Suchen
 
 

Ergebnisse in:
 


Rechercher Fortgeschrittene Suche

Die neuesten Themen
» Alter Mxythos kontra neuer Mythos
Gestern um 10:34 pm von checker

» Der BYD ebus (auch: BYD electric bus)
Gestern um 10:06 pm von checker

» Robert Koehler
Gestern um 9:56 pm von checker

» Die Wingsuit
Gestern um 9:48 pm von checker

» James Young Simpson
Gestern um 9:38 pm von checker

» Gareth Morgan
Gestern um 9:30 pm von checker

» Ob die Weiber Menschen seyn, oder nicht?
Gestern um 9:45 am von Andy

» Paul Schmitthenner
Gestern um 9:40 am von Andy

» Der Deutsche Designer Club (DDC)
Gestern um 9:35 am von Andy

Navigation
 Portal
 Index
 Mitglieder
 Profil
 FAQ
 Suchen
Partner
free forum
März 2017
MoDiMiDoFrSaSo
  12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
2728293031  

Kalender Kalender


Die Pyramidentexte

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten

Die Pyramidentexte

Beitrag  Andy am Sa Jan 24, 2015 11:33 pm

Als Pyramidentexte bezeichnet man zunächst die Sammlung religiöser Sprüche an den Innenwänden der Pyramiden der Pharaonen Unas (5. Dynastie), Teti II., Pepi I., Merenre und Pepi II., der Königinnen Anchenespepi II., Behenu, Neith, Wedjebten und Iput II. (6. Dynastie) sowie des Königs Qakare Ibi (8. Dynastie). Sie stellen die größte geschlossene Sammlung altägyptischer Texte dar. Im Mittleren Reich erschienen sie auch auf den Innenseiten der Särge. Neue dort auftretende Texte werden nun als Sargtexte bezeichnet, obwohl Pyramiden- und Sargtexte oftmals nebeneinander gebraucht wurden. Einzelne Sprüche waren noch bis in die Spätzeit hinein in Gebrauch.


Pyramidentexte in der Unas-Pyramide


Pyramidentexte aus der Teti-Pyramide in Sakkara


Detail der Pyramidentexte aus dem Grab Teti II.

Themen

Die Pyramidentexte sind, ebenso wie die Jenseitstexte des Neuen Reiches, zum Schutz des Verstorbenen in der Duat geschrieben. Anders aber als später im Mittleren und Neuen Reich werden Gefahren durch Dämonen jedoch noch kaum erwähnt. Hier geht es eher um greifbarere Dinge:

das Erhalten des Namens
die Versorgung mit Essen
ausgedrückt durch eine Aufzählung (Brot und Bier kommt immer vor) mit der Angabe 1000, was in Ägypten für die Unendlichkeit steht
außerdem wird dem Hunger befohlen, zum Nun zu gehen. Dieses Urgewässer gilt als ein Ort, an dem alles vorhanden ist, so dass der Hunger dort nicht existieren kann und stirbt.

Besonderheiten
Die Texte sind von Pyramide zu Pyramide meist sehr ähnlich; lediglich die Schreibungen der Hieroglyphen sowie einzelne Worte unterscheiden sich etwas. Deswegen sind sie in den meisten Texteditionen zum Vergleich parallel gesetzt. Außerdem sind manche Zeichen zur Darstellung von Lebewesen, also auch Menschen, verstümmelt oder ganz unterdrückt bzw. nachträglich ausgemeißelt, da im Alten Reich der Schrift noch stark magischer Charakter anhaftete. Diese Verstümmelungen wurden jedoch zu anderen Zeiten noch konsequenter durchgeführt, wie z. B. auf Särgen der frühen Ersten Zwischenzeit. In der Pyramide der Königin Neith sind alle Schlangen-Zeichen heil wiedergegeben, nur die Determinative in Schlangennamen sind verstümmelt.[1] Auch in späteren Zeiten glaubte man, dass das Geschriebene Wahrheit wurde. Die laufenden Beine als Determinative
D54
entsprechen oft nicht der Schreibrichtung, sondern laufen ihr entgegen. Sie zeigen von einem Bild des Grabherrn weg, das sich neben den Hieroglyphen befand.

Quelle - literatur & Einzelnachweise
avatar
Andy
Admin

Anzahl der Beiträge : 21722
Anmeldedatum : 03.04.11

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben


 
Befugnisse in diesem Forum
Sie können in diesem Forum nicht antworten