Suchen
 
 

Ergebnisse in:
 


Rechercher Fortgeschrittene Suche

Die neuesten Themen
» Friedrich Ernst Dorn
Gestern um 9:17 am von Andy

» **** Platin ****
Gestern um 9:11 am von Andy

» Der Aufruf der Kulturschaffenden
Gestern um 9:02 am von Andy

» Harry Rosenthal
Gestern um 8:54 am von Andy

»  BASF-Rückruf - Krebserregender Stoff in Matratzen gelandet?
Fr Okt 13, 2017 9:51 pm von checker

» Kasseler Schallkanone soll Angreifer abschrecken
Do Okt 12, 2017 10:14 pm von Andy

» *** Radon ***
Do Okt 12, 2017 10:00 pm von Andy

» Die Froschfische
Do Okt 12, 2017 9:54 pm von Andy

» Der Sternmull
Do Okt 12, 2017 9:46 pm von Andy

Navigation
 Portal
 Index
 Mitglieder
 Profil
 FAQ
 Suchen
Partner
free forum
Oktober 2017
MoDiMiDoFrSaSo
      1
2345678
9101112131415
16171819202122
23242526272829
3031     

Kalender Kalender


Die Squatter

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten

Die Squatter

Beitrag  checker am Fr Sep 18, 2015 9:29 am

Unter Squatter (engl. squatter ‚Besetzer‘, von squat ‚hinhocken‘) versteht man im englischen Sprachgebrauch Menschen, die sich ohne Rechtstitel auf unbebautem Land ansiedeln (Landbesetzung). In jüngerer Zeit werden auch Hausbesetzer als Squatter bezeichnet oder bezeichnen sich selbst als solche. In manchen Ländern bestehen noch andere Interpretationen von „Squattern“, so etwa in Australien, Südafrika und in Entwicklungsländern. Die früheste bekannte Bewegung dieser Art sind die Diggers.

Squatter in den USA

In den Vereinigten Staaten von Amerika ist ein Squatter ein Ansiedler, der sich ohne Rechtstitel auf unbebautem und ungenutztem Regierungsland niederlässt. Ab dem 17. Jahrhundert beförderte diese individuelle Landnahme die rasche Besiedelung, besonders der westlichen Gebiete. Die Niederlassungen, die von den Pionieren gegründet wurden, bereiteten die spätere planmäßige Kolonisation vor. Deshalb lag es im allgemeinen Interesse, den Besitzstand der Squatters gesetzlich zu schützen. Die Regelungen in den einzelnen Bundesstaaten waren unterschiedlich. In Massachusetts galt z. B. schon seit 1808 ein Gesetz, wonach das Eigentumsrecht an einem Grundstück durch vierzigjährige Nutzung erworben werden konnte. 1839 verhalf Texas, das damals noch nicht zur Union gehörte, den Ansiedlern Sicherheit durch ein Heimstättengesetz, das Schutz vor Pfändung bot. Diesen Beispielen folgten später fast alle Bundesstaaten.[1]

Unterstützung erfuhren die Squatters damals beispielsweise durch Horace Greeley, den Herausgeber der seriösen New York Tribune. Von ihm stammt der Aufruf: „Go West, young Man!“ Die Verteilung von Land an mittellose Bauern war auch das Hauptanliegen der Partei der Freibodenmänner, der Free Soil Party, die später in der Republikanischen Partei aufging.

Auf Unionsebene gab es ebenfalls Überlegungen, den Squatters leichten Zugang zum Eigentum zu verschaffen. 1862 trat das Heimstättengesetz (Homestead Act) für die gesamten Vereinigten Staaten in Kraft. Durch Zahlung des symbolischen Preises von 1,25 Dollar pro Acre konnte jeder über 21 Jahre alte Bürger einen Rechtstitel auf das von ihm bewirtschaftete Grundstück erwerben, wobei die Fläche auf 160 Acres (0,6 km²) = 200 Dollar begrenzt war und kein öffentliches Nutzungsinteresse entgegenstehen durfte. War dem Siedler eine Zahlung nicht möglich, wurde das Grundstück nach fünfjähriger Nutzung kostenlos übertragen.

Diese großzügige Regelung ist nach dem Ende der Besiedelungspolitik aufgehoben worden.
Squatter in Australien

In Australien heißen Squatters die Viehzüchter, die große Landflächen von der Regierung pachten. Darauf nimmt das Brettspiel "Squatter - The (Australian) Wool Game" (Verlag John Sands) Bezug.
Squatter in Südafrika

In Südafrika versteht man unter Squatter Camps einfache Hüttenviertel, die überwiegend von der schwarzen Bevölkerung bewohnt werden. Squatter ist der Mensch, der in einem Squatter Camp lebt. Siedlungen dieser Art gibt es weiterhin in Südafrika. Ein bekanntes historisches Beispiel ist die Entwicklung des Stadtteils Orlando in Soweto durch die Landbesetzung von Squattersiedlern in den 1940er Jahren.[2]
Squatter in Entwicklungsländern

Squatter Camps in Entwicklungsländern werden oft illegal bzw. ohne gesicherten Rechtstitel errichtet. Die Folgen sind meist Vernachlässigung durch den Staat, fehlende Infrastruktur, hygienische und gesundheitliche Probleme und Feuergefahr. Squattersiedlungen stehen oft auf ungeeignetem Gelände, wo sie durch Erdrutsche und Überschwemmungen bedroht sind.

Siehe auch

Cybersquatting
Hausbesetzung
Informelle Siedlung
Villa Miseria

Quelle - Literatur & Einzelnachweise
avatar
checker
Moderator
Moderator

Anzahl der Beiträge : 32509
Anmeldedatum : 03.04.11
Ort : Braunschweig

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben


 
Befugnisse in diesem Forum
Sie können in diesem Forum nicht antworten