Suchen
 
 

Ergebnisse in:
 


Rechercher Fortgeschrittene Suche

Die neuesten Themen
» Friedrich Ernst Dorn
Mo Okt 16, 2017 9:17 am von Andy

» **** Platin ****
Mo Okt 16, 2017 9:11 am von Andy

» Der Aufruf der Kulturschaffenden
Mo Okt 16, 2017 9:02 am von Andy

» Harry Rosenthal
Mo Okt 16, 2017 8:54 am von Andy

»  BASF-Rückruf - Krebserregender Stoff in Matratzen gelandet?
Fr Okt 13, 2017 9:51 pm von checker

» Kasseler Schallkanone soll Angreifer abschrecken
Do Okt 12, 2017 10:14 pm von Andy

» *** Radon ***
Do Okt 12, 2017 10:00 pm von Andy

» Die Froschfische
Do Okt 12, 2017 9:54 pm von Andy

» Der Sternmull
Do Okt 12, 2017 9:46 pm von Andy

Navigation
 Portal
 Index
 Mitglieder
 Profil
 FAQ
 Suchen
Partner
free forum
Oktober 2017
MoDiMiDoFrSaSo
      1
2345678
9101112131415
16171819202122
23242526272829
3031     

Kalender Kalender


Hans Adolf von Brause

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten

Hans Adolf von Brause

Beitrag  Andy am Mo Dez 01, 2014 10:50 pm

Hans Adolf von Brause (* 23. Februar 1847 in Sagan, Niederschlesien; † 2. Februar 1928 in Leipzig) war ein deutscher Reformpädagoge und Rektor.



Familie

Hans Adolf entstammte dem Adelsgeschlecht von Brause. Er war ein Sohn des preußischen Regierungsreferendars Adolf Friedrich von Brause (1812–1879) und der Emmeline geb. Sametzky (1818–1906), sowie ein Enkel des Generals Friedrich August Wilhelm von Brause.

Am 15. April 1879 heiratete er in Artern Anna Ottilie Beyer (1856–1911). Aus der Ehe gingen zwei Söhne und sieben Töchter hervor.

Leben


Gebäude der ehemaligen II. städtischen Realschule Leipzig


Grabmal Hans Adolf von Brause und Familie

Seine Schulbildung erhielt von Brause von Ostern 1861 bis 1869 auf dem Gymnasium zu Görlitz. Er studierte anschließend Philologie, Germanistik und Geschichte in Halle/Saale und Berlin. 1873 wurde er Mitglied der Landsmannschaft (später Corps) Neoborussia Halle.[1]

Ostern 1873 übernahm er die Leitung einer Privatschule in Artern. Anfang November 1876 schied er aus dieser Stellung und hospitierte an der Universität Leipzig. Ein Jahr darauf wurde er Vikar für Französisch und Deutsch an der I. Realschule zu Leipzig und legte 1878 vor der königlichen Prüfungskommission der Universität Leipzig das Staatsexamen ab. Zunächst als provisorischer, ab 1881 als ständiger Oberlehrer an der I. Realschule zu Leipzig unter Direktor Dr. Pfalz nahm er zur weiteren Ausbildung in der französischen Sprache einen Studienaufenthalt in Paris und später in der Welschschweiz.

1888 wurde er vom sächsischen Kultusministerium zum Direktor der Realschule in Stollberg/Erzgeb. berufen. Von dort wurde er durch den Leipziger Oberbürgermeister Dr. Otto Georgi 1892 als Direktor der II. städtischen Realschule in Leipzig-Reudnitz ernannt. In dieser Stellung und als Vorsitzender des sächsischen Philologenverbandes setzte er sich maßgeblich für den Ausbau und die Fortentwicklung des höheren lateinlosen Schulwesens in Sachsen und ganz Deutschland ein. In den Realschulen erkannte er das geeignete Mittel, um den breiten, durch Industrialisierung und Verstädterung aufstrebenden Schichten der Bevölkerung die notwendige höhere Bildung zukommen zu lassen.

Nicht von ungefähr wurde unter seiner Leitung die II. städtische Realschule im Leipziger Osten, wo die großen Weltfirmen damals ihre Geschäftshäuser und Fabriken bauten, mit bis zu 1000 Schülern zu einer der größten Bildungsstätten des Reiches. Zwei große und gut ausgestattete Turnhallen sowie großzügige physikalische und chemische Experimentierräume, regelmäßige Exkursionen zu bedeutenden Industriebetrieben und Bildungsstätten in der näheren und weiteren Umgebung, Ferienwanderungen mit geschichtlicher oder naturwissenschaftlicher Zielsetzung und ein junger, akademischer und zum überwiegenden Teil promovierter Lehrkörper, der seine pädagogischen Ideen ohne schematischen Zwang entfalten konnte, zeugen von der erfolgreichen Umsetzung reformpädagogischer Maßnahmen unter Brauses Direktorat. Bei den großen Versammlungen der lateinlosen höheren Schulen Deutschlands war er ein gesuchter Redner und stand vielen reformpädagogischen Schulgründern -wie etwa Hugo Gaudig oder dem jüdischen Rabbiner Ephraim Carlebach beim Aufbau der Höheren Israelitischen Schule- als Ratgeber zur Seite. 1919 schied von Brause altersbedingt aus dem Amt des Schuldirektors, widmete sich jedoch als Vorsteher eines Armendistrikts und als Waisenrat weiterhin verschiedenen sozialen Projekten. Politisch engagierte er sich im nationalliberalen Lager und bemühte sich, die weltanschaulichen Gräben zwischen den Parteien der jungen Republik zu beseitigen.

Im Alter von 81 Jahren verstarb von Brause in Leipzig und wurde unter großer öffentlicher Anteilnahme, u. a. von Lehrer- und Schülerschaft seiner nunmehr nach Wilhelm Ostwald benannten Schule, auf dem Leipziger Südfriedhof bestattet.
Ehrungen

1896 Professor
1903 Albrechts-Orden I. Klasse mit Krone
1909 Studienrat
1915 Kriegsverdienstkreuz (Sachsen)

Mitgliedschaften

Verein sächsischer Realschullehrer (ab 1919 Sächsischer Philologenverband): 1893–1896 Erster Beisitzer, 1896–1898 stellvertretender Vorsitzender, 1898–1917 Erster Vorsitzender
Ehrenmitglied des Vereins ehemaliger Realschüler zu Leipzig-Reudnitz e.V.
Mitglied der Freimaurerloge Balduin zur Linde in Leipzig; seit 1881, 1885–1896 Amt des Redners


Quelle - Literatur & einzelnachweise
avatar
Andy
Admin

Anzahl der Beiträge : 22328
Anmeldedatum : 03.04.11

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben

- Ähnliche Themen

 
Befugnisse in diesem Forum
Sie können in diesem Forum nicht antworten