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Hermann Haken

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Hermann Haken

Beitrag  Andy am Do Feb 19, 2015 11:51 pm

Hermann Haken (* 12. Juli 1927 in Leipzig) ist emeritierter Professor des Lehrstuhls für theoretische Physik der Universität Stuttgart und Begründer der Synergetik.


Hermann Haken (2014)

Nach dem Studium der Mathematik und Physik in Halle (Saale) und Erlangen und der Promotion in Mathematik an der Universität Erlangen sowie Gastaufenthalten in Großbritannien und den USA wurde er 1960 auf einen Lehrstuhl für Theoretische Physik an der Universität Stuttgart berufen (Emeritierung 1995). Er beschäftigte sich mit nichtlinearer Optik (insbesondere Laserphysik), Festkörperphysik, statistischer Physik, Gruppentheorie. Haken baute sein Institut innerhalb kurzer Zeit zu einem internationalen Zentrum der Lasertheorie aus, nachdem Theodore Maiman im Mai 1960 den ersten experimentellen Laser realisierte. 1962 konnte Haken eine abgeschlossene Theorie des Lasers vorstellen, die dem Institut internationale Beachtung verschaffte. Die Interpretation des Laserprinzips als Selbstorganisation von Nichtgleichgewichtssystemen führte Ende der 1960er Jahre zur Entwicklung der Synergetik, als deren Begründer Haken heute bekannt ist. Er ist Autor mehrerer Bücher, darunter eine Einführung in die Synergetik, sowie Herausgeber einer Buchreihe zu diesem Gebiet. Später wandte er sich Anwendungen der Synergetik zum Studium der Funktion des Gehirns zu.

Haken wurde 1982 Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, 1983 Mitglied der Leopoldina, 1988 Mitglied der Braunschweigischen Wissenschaftlichen Gesellschaft, 1989 Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften sowie 1991 Mitglied der Academia Europaea und der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste. 1984 wurde er in den Orden Pour le mérite für Wissenschaft und Künste aufgenommen, 1986 mit dem Großen Bundesverdienstkreuz mit Stern ausgezeichnet. 1990 erhielt er die Max-Planck-Medaille der Deutschen Physikalischen Gesellschaft. Ihm wurden Ehrendoktorwürden der Universität Essen, der Universidad Nacional de Educación a Distancia, der Florida Atlantic University, der Universität Regensburg und der Technischen Universität München verliehen.

Schriften

mit P. Levi: Synergetic agents: From Multi-Robot Systems to Molecular Robotics, Wiley-VCH, 2012, ISBN 978-3-527-41166-5.
Brain Dynamics: synchronization and activity dynamics in pulse-coupled neural nets with delay and noise, Springer Verlag 2007 (Springer Series in Synergetics)
Synergetic computers and cognition: a top down approach to neural nets, Springer, 1991, 2. Auflage 2004
Molekülphysik und Quantenchemie – Einführung in die theoretischen und experimentellen Grundlagen, Springer 1992, 5. Auflage 2006
Hermann Haken, Hans Christoph Wolf: Atom- und Quantenphysik. Springer-Verlag, 8. Auflage, 2003, ISBN 3-540-02621-5.
Information and Self-Organization: a macroscopic approach to complex systems, Springer, 3. Auflage 2006 (Springer Series in Synergetics)
mit Günther Schiepek: Synergetik in der Psychologie: Selbstorganisation verstehen und gestalten, Göttingen, Hogrefe 2006
Erfolgsgeheimnisse der Natur: Synergetik, die Lehre vom Zusammenwirken, DVA 1981, Ullstein 1988, Rowohlt 1995
Die Selbststrukturierung der Materie: Synergetik in der unbelebten Welt, Vieweg 1991
mit Maria Haken-Krell: Entstehung biologischer Information und Ordnung, Wissenschaftliche Buchgesellschaft 1995
Synergetics: Introduction and Advanced Topics, Springer 2004 (zuerst als Advanced Synergetics:Instability Hierarchies of self organizing systems and devices, Springer, 1983)
Synergetik, eine Einführung: Nicht-Gleichgewichts-Phasenübergänge und Selbstorganisation in Physik, Chemie und Biologie, Springer, 1977
Herausgeber: Cooperative Phenomena, Springer 1973
Licht und Materie, Bd.1: Elemente der Quantenoptik, 1979, 2. Auflage, Bibliographisches Institut (BI), Mannheim 1989, Bd.2: Laser, BI 1981
Laser Theory, Springer 1984, Nachdruck aus S.Flügge (Herausgeber), Handbuch der Physik, Bd.25/2c, 1970,
Quantenfeldtheorie des Festkörpers, Teubner 1973
Herausgeber: Excitons at high density, Springer 1975


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