Suchen
 
 

Ergebnisse in:
 


Rechercher Fortgeschrittene Suche

Die neuesten Themen
» Der Gluhschwanz, die vergessene Legende
Gestern um 9:06 pm von Andy

» Der Feuerputz
Gestern um 8:51 pm von Andy

» Betonkrebs oder Alkali-Kieselsäure-Reaktion
Mi Jul 19, 2017 8:37 pm von Andy

» Die Wolfsgrube
Mi Jul 19, 2017 8:21 pm von Andy

» *** Der Hag ***
Mi Jul 19, 2017 8:09 pm von Andy

» Ha-Ha oder Wolfssprung
So Jul 16, 2017 10:49 pm von checker

» Die Verdingung
So Jul 16, 2017 10:38 pm von checker

» Die Primogenitur
So Jul 16, 2017 10:33 pm von checker

» * Der Kamp *
So Jul 16, 2017 10:27 pm von checker

Navigation
 Portal
 Index
 Mitglieder
 Profil
 FAQ
 Suchen
Partner
free forum
Juli 2017
MoDiMiDoFrSaSo
     12
3456789
10111213141516
17181920212223
24252627282930
31      

Kalender Kalender


*** Die Letsch ***

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten

*** Die Letsch ***

Beitrag  Andy am Di Mai 12, 2015 8:55 pm

Die Letsch (auch: Leetsch, Letz, Litsche) ist ein besonders am Niederrhein verbreiteter Hochzeitsbrauch, ähnlich dem Polterabend.

Herkunft

Das Rituale Romanum schrieb vor, dass einer Trauung drei Aufrufe zur Eheverkündigung vorausgingen (Aufgebot): „[...] denunciationibus praemissis tribus continuis diebus festivis [...]“ (deutsch: [...] nachdem an drei aufeinanderfolgenden Sonntagen die Rufe erfolgt sind [...]).

Noch bis zum Zweiten Weltkrieg wurden die Aufrufe sonntags im Hochamt verlesen. Im Anschluss an den ersten der drei vorgeschriebenen Aufrufe zur Eheverkündigung in der Kirche (der Letsch) kamen die Freunde und Bekannten der Brautleute im Elternhaus der Braut zu einem Umtrunk – auch Broandewien, für Branntwein, genannt – zusammen. In manchen Pfarrgemeinden war es üblich, den letzten Aufruf zum Anlass für den Umtrunk zu nehmen.
Brauch

Eine echte Letsch findet daher an einem Sonntag statt, meist drei Wochen vor der Trauung. Sie beginnt gegen Mittag und dauert oft bis tief in die Nacht. Zur Letsch wird nicht förmlich eingeladen – wer kommen mag, der kommt.

Früher wurde auf Letschen auch geböllert: In großen Milchkannen mit fest aufgesetztem Deckel entwickelten ein wenig Carbid und Wasser mit der in der Kanne eingeschlossenen Luft ein explosives Gasgemisch, das entzündet wurde. Mit einem lauten Knall flog dann der schwere Deckel der Milchkanne meterweit durch die Luft. Dieses Carbidschießen ist ein nicht ganz ungefährlicher Brauch, der in Deutschland mittlerweile verboten ist.

Heute ähnelt die Letsch häufig einem Polterabend, der auf das Poltern verzichtet.
Verwandte Themen

Junggesellenabschied

Quelle - Literatur & Einzelnachweise
avatar
Andy
Admin

Anzahl der Beiträge : 22265
Anmeldedatum : 03.04.11

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben


 
Befugnisse in diesem Forum
Sie können in diesem Forum nicht antworten