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    Der Lutherische Weltbund

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    Der Lutherische Weltbund

    Beitrag  Andy am Mo Feb 23, 2015 8:59 pm

    Der Lutherische Weltbund (LWB), englisch Lutheran World Federation (LWF), ist eine Gemeinschaft lutherischer Kirchen weltweit. Der LWB wurde 1947 in Lund (Schweden) gegründet und zählt inzwischen 144 Mitgliedskirchen, denen mehr als 72 Millionen lutherische Christen in 79 Ländern angehören.[1] Seine Vorläuferorganisation war der 1923 gegründete Lutherische Weltkonvent.



    Lehrgrundlage

    „Der LWB bekennt die Heilige Schrift des Alten und Neuen Testament als die alleinige Quelle und Norm seiner Lehre, seines Lebens und seines Dienstes. Er sieht in den drei ökumenischen Glaubensbekenntnissen und in den Bekenntnissen der lutherischen Kirche, insbesondere in der unveränderten Augsburgischen Konfession und im Kleinen Katechismus Martin Luthers, eine zutreffende Auslegung des Wortes Gottes.

    Die Mitgliedskirchen des LWB bekennen sich zum dreieinigen Gott, stimmen in der Verkündigung von Gottes Wort überein und sind in Kanzel- und Abendmahlsgemeinschaft miteinander verbunden. Der LWB bekennt die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche und will der Einheit der Christenheit in der Welt dienen.“

    Aufgaben und Ziele

    Die Grundlage der Arbeit des LWB bilden die Bibel und die lutherischen Bekenntnisschriften.

    Der LWB verfolgt insbesondere diese vier Ziele:[2][3]

    Stärkung der Gemeinschaft und Zusammenarbeit der lutherischen Kirchen in der Welt
    Ökumene und interreligiöse Beziehungen, aber auch Klärung theologischer Fragen
    Zeugnis in Kirche und Gesellschaft
    Verständigung, Verantwortung und Teilhabe

    Zur Verwirklichung dieser Ziele engagiert sich der LWB insbesondere in der Not- und Katastrophenhilfe, in internationalen Fragen und in Angelegenheiten der Menschenrechte, außerdem in der Missions- und Entwicklungsarbeit.[4] Den größten Teil der Arbeit des LWB bilden Diakonie und Entwicklungshilfe. So wurden im Jahr 2004 allein für die „Abteilung Weltdienst und Diakonie“ 81 % des Gesamtbudgets des LWB aufgewendet.[5] Ferner vergibt der LWB weltweit Stipendien für Studierende.
    Struktur
    Organe

    Das LWB-Sekretariat befindet sich im Ökumenischen Zentrum in Genf (Schweiz). Das ermöglicht eine enge Zusammenarbeit mit dem Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK / WCC) und anderen weltweiten christlichen Organisationen. Der LWB handelt als Organ seiner Mitgliedskirchen in Bereichen gemeinsamen Interesses, beispielsweise ökumenische und interreligiöse Beziehungen, Theologie, humanitäre Hilfe, Menschenrechte, Kommunikation und verschiedene Aspekte von Missions- und Entwicklungsarbeit.

    Höchstes Entscheidungsgremium ist die Vollversammlung, die in der Regel alle sechs Jahre zusammenkommt. Weitere Organe sind der Rat, der Generalsekretär und der Präsident.

    Generalsekretär war bis 2010 Pfarrer Ishmael Noko von der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Simbabwe. Sein Nachfolger ist der chilenische Pfarrer Martin Junge.

    Präsident ist der am 24. Juli 2010 auf der Vollversammlung in Stuttgart gewählte Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Jordanien und im Heiligen Land (ELCJHL) Munib Younan. Er folgt auf den 2003 gewählten Bischof Mark Hanson, leitender Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Amerika, sowie auf den Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche in Braunschweig, Christian Krause, welcher von 1997 bis 2003 an der Spitze des LWB stand.
    Gemeinschaftsbüro des LWB

    Das Büro führt die ihm übertragenen Geschäfte des Lutherischen Weltbundes. Es arbeitet eng mit den Mitgliedskirchen, Organisationen und weiteren Partnern zusammen. Das Büro ist in vier Abteilungen gegliedert. [6]

    Abteilung für Mission und Entwicklung
    Abteilung für Planung und Operationen
    Abteilung für Theologie und Öffentliches Zeugnis
    Abteilung für Weltdienst

