Der Sühnestein oder die Mordwange

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Der Sühnestein oder die Mordwange

Beitrag  Andy am Mi Jul 29, 2015 7:44 pm

Ein Sühnestein oder Mordwange ist ein aus dem Mittelalter stammender Gedenkstein, der, möglicherweise nach einem Urteil, an der Stelle errichtet wurde, an der ein Mord geschehen war. Sühnesteine werden als Flurdenkmal oder Bodendenkmal eingestuft.


Der Sühnestein von Gustow aus dem Jahr 1510


Mordsteine in Bielefeld aus dem 17. Jahrhundert

Die Steine in ihrer norddeutschen, auf der Insel Rügen und in Mecklenburg erhaltenen Ausführung sind flach und sehr hoch. Sie enthalten zum Teil Inschriften zum Anlass ihrer Aufstellung und zeigten häufig Kreuzigungsszenen, weshalb sie früher als Sühnekreuze bezeichnet wurden.

Noch an ihrem originalen Standort erhalten sind z. B. der Pomertstein bei Herrnburg, der Denkstein des Ludeke Mozellenburch bei Grevesmühlen, der Sühnestein von Schaprode und der Sühnestein von Gustow auf Rügen. Der Sühnestein von Gingst wurde zum Grabstein umgewidmet.

Es existieren darüber hinaus Sühnesteine in unterschiedlichen Formen und Größen, so haben sich zum Beispiel in einer kleineren, Grabsteinen ähnelnden Variante zwei Sühnesteine, hier Mordsteine genannt, im Bielefelder Stadtbezirk Sennestadt erhalten.
Siehe auch
Wiktionary: Sühnestein – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Ansveruskreuz
Kleverschusskreuz
Geisterrad

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