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Die Päpstliche Bulle

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Die Päpstliche Bulle

Beitrag  checker am Mo Jan 26, 2015 4:56 am

Päpstliche Bulle oder kurz Bulle ist die Bezeichnung für Urkunden, die wichtige Rechtsakte des Papstes verkünden. Sie wurden in der päpstlichen Kanzlei in feierlicher Form ausgefertigt und besiegelt. Kennzeichnend ist der Ersatz der Salutatio durch die Formel ad perpetuam rei memoriam („zum immerwährenden Gedächtnis der Sache“).

Beschreibung


Bulle Julius’ II. von 1505


Benedikt XVI. Magni aestimamus: Errichtung eines Militärordinariats in Bosnien und Herzegovina, 1. Februar 2011

Der offizielle lateinische Name ist litteræ apostolicæ oder litteræ apostolicæ sub plumbo, was vereinfacht übersetzt „apostolische Briefe" bzw „apostolische Briefe unter Blei" bedeutet, wenn man sie von den Privilegien, Breven oder den normalen litterae abgrenzen will. Die Bulle trägt ihren Namen vom (Blei-)Siegel (lat. bulla, ital. bolla), mit dem die Papsturkunden des Mittelalters und der Frühen Neuzeit regelmäßig besiegelt waren.

Diese Mischung aus den älteren Privilegien und den litterae ist seit der Mitte des 13. Jahrhunderts und besonders seit dem 15. Jahrhundert in Gebrauch. Ab dem 20. Jahrhundert wurden nur noch sehr selten päpstliche Bullen erlassen, so in etwa zur Inkraftsetzung des Kodex des Kirchenrechts (Codex Iuris Canonici) 1917 und zur Einberufung eines Heiligen Jahres. Für lehrhafte Akte des Papstes wird seit 1740 häufiger die Form der Enzyklika gewählt (Rundschreiben an die Bischöfe), für Rechtsakte die Apostolische Konstitution (etwa Universi Dominici Gregis von Johannes Paul II.) oder das Motu proprio.

Die Bezeichnung der Bullen richtet sich nach den Anfangsworten der Arenga. Jede Bulle beginnt mit: <Papstname> episcopus, servus servorum Dei …

Siehe auch

Bannbulle
Bulle (Siegel)
Bulle (Urkunde)
Enzyklika
Liste päpstlicher Bullen
Zirkumskriptionsbulle

Quelle - Literatur & Einzelnachweise
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