    Es ist Sitz des Büros des Generalsekretärs.
    Vollversammlungen


    Briefmarke (1952) zur Vollversammlung in Hannover

    Folgende Vollversammlungen fanden bisher statt:

    1947 in Lund, Schweden, unter dem Motto „Die lutherische Kirche in der Welt von heute“,
    1952 in Hannover, Deutschland, unter dem Motto „Das lebendige Wort in einer verantwortlichen Kirche“,
    1957 in Minneapolis, USA, unter dem Motto „Christus befreit und eint“,
    1963 in Helsinki, Finnland, unter dem Motto „Christus heute“,
    1970 in Evian, Frankreich, unter dem Motto „Gesandt in die Welt“,
    1977 in Dar es Salaam, Tansania, unter dem Motto „In Christus – eine neue Gemeinschaft“,
    1984 in Budapest, Ungarn, unter dem Motto „In Christus – Hoffnung für die Welt“,
    1990 in Curitiba, Brasilien, unter dem Motto „Ich habe das Schreien meines Volkes gehört“,
    1997 in Hongkong, Volksrepublik China, unter dem Motto „In Christus – zum Zeugnis berufen“ und
    2003 in Winnipeg, Kanada, unter dem Motto „Zur Heilung der Welt“.
    2010 in Stuttgart, Deutschland, unter dem Motto „Unser tägliches Brot gib uns heute!“.

    Arbeitssprachen des LWB sind Deutsch, Englisch, Französisch und Spanisch.
    Präsidenten des Lutherischen Weltbundes

    1947–1952 Anders Nygren (Schweden) (1890–1978)
    1952–1957 Hanns Lilje (Deutschland, Hannover) (1899–1977)
    1957–1963 Franklin Clark Fry (USA) (1900–1968)
    1963–1970 Fredrik A. Schiotz (USA) (1901–1989)
    1970–1977 Mikko E. Juva (Finnland) (1918-2004)
    1977–1984 Josiah M. Kibira (Tansania) (1925–1988)
    1984–1987 Zoltán Káldy (Ungarn) (1919–1987)
    1987–1990 Johannes Hanselmann (Deutschland, Bayern) (1927–1999)
    1990–1997 Gottfried Brakemeier (Brasilien)
    1997–2003 Christian Krause (Deutschland, Braunschweig)
    2003–2010 Mark S. Hanson (USA)
    2010– Munib Younan (Palästina) [7][8]

    Generalsekretäre des Lutherischen Weltbundes

    1947–1951 Sylvester Clarence Michelfelder
    1951–1960 Carl Lund-Quist
    1960–1974 Kurt Schmidt-Clausen
    1974–1984 Carl H. Mau
    1984–1994 Gunnar Stålsett
    1994–2010 Ishmael Noko
    2010– Martin Junge

    Mitgliedskirchen


    Ländern mit den meisten Lutheranern (Zahlen vom Lutherischen Weltbund, 2013)

    2013 hatte der Lutherische Weltbund 142 Mitgliedskirchen aus 79 Ländern, unter ihnen die sieben in der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands zusammengeschlossenen deutschen Landeskirchen, außerdem die Evangelisch-Lutherische Kirche in Oldenburg, die Evangelische Landeskirche in Württemberg, die Lutherische Klasse der Lippischen Landeskirche, die Evangelisch-Lutherische Kirche in Baden, die österreichische Evangelische Kirche Augsburgischen Bekenntnisses in Österreich und der Bund Evangelisch-Lutherischer Kirchen in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein.

    Eine vollständige Liste der Mitgliedskirchen findet sich im Artikel Liste der Mitgliedskirchen des Lutherischen Weltbundes.
    Deutsches Nationalkomitee

    Das Deutsche Nationalkomitee des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB) vertritt die elf deutschen Mitgliedskirchen mit insgesamt 12,5 Millionen Gemeindegliedern, und koordiniert von Hannover aus deren Arbeit. Vorsitzender ist zurzeit Landesbischof Gerhard Ulrich, Schwerin (Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland), sein Stellvertreter ist Landesbischof Frank Otfried July, Stuttgart (Evangelische Landeskirche in Württemberg). Geschäftsführer ist Oberkirchenrat Norbert Denecke.

