Ähnliche Themen
Suchen
 
 

Ergebnisse in:
 


Rechercher Fortgeschrittene Suche

Die neuesten Themen
» Die Nag-Hammadi-Schriften (auch als Nag-Hammadi-Bibliothek bekannt)
Gestern um 11:45 pm von Andy

» Réseau Dirisoft
Gestern um 11:35 pm von Andy

» Das Hybridluftschiff
Gestern um 11:21 pm von Andy

» Continental Motors, Inc.
Gestern um 11:12 pm von Andy

» Die Linde AG
Gestern um 11:01 pm von Andy

» **** BOC ****
Gestern um 10:50 pm von Andy

» Die Kohlenstofffaser
Gestern um 10:42 pm von Andy

» Cargolifter CL160
Gestern um 7:12 am von Andy

» Lockheed Martin P-791
Gestern um 7:04 am von Andy

Navigation
 Portal
 Index
 Mitglieder
 Profil
 FAQ
 Suchen
Partner
free forum
Dezember 2017
MoDiMiDoFrSaSo
    123
45678910
11121314151617
18192021222324
25262728293031

Kalender Kalender


Heinrich Wessel

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten

Heinrich Wessel

Beitrag  checker am Di Jun 23, 2015 2:21 am

Heinrich Wilhelm Theodor Christian Wessel (* 12. Oktober 1868 in Lucklum; † 12. September 1939 in Wolfenbüttel) war ein deutscher Politiker der Deutschen Volkspartei (DVP). Im Zuge der Vorgänge um die Einbürgerung Adolf Hitlers hatte Wessel die entscheidende Idee, Adolf Hitler dadurch die deutsche Staatsangehörigkeit zu verschaffen, dass man ihn zum Bürger des Freistaates Braunschweig macht, indem Hitler eine Anstellung bei der braunschweigischen Gesandtschaft beim Reichsrat in Berlin erhielt.[1] Auf diese Weise wurde Hitler am 25. Februar 1932 Deutscher.[2]

Leben

Der Sohn eines Gutsbesitzers bestand 1890 das Abitur in Goslar und zog anschließend nach Braunschweig, um dort von 1891 bis 1895 an der TH Braunschweig Ingenieurwissenschaften zu studieren. Durch Heirat wurde er Besitzer eines Verlagshauses. 1929 verlieh ihm die TH Braunschweig die Ehrendoktorwürde.
Politiker

Wessel war zunächst von 1909 bis 1917 Stadtverordneter in Wolfenbüttel. 1918 wurde er Mitglied der Deutschen Volkspartei (DVP). Von 1911 bis 1933 war er Mitglied des Braunschweigischen Landtages, dem er als Präsident drei Mal vorsaß. Als die im Landtag vertretenen bürgerlichen Parteien, beispielsweise die Bürgerliche Einheitsliste (BEL), mit der ebenfalls im Landtag vertretenen NSDAP koalierten, tendierte Wessel zu einer Zusammenarbeit mit der Sozialdemokratischen Partei (SPD). 1933 verlor er sämtliche Ämter.
Einbürgerung Adolf Hitlers

Zwischen 1925 und 1932 hatte es mindestens sieben Versuche von verschiedenen Seiten gegeben, dem zu diesem Zeitpunkt auf eigenes Betreiben hin staatenlosen Hitler durch Einbürgerung die für die Reichspräsidentenwahl 1932 notwendige deutsche Staatsangehörigkeit zu verschaffen.

Nach sechs gescheiterten Versuchen, darunter bereits einem in Braunschweig – Hitler sollte eine Professur für „Organische Gesellschaftslehre und Politik“[3] an der Technischen Hochschule zugesprochen bekommen –, wandte sich der NSDAP-Abgeordnete und Präsident des Braunschweigischen Landtags Ernst Zörner an seinen Schwager, das DVP-Vorstandsmitglied Carl Heimbs, mit der Bitte um Unterstützung in der Angelegenheit. Zörner, Heimbs und Hitlers Rechtsberater Hans Frank trafen sich daraufhin in einem Braunschweiger Hotel,[4] wo Heimbs zusagte, sich mittels Wessels, des damaligen Landtags-Vizepräsidenten, für Hitlers Einbürgerung stark zu machen.[5] In einem Gespräch äußerte Wessel dann die Idee, Hitler eine Anstellung als Regierungsrat des Freistaates Braunschweig zu verschaffen, wodurch Hitler automatisch die deutsche Staatsangehörigkeit erhielte.

Der DVP-Vorstand billigte den Wessel-Vorschlag, wodurch Heinrich Wessel zur Schlüsselfigur[6] der Einbürgerung Adolf Hitlers wurde. Auch der DVP-Vorsitzende Eduard Dingeldey gab aus Berlin telefonisch im Namen seiner Partei die Zustimmung zu diesem Vorgehen,[2] sodass Wessel und sein Parteikollege Albert Brandes dem Innenminister des Freistaates Braunschweig und NSDAP-Mitglied Dietrich Klagges sowie Ernst Zörner mitteilen konnten, dass die DVP hinter dem Vorhaben stehe. Daraufhin unterzeichneten Klagges und der braunschweigische Ministerpräsident Werner Küchenthal von der Deutschnationalen Volkspartei (DNVP) die entsprechenden Papiere, die Hitler offiziell zu einem Deutschen machten.

Quelle - Literatur & Einzelnachweise
avatar
checker
Moderator
Moderator

Anzahl der Beiträge : 32595
Anmeldedatum : 03.04.11
Ort : Braunschweig

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben

- Ähnliche Themen

 
Befugnisse in diesem Forum
Sie können in diesem Forum nicht antworten