Suchen
 
 

Ergebnisse in:
 


Rechercher Fortgeschrittene Suche

Die neuesten Themen
» Die Weltrevolution
Heute um 8:30 am von Andy

» *** Grunge ***
Heute um 8:19 am von Andy

» Post-Hardcore oder Postcore
Heute um 8:12 am von Andy

» Martin Heinrich Hammitzsch
Heute um 8:07 am von Andy

» Das Haus der Bayerischen Geschichte (HdBG)
Heute um 8:00 am von Andy

» Der Kuipergürtel
Heute um 7:53 am von Andy

» William Kenneth Hartmann
Heute um 7:10 am von Andy

» Erich Hartmann , der erfolgreichste Jagdflieger in der Geschichte des Luftkrieges
Heute um 7:05 am von Andy

» Das Abstammungsgutachten
Heute um 6:01 am von Andy

Navigation
 Portal
 Index
 Mitglieder
 Profil
 FAQ
 Suchen
Partner
free forum
März 2017
MoDiMiDoFrSaSo
  12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
2728293031  

Kalender Kalender


Die Todsünde

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten

Die Todsünde

Beitrag  Andy am Sa Nov 21, 2015 9:39 pm

Mit Todsünde (peccatum mortiferum oder mortale) werden im Katechismus der Katholischen Kirche besonders schwerwiegende Arten der Sünde bezeichnet.

Die katechetische Tradition der römisch-katholischen Kirche grenzt jedoch die lässliche Sünde (peccatum veniale) als minderschweres, geringfügiges Vergehen ab. Ein besonders grobes Vergehen bildet als himmelschreiende Sünde (peccatum clamans) eine Unterkategorie der Todsünde.

Den Todsünden werden die Haupttugenden gegenübergestellt.[1]

Definition

Damit eine Sünde als schwer zu beurteilen ist, muss sie drei Voraussetzungen erfüllen:[2]

Sie muss eine schwerwiegende Materie, insbesondere einen Verstoß gegen die zehn Gebote zum Gegenstand haben; traditionell werden Ehebruch, Mord oder Apostasie (= Glaubensabfall) genannt.
Der Sünder muss die Todsünde „mit vollem Bewusstsein“ begehen, die Schwere der Sünde also bereits vorher erkennen.
Die Sünde muss „mit bedachter Zustimmung“ (also aus freiem Willen) begangen werden.

Papst Johannes Paul II. konkretisierte den Begriff Todsünde im Apostolischen Schreiben über Versöhnung und Buße in der Kirche Reconciliatio et paenitentia aus dem Jahre 1984 wie folgt:

Die Lehre der Kirche nennt „denjenigen Akt eine Todsünde, durch den ein Mensch bewusst und frei Gott und sein Gesetz sowie den Bund der Liebe, den dieser ihm anbietet, zurückweist, indem er es vorzieht, sich sich selbst[3] zuzuwenden oder irgendeiner geschaffenen und endlichen Wirklichkeit, irgendeiner Sache, die im Widerspruch zum göttlichen Willen steht“.[4]

Insgesamt kommt in der Todsünde eine Abkehr von der in der Sündenvergebung durch die Taufe begründeten Gemeinschaft mit Gott zum Ausdruck. Für die erneute Vergebung der persönlichen Schuld ist aber keine weitere Taufe erforderlich, sondern es genügt die vollkommene Reue, also die bewusste Hinwendung zur Liebe Gottes. Im Bußsakrament, der Beichte, ist dem Büßer die Vergebung von Todsünden überdies auch ohne Gewissheit über die Vollkommenheit der Reue zugesagt.
Abgrenzung vom Laster


Hieronymus Bosch (1450–1516): Die Sieben Todsünden; in den Ecken: Die vier letzten Dinge

Sünden entstehen nach der klassischen Theologie aus sieben schlechten Charaktereigenschaften:

Superbia
1. Hochmut (Eitelkeit, Übermut)
Avaritia
2. Geiz (Habgier)
Luxuria
3. Wollust (Ausschweifung, Genusssucht, Begehren)
Ira
4. Zorn (Wut, Rachsucht)
Gula
5. Völlerei (Gefräßigkeit, Maßlosigkeit, Selbstsucht)
Invidia
6. Neid (Eifersucht, Missgunst)
Acedia
7. Faulheit (Feigheit, Ignoranz, Trägheit des Herzens)

Diese Charaktereigenschaften werden als Hauptlaster bezeichnet und unter dem im Mittelalter entstandenem Akronym Saligia zusammengefasst. Sie gelten als Ursache vieler Sünden und können sowohl zu schweren als auch zu lässlichen Sünden führen. Da die Hauptlaster Ursache und somit Wurzel von Sünden sind, werden sie gelegentlich auch als „Wurzelsünden“ bezeichnet; auch der Begriff „Hauptsünde“ ist gebräuchlich.

