Ähnliche Themen
Suchen
 
 

Ergebnisse in:
 


Rechercher Fortgeschrittene Suche

Die neuesten Themen
» Frau im Mond
Gestern um 10:53 pm von Andy

» Die Astrobiologie
Gestern um 10:46 pm von Andy

» Die Strahlenbiologie (auch: Radiobiologie)
Gestern um 10:40 pm von Andy

» Carl Friedrich Wilhelm Zincken
Gestern um 10:34 pm von Andy

» Carl Tappe
Gestern um 10:01 pm von Andy

» Träger des Ordens Heinrichs des Löwen
Gestern um 9:50 pm von Andy

» Theodor Körner
Gestern um 9:34 pm von Andy

» Braunschweigische Finanzgesetze
Gestern um 9:22 pm von Andy

» Johann Friedrich Adolf von der Marwitz, der in ungnade gefallene preußischer Generalmajor
Gestern um 9:13 pm von Andy

Navigation
 Portal
 Index
 Mitglieder
 Profil
 FAQ
 Suchen
Partner
free forum
April 2017
MoDiMiDoFrSaSo
     12
3456789
10111213141516
17181920212223
24252627282930

Kalender Kalender


Rudolf Wiedemann

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten

Rudolf Wiedemann

Beitrag  Andy am Mi Aug 19, 2015 10:11 pm

Christian Rudolf Wilhelm Wiedemann (* 7. November 1770 in Braunschweig; † 21. Dezember 1840 in Kiel) war ein deutscher Geburtshelfer, Naturwissenschaftler und Hochschullehrer. Forschungen über Zweiflügler, Hautflügler und Käfer machten ihn als Entomologen bekannt.

Leben

Wiedemanns Vater Conrad Eberhard Wiedemann (1722–1804) war Kunsthändler. Seine Mutter war Dorothea Frederike geb. Raspe (1741–1804), eine kunstinteressierte Bankierstochter.

Nach seiner schulischen Ausbildung in Braunschweig immatrikulierte er sich 1790 an der Universität Jena für Medizin. Dort war er ein Zeitgenosse des Dichters Friedrich von Hardenberg und einer der vielen Schüler Johann Friedrich Blumenbachs. Er bereiste Sachsen und Böhmen und promovierte 1792 zum Dr. med..[1] Seinem Interesse an der Mineralogie frönte er auf einer Studienreise.

Während einer 14-monatigen Reise nach Südengland erfuhr er, dass das Collegium Carolinum Braunschweig ihn zum Professor am Institut für Anatomie und Chirurgie ernannt hatte. Seine Antrittsvorlesung im Oktober 1794 befasste sich mit dem fehlenden Sternum eines Jungen in Südwales.

Am 28. März 1796 heiratete Wiedemann in Braunschweig Luise Michaelis, eine Tochter des Göttinger Orientalisten Johann David Michaelis.
Geburtshelfer

1804 folgte er dem Ruf der Christian-Albrechts-Universität Kiel als o. Professor für Geburtshilfe. Am 1. Mai 1805 konnte er die erste Entbindung in das Journal der eben eröffneten Anstalt eintragen. Steigende Geburtenzahlen führten erst zu einer Einschränkung der Aufnahmekapazität des Gebärhauses und schon ein Jahr später dazu, dass Wiedemann einen weiteren Gebäudekomplex in der Haßstraße in der Altstadt (Kiel) pachten musste. Auch hier stieß man schnell an die Grenzen der Kapazitäten. Es dauerte allerdings bis 1809, bis die Krone Dänemark den Ankauf und Umbau genehmigte. Im Oktober 1810 konnte das Gebärhaus in der Fleethörn bezogen werden. Der steigende Zuspruch machte 1826 nochmals eine Erweiterung notwendig. In diesen Jahren steckte Wiedemann einen großen Teil seiner Kräfte in die Verbesserung der Bedingungen im Gebärhaus und in der Hebammenlehranstalt. Es hielt ihn dies allerdings nicht davon ab, seine Erfahrungen als Hebammenlehrer weiterzugeben. Das bezeugen seine Lehrtätigkeit und seine Lehrbücher. Als Geburtshelfer genoss Wiedemann einen hervorragenden Ruf, der auch auf seiner Ablehnung widernatürlicher Entbindungsmethoden als auch seiner Aufgeschlossenheit gegenüber dem Kaiserschnitt fußte. Wiedemann geht als hervorragender Hebammenlehrer und Begründer der Kieler Frauenklinik in die Geschichte ein. Durch seine Auseinandersetzung mit den französischen und englischen Anschauungen wies er der deutschen Geburtshilfe den Weg.

1809/10, 1820/21, 1824/25 und 1825/26 war er Rektor der Universität Kiel.[2]
Entomologe

Weniger bekannt ist seine Beschäftigung mit Insekten. Hier hatten es ihm besonders die außereuropäischen Zweiflügler angetan. Wiedemann schuf auf diesem Gebiet Grundlegendes. Bis heute werden verschiedenen Zweiflügler mit seinem Namen verbunden. Bleibendes Zeugnis sind auch zahlreiche wissenschaftliche Veröffentlichungen und Bücher auf diesem Gebiet.
Werke

Dass er vielseitig interessiert war, belegen seine medizinischen Publikationen wie das Handbuch der Anatomie, ein Buch über die Impfung bei Kuhblattern, Versorgung von Schussverletzungen und die Anweisung zur Rettung der Ertrunkenen, Erstickten, Erhaengten. Zeugnis legen aber auch seine Veröffentlichungen auf dem Gebiet der Mineralogie, Übersetzungen englischsprachiger Literatur und seine musischen Fähigkeiten ab.

Schwindende Kräfte sowie die Folgen eines Schlaganfalles ließen ihn immer mehr die Hilfe seines Pflegesohnes und Schülers Gustav Adolf Michaelis in Anspruch nehmen.

quelle - literatur & einzelnachweise
avatar
Andy
Admin

Anzahl der Beiträge : 22090
Anmeldedatum : 03.04.11

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben

- Ähnliche Themen

 
Befugnisse in diesem Forum
Sie können in diesem Forum nicht antworten