Suchen
 
 

Ergebnisse in:
 


Rechercher Fortgeschrittene Suche

Die neuesten Themen
» Hans Seidel Stiftung - Banziana 2017
Sa Jun 17, 2017 11:20 pm von Andy

» Volkspolizist Fritz Fehrmann oder Tod unter dem Fallbeil
Sa Jun 17, 2017 10:54 pm von Andy

» Der Deutsche Einzelhandelstag
Sa Jun 17, 2017 10:32 pm von Andy

» Stern Combo Meissen
Sa Jun 17, 2017 10:13 pm von Andy

» Die Kulturanthropologie
Sa Mai 27, 2017 10:48 pm von checker

» Adolf Grimme
Sa Mai 27, 2017 10:39 pm von checker

» Die Anthropologie
Sa Mai 27, 2017 10:31 pm von checker

» Das 14-Punkte-Programm
Sa Mai 27, 2017 10:22 pm von checker

» Der Londoner Vertrag 1915
Sa Mai 27, 2017 10:05 pm von checker

Navigation
 Portal
 Index
 Mitglieder
 Profil
 FAQ
 Suchen
Partner
free forum
Juni 2017
MoDiMiDoFrSaSo
   1234
567891011
12131415161718
19202122232425
2627282930  

Kalender Kalender


Die theologischen Tugenden

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten

Die theologischen Tugenden

Beitrag  Andy am Fr Feb 13, 2015 10:37 pm

Die theologischen Tugenden, auch göttliche Tugenden, christliche Tugenden oder eingegossene Tugenden, sind Glaube, Hoffnung und Liebe. Im Gegensatz zu den zehn Geboten sind diese drei Tugenden keine konkreten Handlungsvorschriften, sondern von Christen verlangte Einstellungen bzw. innere Haltungen. Sie werden von den vier aus der antiken Philosophie übernommenen Kardinaltugenden Klugheit, Gerechtigkeit, Tapferkeit und Mäßigung ergänzt.

Im Unterschied zu den menschlichen Tugenden werden die göttlichen Tugenden als von Gott in die Seele der Gläubigen „eingegossen“ bezeichnet. Die menschlichen Tugenden wurzeln in den göttlichen.[1][2]

Die Tugend ist Teil des geistlichen Wachstums:

Darum setzt allen Eifer daran, mit eurem Glauben die Tugend zu verbinden, mit der Tugend die Erkenntnis, mit der Erkenntnis die Selbstbeherrschung, mit der Selbstbeherrschung die Ausdauer, mit der Ausdauer die Frömmigkeit, mit der Frömmigkeit die Brüderlichkeit und mit der Brüderlichkeit die Liebe. Wenn dies alles bei euch vorhanden ist und wächst, dann nimmt es euch die Trägheit und Unfruchtbarkeit, sodass ihr Jesus Christus, unseren Herrn, immer tiefer erkennt. (2 Petr 1,5–8 EU)



Darstellung der christlichen Tugenden an der Gnadenkapelle, Kloster Himmerod. Die Liebe ist durch das Unbefleckte Herz Mariens symbolisiert.


Julius Schnorr von Carolsfeld: Glaube, Liebe, Hoffnung

Die früheste Erwähnung findet sich in 1 Thess 1,3 EU, die bekannteste allerdings im 1. Korintherbrief: „Für jetzt bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; doch am größten unter ihnen ist die Liebe.“ (1 Kor 13,13 EU).

Auf Papst Gregor der Große (540–604) geht der traditionelle Kanon der sieben Tugenden zurück, indem er drei göttlichen Tugenden Glaube (fides), Liebe (caritas) und Hoffnung (spes) den antiken platonischen Kardinaltugenden Klugheit (prudentia), Gerechtigkeit (iustitia), Tapferkeit (fortitudo) und Mäßigung (temperantia) zurechnete.

Tradition

Erwähnt werden diese Tugenden auch in den Clausula zu Beginn des Rosenkranzes: „Jesus, der uns den Glauben mehre, … der uns die Hoffnung stärke, … der in uns die Liebe entzünde.“[3]

Papst Benedikt XVI. schrieb über die göttlichen Tugenden Liebe und Hoffnung die Enzykliken Deus caritas est und Spe salvi. Die vor seinem Amtsverzicht begonnene Enzyklika Lumen fidei über den Glauben stellte Papst Franziskus fertig.
Ikonographie

Glaube (fides)
Symbolisiert durch das Kreuz oder einen Kelch mit Hostie.
Liebe (caritas)
Wird in der Ikonographie durch ein Herz dargestellt oder durch eine Frau mit Kindern.
Hoffnung (spes)
Wird durch einen Anker, einen Vogel oder einen Zweig symbolisiert.

Einer Überlieferung zufolge verteilte die vornehme christliche Witwe Sophia von Mailand ihre Habe an die Armen und reiste mit ihren Töchtern Fides, Spes und Caritas, drei geweihten Jungfrauen, von Mailand nach Rom, wo sie in der Christenverfolgung unter Hadrian das Martyrium erlitten.
Belletristische Rezeption

Ödön von Horvath setzt sich mit dieser Thematik in seinem Stück Glaube Liebe Hoffnung – Ein kleiner Totentanz in fünf Bildern auseinander.

Siehe auch

Frucht des Heiligen Geistes
Kardinaltugend
Seemannsgrab

Quelle - literatur & Einzelnachweise
avatar
Andy
Admin

Anzahl der Beiträge : 22243
Anmeldedatum : 03.04.11

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben


 
Befugnisse in diesem Forum
Sie können in diesem Forum nicht antworten