Verwirrend und theologisch falsch, aber umgangssprachlich gebräuchlich ist die Bezeichnung der sieben Hauptlaster als „sieben Todsünden“; sie sind zwar durchaus auch selbständige Sünden, Todsünden sind aber – sogar der Materie nach, also auch ohne Berücksichtigung der „mildernden Umstände“ Wissens- und Willensmangel – nur einige davon und dann auch meist nur in ihrer vollen Ausprägung.

Erstmals findet sich eine solche Kategorisierung von menschlichen Lastern bei Euagrios Pontikos Ende des 4. Jahrhunderts. Er benennt acht negative Eigenschaften, von denen die Mönche heimgesucht werden können. Invidia gehörte für ihn nicht dazu, aber zusätzlich zu den oben genannten Vana Gloria (Ruhmsucht) und Tristitia (Trübsinn). Papst Gregor I. († 604) ordnete Trübsinn der Acedia zu, die Ruhmsucht dem Hochmut und fügte dem Sündenkatalog den Neid hinzu.

Schon damals wurden den Hauptlastern bestimmte Dämonen zugeordnet. Am weitesten verbreitet sind jedoch die Zuordnungen des Peter Binsfeld aus dem 16. Jahrhundert. Er ordnet Luzifer den Hochmut, Mammon den Geiz, Leviathan den Neid, Satan den Zorn, Asmodeus die Wollust, Beelzebub die Völlerei und Belphegor die Faulheit zu.

In der mittelalterlichen Theologie werden den Hauptlastern häufig die Kardinaltugenden gegenübergestellt. Mehrere Kirchenväter und Theologen befassten sich mit den Hauptsünden und trugen auch zu ihrer Systematisierung bei. Papst Gregor I. stellte ihnen etwa die „Sieben Gaben des Heiligen Geistes“ gegenüber.

Im Kompendium des Katechismus der Katholischen Kirche aus dem Jahr 1992 wird als erste Hauptsünde nicht Hochmut, sondern Stolz genannt.
Theologische Konsequenzen

Nach der Lehre der katholischen Kirche zieht die (schwere) Sünde den zweiten Tod, die Höllenstrafe nach sich, wenn man ohne vollkommene Reue und Buße stirbt. Die Vergebung der Todsünde kann nur im Bußsakrament oder durch vollkommene Reue (d. h. Reue aus Liebe zu Gott) erreicht werden. Die vollkommene Reue muss den Wunsch enthalten, das Bußsakrament und die Absolution (s. u.) zu empfangen. Auch der Empfang der heiligen Kommunion ist als unwürdig verboten. In der persönlichen Beichte spricht die Kirche durch den Priester in persona Christi den Sünder kraft göttlicher Vollmacht von seinen Sünden los: Er erteilt die Absolution. Hier genügt auch eine nur unvollkommene Reue (d. h. Reue aus Furcht vor Gottes Strafe) für die wirksame Wiederherstellung der Taufgnade.
Die „Sieben Todsünden“ in Kunst und Popkultur
Bildende Kunst

Die sieben Hauptsünden (auch als „die sieben Todsünden“ bezeichnet) sind in der bildenden Kunst und vor allem in der Malerei und der Grafik ein häufiges Bildthema. Bilderzyklen gab es schon im Mittelalter und reichen bis in die Gegenwart.

