Suchen
 
 

Ergebnisse in:
 


Rechercher Fortgeschrittene Suche

Die neuesten Themen
» R.I.P. Sigi
Gestern um 9:18 pm von Andy

» "Dunkirk", auch eine belgische Kriegsgesichte
So Jul 30, 2017 8:54 pm von checker

» Vor 100 Jahren: Die Schlacht von Passendale
So Jul 30, 2017 8:42 pm von checker

» Wars der Geyer oder war er es nicht?
Mi Jul 26, 2017 9:32 pm von Andy

» Unterstützte VW-Konzern Militärdiktatur in Brasilien?
Mi Jul 26, 2017 9:12 pm von Andy

» R.I.P. M. Rother
Mi Jul 26, 2017 8:08 pm von Andy

» "Asterix bei den Belgiern"
Mi Jul 26, 2017 7:17 pm von Andy

» Der "Mud Soldier"
Mi Jul 26, 2017 7:13 pm von Andy

» Die drei heilige Frauen
Sa Jul 22, 2017 11:51 pm von checker

Navigation
 Portal
 Index
 Mitglieder
 Profil
 FAQ
 Suchen
Partner
free forum
August 2017
MoDiMiDoFrSaSo
 123456
78910111213
14151617181920
21222324252627
28293031   

Kalender Kalender


Die Anabasis

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten

Die Anabasis

Beitrag  Andy am Mi Jan 14, 2015 10:18 pm

Anabasis (griech. ἀνάβασις „Hinaufmarsch“ [von der Küste ins Landesinnere]) ist der Titel mehrerer aus der griechischen Antike überlieferter Schriften.

Die bekannteste Anabasis ist Xenophons Beschreibung des Feldzuges des jüngeren Kyros gegen Artaxerxes II. Xenophon schildert vor allem die Rückführung der etwa 10.000 griechischen Soldaten nach der militärisch zwar gewonnenen, aber durch den Tod des Kyros hinfällig gewordenen Schlacht bei Kunaxa 401 v. Chr.

Anabasis heißen auch die sieben Bücher des Arrian von Nikomedeia, der unter Hadrian hoher römischer Verwaltungsbeamter und zuletzt Statthalter in Kappadokien war. Seine Darstellung der Feldzüge Alexanders des Großen gilt als die sachlichste antike Alexandergeschichte.

Auch der Feldzug von Antiochos III. in die „oberen Provinzen“ Parthien und Baktrien (siehe auch Satrapien) in den Jahren 212–204 v. Chr. wurde als Anabasis bekannt.

Xenophons Anabasis

Das Geschichtswerk ist um 370 v. Chr. entstanden und wurde 1540 erstmals ins Deutsche übersetzt. Es ist das bekannteste Werk des Xenophon, der es Plutarch zufolge zunächst unter dem Decknamen Themistogenes von Syrakus veröffentlichte. Allerdings besteht die Möglichkeit, dass ein gewisser Themistogenes tatsächlich ebenfalls ein ähnliches Werk wie Xenophon verfasst hat, das verloren gegangen ist (siehe Brill’s New Jacoby, Nr. 108).

Kyros der Jüngere und Arsakes waren beide Söhne des persischen Großkönigs Dareios II. aus der Dynastie der Achämeniden. Nach Dareios’ Tod wurde Arsakes dessen Nachfolger und bestieg als Artaxerxes II. den Thron. Der ehrgeizige Kyros musste sich hingegen mit der Verwaltung Kleinasiens begnügen, wo er als Oberkommandeur fungierte. Schließlich plante Kyros einen Umsturz, sammelte dazu ein Heer, das vor allem aus griechischen Söldnern bestand, und marschierte im Frühjahr 401 v. Chr. gegen seinen Bruder.


Die Route der Zehntausend

Den Zug der Zehntausend beschrieb Xenophon aus Sicht seiner persönlichen Teilnahme. Er begleitete den Zug der griechischen Söldner zunächst nur als ein dem Kyros bekannt gemachter und von diesem in Dienst genommenen Kriegsberichterstatter. Xenophon nahm in seinem Werk deutlich Partei für Kyros. Nach dem Tod des Kyros und der anschließenden Ermordung der griechischen Heerführer während ihrer Verhandlungen mit den Persern erkannte er jedoch die nun gebotenen Maßnahmen. Sehr von Nutzen waren ihm dabei seine rhetorischen Fähigkeiten, mit denen er vor allem am Morgen nach der Schlacht von Kunaxa die gänzlich demoralisierten Griechen wieder aufrichtete. Er wurde – neben Cheirisophos – dazu gewählt, das Kommando zu übernehmen, und führte die Griechen anschließend nach Norden ans rettende Ufer des Schwarzen Meeres.

Xenophon beschreibt anschaulich den Rückzug und die Entbehrungen des griechischen Söldnerheeres von Babylon durch das kleinasiatische Hochland bis zur Schwarzmeerküste. Berühmt als literarischer und historischer Topos für eine Rettung nach langer Mühsal wurde, wie das ganze Heer auf der letzten Hügelkette vor dieser Küste in den Ausruf Θάλαττα, θάλαττα (Thálatta! Thálatta! – „das Meer, das Meer!“) ausbrach und auf einmal zu laufen begann. Wichtig für Historiker sind auch seine Berichte über Land und Leute, Sitten und Gebräuche. Diese geben eine exakte und detailgetreue Beschreibung von Vegetation und tierischem Leben, so dass sie heute noch Biologen Aufschluss über jene Zeiten geben können.

Traditionell (und geradezu sprichwörtlich) ist Xenophons Anabasis wegen ihres lupenreinen attischen Dialektes und ihrer durchsichtigen Sprache das erste Werk griechischer Literatur, das Schüler lesen; diese Rolle ist vergleichbar mit Caesars De bello Gallico im Lateinunterricht.

Quelle - Literatur & Einzelnachweise
avatar
Andy
Admin

Anzahl der Beiträge : 22271
Anmeldedatum : 03.04.11

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben


 
Befugnisse in diesem Forum
Sie können in diesem Forum nicht antworten