, Verlag Rockstuhl, Reprint 2003, ISBN 3-936030-84-7
    Das tolle Jahr (Roman), 1833, Historisch-romantisches Gemälde aus dem sechzehnten Jahrhundert
    Der Fürstentag (Roman), 1834
    Fahrten eines Musikanten (Roman), 1837
    Grumbach (Roman), 1839
    Clarinette (Roman), 1840
    Berthold der Student (Roman), 1850
    Der Dunkelgraf (Roman), 1854 (Digitalisat und Volltext im Deutschen Textarchiv)
    Die Geheimnisse eines Wundermannes (Roman), 1856

    Sammelbände
    Märchen

    Die schönsten Märchen, (Erscheinungsjahr unbekannt)
    Thüringische Volksmärchen. 1823, Verlag Rockstuhl, Reprint 2002, ISBN 3-936030-71-5
    Deutsches Märchenbuch, 1845, Georg Olms Verlag, Reprint 2003, ISBN 3-487-11991-9
    Neues deutsches Märchenbuch, 1856

    Sagen

    Der Sagenschatz und die Sagenkreise des Thüringerlandes. 1835–38, Georg Olms Verlag, Reprint 2003, ISBN 3-487-11991-9
    Der Sagenschatz des Frankenlandes. 1842
    Deutsches Sagenbuch. 1853, Georg Olms Verlag, Reprint 2003, ISBN 3-487-12501-3
    Thüringer Sagenbuch. 1858, Verlag Rockstuhl, Reprint 2001 in zwei Bänden, ISBN 3-936030-07-3 und ISBN 3-936030-08-1 (Scan des Buchs von 1858 online)
    Rheinsagen,1912

    Sonstiges

    Mährchenbilder und Erzählungen. 1829
    Zweihundert deutsche Männer in Bildnissen und Lebensbeschreibungen. 1854
    Fahrten eines Musikanten (die abenteuerliche Lebensgeschichte des Johann Daniel Elster), herausgegeben von Ludwig Bechstein, Zweite verbesserte, und mit viertem Band vermehrte Auflage in zwei Theilen 1854
    Hexengeschichten. 1854, Georg Olms Verlag, Reprint 1984, ISBN 3-487-08260-8
    Romantische Sagen und Märchen. 1855, Verlag Rockstuhl, Reprint 2003, ISBN 3-936030-93-6
    Freimaurerische Schriften. Hrsg. von G. v. Goeckingk-Farnbach. Meiningen (1926)
    Der Verdrüssliche. 2010 (illustriert von Axel Scheffler), Jacoby & Stuart, Berlin ISBN 978-3-941087-81-1


    Quelle - Literatur & Einzelnachweise
    avatar
    Andy
    Admin

    Anzahl der Beiträge : 21769
    Anmeldedatum : 03.04.11

    Benutzerprofil anzeigen

    Nach oben Nach unten

    Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben

    - Ähnliche Themen

     
    Befugnisse in diesem Forum
    Sie können in diesem Forum nicht antworten