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Der Antibolschewistenfonds

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Der Antibolschewistenfonds

Beitrag  Andy am Mo Nov 16, 2015 8:30 pm

Der Direktor der Deutschen Bank Paul Mankiewitz organisierte für den 10. Januar 1919 in den Räumen des Aero-Klubs von Berlin ein Treffen von 50 hochrangigen Teilnehmern der Industrie-, Handels- und Bankenwelt, an dem u.a. Hugo Stinnes, Albert Vögler, Siemens, Otto Henrich (Siemens-Schuckert Konzern), Ernst von Borsig, Felix Deutsch (AEG) und Arthur Salomonsohn (Disconto-Gesellschaft) teilnahmen. Einziger Tagesordnungspunkt war Stadtlers Vortrag „Der Bolschewismus als Weltgefahr“. Stadtler berichtete in seinen 1935 erschienenen Memoiren, die Vertreter der deutschen Wirtschaft hätten daraufhin 500 Millionen Reichsmark für den Antibolschewistenfonds freigegeben. Die Gelder wurden über die Verbände der Industrie, des Handels und der Banken von deutschen Unternehmern auf freiwilliger Basis eingezogen. Von da an flossen laut Stadtler gewaltige Summen u.a. an Freikorps, die Armee und Gruppen, die (mit welchen Mitteln auch immer) "antibolschewistisch" wirken sollten.[6] Diese Angaben werden von dem amerikanischen Sozialhistoriker Gerald D. Feldman bezweifelt, der schätzt, der Fonds habe von jedem anwesenden Wirtschaftsführer fünf Millionen Reichsmark erhalten.[7] Bereits im März 1919 trat Stadtler vom Vorsitz der Liga zurück. Die finanzielle Zusammenarbeit von Großindustrie und nationalistischen Politikern blieb eine kurzfristige Episode.[8]

Quelle - literatur & einzelnachweise
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