Beispiele

um 1510 Hans Burgkmair der Ältere: Die sieben Todsünden, Folge von sieben Holzschnitten
1557 Sieben Holzstiche von Hieronymus Cock nach Pieter Bruegel dem Älteren
1617–1620 Jacques Callot: Die sieben Todsünden, Folge von sieben Radierungen
1715 Balthasar Esterbauer: Die Sieben Todsünden, sieben farbig gefasste Skulpturen auf der Kanzel im Kloster Comburg
1861 Eduard Ille: Die sieben Todsünden, Folge von sieben Holzschnitten,
1888–1905 James Ensor: Folge von acht Radierungen, Museum Oskar Reinhart, Winterthur
1914 Alfred Kubin: Die sieben Todsünden, Folge von acht Lithografien
1925 Marc Chagall: Die sieben Todsünden. Folge von 16 Blättern
1933 Otto Dix: Die sieben Todsünden, Staatliche Kunsthalle Karlsruhe
1983/2008 Bruce Nauman: Vices and virtues, Neon-Schrift, 18teilig, Stuart Collection, University of California, San Diego
1993–1994 Eva Aeppli: Quelques faiblesses humaines. Sieben Skulpturen aus Bronze



Ausstellungen

Seven Sins. Museion – Museum für moderne und zeitgenössische Kunst. Bozen 2004.
Les Péchés capitaux – Acht Ausstellungen: 1 – La Paresse. 2 – La Colère. 3 – La Gourmandise. 4 – L'Avarice. 5 – La Luxure. 6 – L'Orgueil. 7 – L'Envie. Acht einzelne Kataloge. Centre Pompidou, Paris 1996/97
Lust und Laster. Die sieben Todsünden von Dürer bis Nauman. Kunstmuseum Bern, Zentrum Paul Klee, Bern 2010. Ausstellungskatalog ISBN 978-3-7757-2647-4
Bosch, Bruegel, Rubens, Rembrandt. Albertina, Wien. Wien 2013. (Es ist u. a. ein Animationsfilm des belgischen Künstlers Antoine Roegiers, *1980, zu Pieter Bruegels Sieben Todsünden zu sehen.)
Die 7 Todsünden. Stiftung Kloster Dalheim. LWL-Landesmuseum für Klosterkultur. Lichtenau-Dalheim 2015.

Literatur

Selma Lagerlöf: Die sieben Todsünden (Legende von 1899)
Film

John M. Stahl: Todsünde (USA 1945)
Philippe de Broca: Die sieben Todsünden (Les Sept péchés capitaux – Frankreich, Italien 1962)
Graham Stark: Die herrlichen sieben Todsünden (The Magnificent Seven Deadly Sins – UK 1971)
Heinz Schink: Der Heiligenschein (TV-Film, BR Deutschland 1977)
David Fincher: Sieben (USA 1995)
Gert Verhulst: Das Haus Anubis – Pfad der 7 Sünden (Deutschland 2012)
Joss Whedon: Serenity – Flucht in neue Welten (USA 2005)

Theater

Rafael Spregelburd: Heptalogie des Hieronymus Bosch. In dem siebenteiligen Zyklus aus Theaterstücken sucht der argentinische Dramatiker und Regisseur Rafael Spregelburd für jede der klassischen Todsünden eine zeitgenössische Entsprechung. Sechs Stücke sind bisher fertiggestellt. Einige davon wurden bereits in Deutschland gezeigt, zum Beispiel Die Dummheit (Schaubühne Berlin 2005) und Die Panik (Münchner Kammerspiele 2007).

