Suchen
 
 

Ergebnisse in:
 


Rechercher Fortgeschrittene Suche

Die neuesten Themen
» Hans Seidel Stiftung - Banziana 2017
Sa Jun 17, 2017 11:20 pm von Andy

» Volkspolizist Fritz Fehrmann oder Tod unter dem Fallbeil
Sa Jun 17, 2017 10:54 pm von Andy

» Der Deutsche Einzelhandelstag
Sa Jun 17, 2017 10:32 pm von Andy

» Stern Combo Meissen
Sa Jun 17, 2017 10:13 pm von Andy

» Die Kulturanthropologie
Sa Mai 27, 2017 10:48 pm von checker

» Adolf Grimme
Sa Mai 27, 2017 10:39 pm von checker

» Die Anthropologie
Sa Mai 27, 2017 10:31 pm von checker

» Das 14-Punkte-Programm
Sa Mai 27, 2017 10:22 pm von checker

» Der Londoner Vertrag 1915
Sa Mai 27, 2017 10:05 pm von checker

Navigation
 Portal
 Index
 Mitglieder
 Profil
 FAQ
 Suchen
Partner
free forum
Juni 2017
MoDiMiDoFrSaSo
   1234
567891011
12131415161718
19202122232425
2627282930  

Kalender Kalender


Saul B. Robinsohn

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten

Saul B. Robinsohn

Beitrag  Andy am Mi Nov 18, 2015 11:07 pm

Saul Benjamin Robinsohn (* 1916 in Berlin; † 9. April 1972 ebenda) war ab 1963 Direktor am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin und Honorarprofessor an der Freien Universität Berlin.

1933 verließ er Deutschland und studierte an der Hebräischen Universität Jerusalem Geschichte, Soziologie, Philosophie und Pädagogik. 1959 ging er als Direktor an das UNESCO-Institut für Pädagogik nach Hamburg, bis er 1964 einem Ruf als Direktor am 1963 neu gegründeten Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin folgte.

Robinsohn lieferte die theoretischen Grundlagen für eine eigenständige Curriculumforschung unter Berücksichtigung des sozialpolitischen Kontexts unterschiedlich strukturierter Gesellschaften. Durch ihn wurde der Begriff Curriculum statt Lehrplan, den es seit Daniel Georg Morhof 1688 gegeben hatte, in Deutschland wieder gebräuchlich. Mit Hinweis auf neue Lehrplanentscheidungen in den USA, England, Schweden und der Sowjetunion stellte er die deutsche humanistische Tradition heftig infrage. Sein Angriff auf die zentrale Stellung der klassischen Sprachen im Gymnasium wirkte stark nach. Auch trat er für einen veränderten Geschichtsunterricht ein, der sich auf die Veränderbarkeit der Welt statt auf die Identitätsfestigung und nationale Tradition konzentrieren sollte.

„Wer wollte bestreiten, dass das Studium der geistigen Quellen der Antike ebenso wie das ihrer sprachlichen Grundstrukturen lohnend und beglückend sein kann? Dies gilt nicht nur für den Gelehrten, sondern für einen jeden, der hier Inspiration zu suchen vermag. Ein zentrale Position im Curriculum der allgemeinbildenden Schule ist für diese Welt damit nicht nachgewiesen.“

– Saul B. Robinsohn[1]

In Berlin-Lankwitz befindet sich die 1995 gegründete Shaul und Hilde Robinsohn Stiftung, die in Fortführung des Werkes von Robinsohn die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten der gemeinnützigen Internationalen Akademie (INA) auf den Gebieten der Curriculumforschung und -entwicklung, der Lehrer- und Erzieherbildung sowie der vergleichenden Erziehungswissenschaft fördert. Dort, in den ehemaligen Gebäuden der Pädagogischen Hochschule Berlin, befindet sich auch die Shaul-B.-und-Hilde-Robinsohn-Bibliothek, kurz Robinsohn-Bibliothek, die insbesondere die Schriften von Robinsohn erhält, pflegt und verbreitet.[2]
Werke (Auswahl)

Jüdische Geschichte in deutschen Geschichtslehrbüchern, (mit Chaim Schatzker), Braunschweig 1963.
Bildungsreform als Revision des Curriculum, Luchterhand, Neuwied 1967 (mehrere Auflagen).


Quelle - literatur & Einzelnachweise
avatar
Andy
Admin

Anzahl der Beiträge : 22243
Anmeldedatum : 03.04.11

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben


 
Befugnisse in diesem Forum
Sie können in diesem Forum nicht antworten