    Der Ausschuss für Kirchliche Zusammenarbeit und Weltdienst des Deutschen Nationalkomitees (Hauptausschuss) unterstützt in Zusammenarbeit mit den verschiedenen deutschen Hilfswerken die Projekte und Programme des Lutherischen Weltbundes in aller Welt. Vorsitzender ist zurzeit Oberlandeskirchenrat Rainer Kiefer (Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers). Die Geschäftsstelle des Hauptausschusses des DNK/LWB hatte bis 2007 seinen Sitz in Stuttgart. Seit Januar 2008 ist die Geschäftsstelle des gesamten DNK/LWB im Amt der VELKD in Hannover angesiedelt.


    Die 95 Thesen an der Schlosskirche in Wittenberg

    Seit dem 15. März 2009 verfügt der Lutherische Weltbund über ein eigenes Büro in der Lutherstadt Wittenberg. Es soll u.a. die geistliche und theologische Begleitung kirchlicher Gruppen aus der lutherischen Weltfamilie anbieten sowie Studienprogramme für Studierenden- und Gemeindegruppen sowie Pfarrkonvente entwickeln. Angestrebt ist auch eine enge Verknüpfung mit der Stiftung der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und dem Zentrum der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Amerika (ELCA) in Wittenberg.

    Zu den ersten Aufgaben des Zentrums gehörte es, den Aufbau des „Luthergartens“ zu begleiten, in dem 500 Bäume von Partnern aus der weltweiten Ökumene gepflanzt wurden. Die Erstbepflanzung fand am 1. November 2009 statt. Sie führt bereits auf die Feierlichkeiten zum Reformationsjubiläum im Jahre 2017 (500 Jahre 95 Thesen Martin Luthers) hin.

    Erster Direktor des LWB-Zentrums Wittenberg ist der lutherische Theologe Hans-Wilhelm Kasch, zuvor Landespfarrer für Mission und Ökumene in der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs.
    Spannungen innerhalb des LWB

    Die Mitgliedskirchen des LWB haben zueinander volle Abendmahlsgemeinschaft vereinbart.

    Innerhalb des LWB kommt es immer wieder zu Spannungen, die die Fragen der Frauenordination und der Segnung gleichgeschlechtlicher Paare betrifft. Von den 140 Mitgliedskirchen des Lutherischen Weltbundes ordinieren 37 Kirchen keine Frauen.[9] Die unterschiedlichen Auffassungen zu Ehe, Familie und Sexualität[10] erschweren die Gemeinschaft innerhalb des LWB.[11]

    So richteten drei lutherische Bischöfe der baltischen Staaten einen Brief an den Generalsekretär Noko, in dem sie ihre Sorge zum Ausdruck brachten, dass auf Grund der Segnung homosexueller Paare in mehreren Gliedkirchen der Fortbestand der Kirchengemeinschaft innerhalb des LWB gefährdet sei[12] bzw. nach Ansicht des lutherischen Erzbischofs Janis Vanags beendet ist.[13]. Die äthiopische Mekane-Yesus-Kirche, die zweitgrößte lutherische Kirche weltweit, hat auf ihrer 19. Generalversammlung beschlossen, die Partnerschaft mit der Evangelisch-Lutherischen Kirche Amerika und der Schwedischen Kirche aufgrund deren Entscheidungen zur Segnung gleichgeschlechtlicher Paare und Öffnung des Pfarramtes für Homosexuelle aufzukündigen.[14]

    Auch die Frage der Frauenordination führe immer wieder zu Spannungen, sowohl in der Ökumene,[15] als auch innerhalb des LWB selbst, wobei sich dieses Thema zugunsten der Befürwortung von Frauenordination im Lutherischen Weltbund zunehmend im Laufe der Jahre entspannte. Laut der evangelikalen Nachrichtenagentur IDEA befürworten ungefähr 75 Prozent der Mitgliedskirchen des LWB die Frauenordination, während 25 Prozent diese ablehnen.[16] Unklar ist, ob die befürwortenden Kirchen überproportional viele Mitglieder haben, während die ablehnenden Kirchen zahlenmäßig kleiner sind. Dass die verhältnismäßig großen Kirchen, wie die deutschen Landeskirchen oder die ELCA bereits seit Jahrzehnten Frauen ordinieren, spricht aber für eine solche These.
    Kontaktgespräche LWB-ILC

    Neben dem Lutherischen Weltbund gibt es unter anderem noch den konservativeren Internationalen Lutherischen Rat (ILC) als Zusammenschluss konfessionell lutherischer Kirchen. Zwischen dem LWB und dem ILC kam es in der jüngeren Vergangenheit zu Kontaktgesprächen mit einem Abschlusskommuniqué mit dem Titel Was uns eint – was uns trennt.

    Quelle - Literatur & Einzelnachweise
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