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    Der Wohlstand der Nationen

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    Der Wohlstand der Nationen

    Beitrag  Andy am So März 22, 2015 9:20 pm

    Der Wohlstand der Nationen (vollständiger engl. Titel: An Inquiry into the Nature and Causes of the Wealth of Nations) ist das am 9. März 1776 erschienene Hauptwerk des schottischen Ökonomen Adam Smith. Es entstand als Kontrapunkt zum bis dahin wirtschaftspolitisch vorherrschenden Merkantilismus wie er von den damaligen europäischen Großmächten praktiziert wurde. Smiths Werk gilt als das grundlegende Werk der Wirtschaftswissenschaft, welche sich erst in der Folgezeit als eigenständige Wissenschaftsdisziplin etablierte, und markiert sowohl den Beginn der klassischen Nationalökonomie als auch parallel des Wirtschaftsliberalismus.


    Titelseite von Adam Smith' Hauptwerk (1776)

    Smith entwickelt in seinem Werk keine eigene geschlossene Theorie. Der Wohlstand der Nationen ist zum Großteil als Zusammenfassung der wirtschaftstheoretischen Erkenntnisse zahlreicher liberaler Vordenker zu verstehen. Es erfuhr ein großes Echo durch nachfolgende Ökonomen wie David Ricardo, Thomas Robert Malthus und Karl Marx. Heute ist das Werk vorrangig durch die Metapher der unsichtbaren Hand (und dem damit behaupteten Prinzip) bekannt, obwohl diese tatsächlich nur nebenbei von Smith erwähnt wurde. Zudem wird das Zitat meist aus dem eigentlichen Kontext gerissen. Smith bezog sich mit seinem Begriff der "invisible hand" lediglich auf die Unterstützung der heimischen Industrie ("the support of domestic industry") im Gegensatz zum Import von Gütern. Er sagt in diesem Zusammenhang, dass der Unternehmer im Zuge der Unterstützung der heimischen Industrie durch die Maximierung des Gesamteinkommens, basierend auf seiner unternehmerischen Tätigkeit, nur nach seinem eigenen Profit strebe und nicht nach der Förderung des Gemeinwohls, welche lediglich ein Nebeneffekt seiner Gewinnmaximierung sei.[1] Heute verwendet man diese Wendung in der neoklassischen Sichtweise jedoch für jedwede Art der Rechtfertigung einer Deregulierung der Märkte, um den Unternehmen möglichst viele Freiheiten zu gewähren. Ein Beispiel möglicher negativer Folgen mangelnder Regulierung durch den Gesetzgeber stellt die Privatisierung des Eisenbahnnetzes in Großbritannien dar, welche aufgrund monopolisitscher Strukturen zu unterlassener Instandhaltung des Schienennetzes führte, woraus letztlich mehrere Zugunglücke resultierten.[2]



    Der Wohlstand der Nationen ist in fünf Bücher unterteilt:

    Von den Ursachen für die Steigerung der produktiven Kräfte der Arbeit und von der Regel, nach der ihr Produkt unter die verschiedenen Klassen des Volkes natürlicherweise verteilt wird
    Natur, Ansammlung und Einsatz des Kapitals
    Die unterschiedliche Zunahme des Wohlstandes in einzelnen Ländern
    Systeme der Politischen Ökonomie
    Die Finanzen des Landesherrn oder des Staates

    Das Werk behandelt z. B. die grundlegenden Wirkungsmechanismen der verschiedenen Märkte, der Geldwirtschaft, der Produktionsfaktoren und des Außenhandels.

    In diesem Werk geht Smith speziell auf Arbeitsteilung in entstehenden Manufakturen ein und begründet seine Theorien am Beispiel der Stecknadelproduktion in Südengland.[3] In Bezug auf dieses Beispiel wird Smith meistens lediglich zur Begründung der Vorteilhaftigkeit dieser Form der Arbeitsteilung zitiert. Hingegen wird selten darauf hingewiesen, dass Smith in seinem Buch ebenso vor den dramatischen Konsequenzen dieser Effektivierung der Arbeitsprozesse, nämlich einer Verdummung der Arbeiter durch die ständige Wiederholung der immer selben Handgriffe, warnt.[4]
    Übersetzung

    Die erste Übertragung in die deutsche Sprache besorgte der Göttinger Historiker und Ökonom Georg Friedrich Sartorius (1765-1828), der eine gedrängte Darstellung von Smiths Lehren unter dem Titel „Handbuch der Staatswirthschaft“ (Berlin: Unger, 1796) herausbrachte und sich auch um die Verbreitung des Werkes verdient machte. Später erschienen weitere Übersetzungen, u.a. von Christian Garve (1742-1798) und Max Stirner (1806-1856). Eine moderne Fassung ist die 2009 erschienene Übersetzung von Franz Stöpel. [5]

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