Suchen
 
 

Ergebnisse in:
 


Rechercher Fortgeschrittene Suche

Die neuesten Themen
» Das Todesgedicht
Gestern um 9:44 am von Andy

» R.I.P. Bertl
Gestern um 8:51 am von checker

» ** Die Bode **
Di Mai 16, 2017 2:41 am von Andy

» Kronland und die Kronländer
Di Mai 16, 2017 1:56 am von Andy

» Die Akıncı - Renner und Brenner
Di Mai 16, 2017 1:32 am von Andy

» Iacobeni oder der Schenker Stuhl bzw. Jakobsdorf
Di Mai 16, 2017 1:18 am von Andy

» Iacobeni oder der Schenker Stuhl bzw. Jakobsdorf
Di Mai 16, 2017 1:18 am von Andy

» MEL BROOKS - THE HITLER RAP (To Be Or Not To Be) 1984 (Audio Enhanced)
Di Mai 16, 2017 12:51 am von Andy

» Verbotene Zone: Diese 13 Orte wirst du nie betreten
Di Mai 16, 2017 12:41 am von Andy

Navigation
 Portal
 Index
 Mitglieder
 Profil
 FAQ
 Suchen
Partner
free forum
Mai 2017
MoDiMiDoFrSaSo
1234567
891011121314
15161718192021
22232425262728
293031    

Kalender Kalender


Die Gabelle oder Gabella

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten

Die Gabelle oder Gabella

Beitrag  Andy am Di Sep 08, 2015 6:44 pm

Der Begriff Gabelle oder Gabella (vom mittelalterlich-lateinischen gabulum) wurde in Frankreich ursprünglich für Steuern auf jegliche Art von Waren verwendet. Als gabella emigrationis war sie ein Abfahrtsgeld, das früher von einem Auswanderer für das mitgenommene Vermögen zu entrichten war. Die gabella hereditatis war die Steuer, die für eine ins Ausland gehende Erbschaft oder Schenkung zu entrichten war.


Die Karte zeigt die einzelnen Regionen Frankreichs mit den unterschiedlichen Abgabehöhen für die Salzsteuer, gabelle.

Die Gabelle beschränkte sich aber allmählich auf eine Salzsteuer. Im Laufe der Zeit wurde die Salzsteuer eine der meistgehassten und am ungleichsten verteilten Steuern im Land, aber obwohl alle Reformanhänger sie missbilligten, wurde sie erst am 21. März 1790 durch ein Dekret der Assemblée Constituante[1] abgeschafft.

Zuerst während der Herrschaft Philipps IV. im Jahr 1286 als Notbehelf erhoben, wurde sie von Karl V. zu einer dauerhaften Steuer gemacht. Die Regierung verpflichtete jede Einzelperson über acht Jahren, wöchentlich eine Minimalmenge an Salz zu einem festgesetzten Preis zu kaufen; die Steuer wirkte also als Staatsmonopol. Als die gabelle erstmals eingeführt wurde, wurde sie allen Provinzen Frankreichs einheitlich auferlegt, aber für den längeren Teil ihrer Geschichte variierte sie in verschiedenen Provinzen, die man in fünf Gruppen klassifizieren kann:

Die Pays de grandes gabelles mit der höchsten Steuer (hellblauer Bezirk auf der Karte). Normandie, Champagne, Picardie, Île-de-France, Maine, Anjou, Touraine, Orléanais, Berry, Bourgogne, Bourbonnais.
Die Pays de petites gabelles, in denen die Steuer die Hälfte der vorherigen betrug (grauer Bezirk). Dauphiné, Vivarais, Gévaudan, Rouergue, Provence, Languedoc.
Die Pays de salines, in denen die Steuer auf das Salz aus den Salzmarschen erhoben wurde (olivgrüner Bezirk). Lorraine, Alsace, Franche-Comté, Lyonnais, Dombes, Roussillon.
Die Pays redimés, die 1549 eine Befreiung von der Steuer erwarben (grüner Bezirk). Poitou, Limousin, Auvergne, Saintonge, Angoumois, Périgord, Quercy, Bordelais, Guyenne.
Die Pays exempts, die eine Ausnahme von der Steuer verlangten, als sie mit dem Königreich Frankreich zusammengeschlossen wurden.

Die Produzenten mussten ihr Salz an die Greniers à sel (Salzkammern seit 1342) liefern, die in jeder Provinz eingerichtet waren; bei Nichtbeachtung drohte Konfiszierung. Die Salzkammer setzte den Preis fest, den sie für das Salz bezahlte, und verkaufte es dann zu einem höheren Kurs an die Einzelhändler.

Quelle - Literatur & Einzelnachweise
avatar
Andy
Admin

Anzahl der Beiträge : 22239
Anmeldedatum : 03.04.11

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben

- Ähnliche Themen

 
Befugnisse in diesem Forum
Sie können in diesem Forum nicht antworten