Serie

Charmed – Zauberhafte Hexen, Die sieben Todsünden, Episode 62 (3.18) (Originaltitel: Charmed, Sin Francisco), 2000.
ProSieben: Die 7 Todsünden – Der Abgrund in uns, High-End-Doku-Fiction Serie, 2007
Supernatural, Die glorreichen Sieben, Episode 45 (3.01) (Originaltitel: Supernatural, The Magnificent Seven), 2007.
Xena – Die Kriegerprinzessin, Herz der Dunkelheit, Episode (6.03).
Fullmetal Alchemist – Komplette Staffel (7 Homunculi verkörpern die Sünden); Anime (2003, 2009).
In dem Videospiel und dem Anime Umineko no Naku Koro ni treten die 7 Todsünden als „Seven Sisters of Purgatory“ auf. Sie stellen Luzifer, Mammon, Leviathan, Satan, Asmodeus, Beelzebub und Belphegor dar.
In der bei RTL2 ausgestrahlten Animeserie Digimon treten Demon (Zorn, 2. Staffel), Beelzebumon (Völlerei, 3. Staffel), Lucemon Falldown Mode (Hochmut, 4. Staffel), Belphemon (Trägheit, 5. Staffel) und Lilithmon (Wollust, 6. Staffel) auf.
In der Animeserie und im Manga Code:Breaker treten die 7 Todsünden als Superkräfte (Feuer) vom Hauptcharakter als Luzifer, Mammon, Leviathan, Satan, Asmodeus, Beelzebub und Belphegor auf.
In der Zeichentrickserie SpongeBob Schwammkopf charakterisiert einem Interpretationsansatz zufolge jede der Hauptfiguren eine Todsünde: SpongeBob die Wollust/das Begehren, Patrick die Faulheit, Sandy den Hochmut, Mr. Krabs den Geiz und die Gier, Thaddäus den Zorn, Plankton den Neid und die Schnecke Gary die Völlerei. Dabei vereinen die einzelnen Charaktere i. d. R. jedoch zumindest partiell mehrere Todsünden gleichzeitig.
Im Manga Reborn! gibt es eine Spezialeinheit der Mafia Familie Vongola, die Varia. Jedes ihrer sieben Mitglieder verkörpert eine der sieben Todsünden. Lussuria verkörpert die Wollust, Xanxus den Zorn, Superbia Squalo den Hochmut, Gola Mosca die Völlerei, Levi A Than den Neid, Mammon/Viper die Gier und Belphegor die Faulheit.
Das bei Arte ausgestrahlte Magazin Abgedreht! behandelte seit September 2014 in je einer sonntäglichen Folge die sieben Todsünden satirisch.
In Seven Deadly Sins geht es um eine Truppe aus Kriegern, die die 7 Todsünden mit speziellen Kräften darstellen und die dazu beauftragt wurden, die heiligen Krieger im Königreich Liones auszulöschen. Manga (2012), Anime (2014).
Im Anime D.Gray-man verkörpern die Noah die Todsünden
Im Manga Angel Sanctuary (Kaori Yuki) werden die 7 Todsünden durch die 7 Satane (Belial: Hochmut, Balbero: Jähzorn, Leviathan: Neid, Astaroth: Trägheit, Asmodeus: Wollust, Mammon: Geiz, Beelzebub: Völlerei) dargestellt.

Musik

Kurt Weill (Musik) & Bertolt Brecht (Text): Die sieben Todsünden der Kleinbürger (1933), gesungenes Ballett („ballet chanté“) für Sopran, Männerquartett und Orchester
Rinder & Lewis: Seven Deadly Sins (1977)
Bryan Ferry: Seven Deadly Sins (1987)
Horst Lohse: Die sieben Todsünden (1989, nach Hieronymus Bosch), für Orgel. UA am 5. März 1990 in Bonn
Traveling Wilburys: 7 Deadly Sins (1990)
Simple Minds: 7 Deadly Sins (1995)
Daemon: Seven Deadly Sins (1996)
Ice-T: The Seventh Deadly Sin (1999)
Torch: Nebeis (2000)
Crematory: Act Seven (2000)
Rage: Seven Deadly Sins (2002)
Flogging Molly: Seven Deadly Sins (2004)
The Tiger Lillies: 7 Deadly Sins (2008)
Leo Sandner: Die sieben Todsünden – Reflexionen für großes Orchester (UA 3. Oktober 2008 Dom zu Erfurt)
Destruction: Vicious Circle – The Seven Deadly Sins (2008)
Prinz Pi: Sieben Sünden (2008) feat. Basstard
Helloween: 7 Sinners (2010)
LaFee: 7 Sünden (2011)
Matthias Brodowy: Sieben (2011)
Scheusal & Kunstfehler – 7ieben: Die sieben Todsünden (Konzeptalbum)
Magenta: Seven (2004)
Peter Madsen’s Seven Sins Ensemble: Gravity of Love (2012)
Deadmau5: 7 (2013)

Musikvideo

Pet Shop Boys: It’s a Sin (1987)
Felix Da Housecat: Sinnerman (2003)

