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Otto Sprengel

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Otto Sprengel

Beitrag  Andy am Di Aug 18, 2015 10:25 pm

Otto Sprengel (* 27. Dezember 1852 in Waren (Müritz); † 8. Januar 1915 in Berlin) war ein deutscher Chirurg.[1] Nach ihm ist die Sprengel-Deformität benannt (1891).[2][3]

Leben

Sprengel besuchte das Städtische Gymnasium Waren. Nach dem Abitur studierte er Medizin an der Eberhard Karls Universität Tübingen. Er war vom Sommersemester 1872 bis zum Wintersemester 1873/74 im Corps Borussia Tübingen aktiv und zeichnete sich als Consenior aus.[4] Als Inaktiver wechselte er an die Ludwig-Maximilians-Universität München und zum Wintersemester 1875/76 an die Universität Rostock.[5] Er beendete das Studium an der Philipps-Universität Marburg, die ihn 1877 zum Dr. med. promovierte.[6]

Die chirurgische Ausbildung begann er bei Wilhelm Roser in Marburg. Von 1878 bis 1881 war er mit Alfred Genzmer, Paul Kraske und Maximilian Oberst bei Richard von Volkmann in der Chirurgischen Klinik der Friedrichs-Universität Halle. Nach kurzer Zeit als Privatchirurg in Frankfurt am Main wurde er 1882 Oberarzt des Kinderkrankenhauses in Dresden. 1886 übernahm er die Leitung der Chirurgischen Abteilung vom Braunschweiger Landeskrankenhaus.[7] Im Jahr 1895 heiratete er Elisabeth Oberländer. Im Jahr 1914 zum Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie gewählt, konnte er das Amt nicht antreten, da er sich im Ersten Weltkrieg bei der Versorgung einer Schussverletzung infizierte. Mit 63 Jahren erlag einer Sepsis.[8] Beigesetzt wurde er auf dem Neuen Annenfriedhof in Dresden. Auf dem Friedhof Waren existiert zudem ein Gedenkkreuz am Grab seiner Schwester für ihn.[9]

Werke

Appendicitis. Enke, Stuttgart 1906.

Ehrungen

Honorarprofessor
Geheimer Medizinalrat (1915)
Präsident der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie (1915, nicht angetreten)


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