Manga

Fullmetal Alchemist. In der Manga-Serie von Hiromu Arakawa sind die Homunculi nach den sieben Todsünden benannt und wie diese charakterisiert.
In dem Manga Bleach von Tite Kubo tragen sieben aufeinanderfolgende Kapitel die Namen der sieben Todsünden: The Envy, The Greed, The Gluttony, The Pride, The Sloth, The Wrath und The Lust.
Im Manga Katekyo Hitman Reborn! von Akira Amano repräsentieren die „Varia“ die sieben Todsünden.
Im Manga Angel Sanctuary von Kaori Yuki sind 4 der 7 Todsünden als die Figuren: Belial (Hochmut), Astaroth (Trägheit), Mammon (Gier) und Asmodeus (Wollust) dargestellt.
Im Manga Judge geht es um die sieben Todsünden.
Im Manga Soul Eater werden die Protagonisten durch Magie in das sogenannte Buch Eibons gezogen. Die Kapitel, die sie darin durchsuchen, heißen Lust, Völlerei, Neid, Zorn, Stolz, Faulheit und Gier. Sie werden durch Räume repräsentiert, die der Sünde entsprechend gestaltet sind.
Im Manga Code:Breaker ist die Fähigkeit eines der Hauptcharaktere die Flammen der 7 Todsünden und die dazugehörigen Dämonen zu kontrollieren.
In der Manga-Serie zu der Visual Novel Umineko no Naku Koro ni von 07th Expansion sind die Sieben Todsünden die Diener der Hexe Beatrice.
Im Manga He’s My Vampire (2010) von Aya Shōoto sucht der reinblütige Vampire Aki nach den 7 Stigmata, welche jeweils eine Todsünde und einen Dämonen darstellen.
Im Manga Nanatsu no Taizai bzw. Seven Deadly Sins verkörpern die Hauptfiguren die Sieben Todessünden und tragen diese auch als Beinamen.
Im Manga Servamp verkörpern die Alpha Vampire die 7 Todsünden und tragen diese auch als Beinamen.

Computerspiele

In 7 Deadly Sins, einem Online-Spiel, geht es darum, innert 14 Tagen alle sieben Todsünden zu begehen.
Dante’s Inferno ist ein in Anspielung auf Dantes Göttliche Komödie konzipiertes Spiel. Auf seiner Reise durch die Hölle muss Dante neun Höllenkreise durchschreiten, die teils nach den Todsünden benannt sind.
In Devil May Cry 3 sind die Gegner im Spiel nach den sieben Todsünden benannt.
In The Binding of Isaac gibt es auf manchen Ebenen einen Raum mit einem „Mini-Boss“, der jeweils eine der sieben Todsünden darstellt.
Im Spiel Crusader Kings 2 können die Charaktere die sieben Todsünden als Eigenschaften annehmen.
In Sacra Terra: Engelhafte Nacht, einem Online-Spiel, sind in einer Irrenanstalt die Dämonen der sieben Todsünden daran zu hindern, eine Hölle auf Erden anzurichten.
Im japanischen Spiel 'Shadow Hearts: From the New World' werden sechs von sieben Charakteren im „Fegefeuer“ eine Todsünde zugeschrieben: Shanaia: Zorn; Natan: Faulheit; Frank: Hochmut; Mao: Gier; Hilda: Völlerei; Ricardo: Wollust. Der letzte Gegner stellt den 'Neid' dar.
Den Psychopathen im Spiel 'Dead Rising 3' werden ebenfalls Todsünden zugeschrieben: Harry Zhi Wong: Zorn; Theodore Lagerfeld Jr.: Faulheit; Jherii Gallo: Hochmut; Darlene Fleischermacher: Völlerei; Dylan Fuentes: Wollust; Albert Contiello: Gier; Kenny Dermot: Neid.

Verwendung des Begriffs der „Sieben Todsünden“ in anderen Zusammenhängen

Zur Kennzeichnung schwerwiegender Fehlentscheidungen oder -entwicklungen, gravierender Regelverstöße oder unbedingt zu vermeidender Handlungsweisen werden Listen oder Lasterkataloge erstellt, die mit den klassischen Todsünden in Zusammenhang stehen können, aber nicht müssen.
Ethisches Verhalten (Gandhi)

Mahatma Gandhi hat die sieben Todsünden der modernen Welt wie folgt definiert:

Reichtum ohne Arbeit
Genuss ohne Gewissen
Wissen ohne Charakter
Geschäft ohne Moral
Wissenschaft ohne Menschlichkeit
Religion ohne Opferbereitschaft
Politik ohne Prinzipien

Deutsches Strafrecht

Im deutschen Strafrecht hat sich die umgangssprachliche Bezeichnung „sieben Todsünden“ für die in § 315c Abs. 1 Nr. 2 Buchstabe a bis g StGB aufgeführten strafbaren Verkehrsverstöße eingebürgert.[5]

Quelle - Literatur & Einzelnachweise
avatar
Andy
Admin

Anzahl der Beiträge : 21750
Anmeldedatum : 03.04.11

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben

- Ähnliche Themen

 
Befugnisse in diesem Forum
Sie können in diesem Forum nicht antworten