Suchen
 
 

Ergebnisse in:
 


Rechercher Fortgeschrittene Suche

Die neuesten Themen
» Friedrich Ernst Dorn
Mo Okt 16, 2017 9:17 am von Andy

» **** Platin ****
Mo Okt 16, 2017 9:11 am von Andy

» Der Aufruf der Kulturschaffenden
Mo Okt 16, 2017 9:02 am von Andy

» Harry Rosenthal
Mo Okt 16, 2017 8:54 am von Andy

»  BASF-Rückruf - Krebserregender Stoff in Matratzen gelandet?
Fr Okt 13, 2017 9:51 pm von checker

» Kasseler Schallkanone soll Angreifer abschrecken
Do Okt 12, 2017 10:14 pm von Andy

» *** Radon ***
Do Okt 12, 2017 10:00 pm von Andy

» Die Froschfische
Do Okt 12, 2017 9:54 pm von Andy

» Der Sternmull
Do Okt 12, 2017 9:46 pm von Andy

Navigation
 Portal
 Index
 Mitglieder
 Profil
 FAQ
 Suchen
Partner
free forum
Oktober 2017
MoDiMiDoFrSaSo
      1
2345678
9101112131415
16171819202122
23242526272829
3031     

Kalender Kalender


Die Hochschulpolitische Arbeitsgemeinschaft studentischer Verbände (Hopoag)

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten

Die Hochschulpolitische Arbeitsgemeinschaft studentischer Verbände (Hopoag)

Beitrag  Andy am Di Dez 01, 2015 9:15 pm

Die Hochschulpolitische Arbeitsgemeinschaft studentischer Verbände (Hopoag) war ein 1932 gegründeter und 1933 aufgelöster Studentenverband, der in Opposition zum Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbund (NSDStB) stand.

Vorgeschichte

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde als deutschlandweite Interessenvertretung der örtlichen Studentenschaften die Deutsche Studentenschaft (DSt) gegründet.

Im Jahr 1926 wurde der Nationalsozialistische Deutsche Studentenbund (NSDStB) als Hochschulgruppe der NSDAP gegründet. Anfangs kooperierten die studentischen Verbände in vielen Fällen mit dem NSDStB. Berührungspunkte waren hierbei besonders der Revanchismus nach dem vermeintlich zu Unrecht verlorenen Krieg, sowie teilweise auch der um sich greifende Antisemitismus. Diese konnten anfangs die gewichtigen Unterschiede (Führerprinzip ↔ Conventsprinzip) überdecken.

Auf dem Studententag 1931 übernahm der NSDStB die Führung in der DSt. Kurz darauf brach zwischen NSDStB und Deutscher Burschenschaft (DB), dem damals größten Korporationsverband, offener Streit aus. Die DB beschloss, dass ihre Angehörigen durch Selbstausschluss ausschieden, wenn sie Anweisungen von außerhalb der DB stehenden Personen annahmen. Damit reagierte die DB auf den wachsenden Einfluss nationalsozialistischer Studenten innerhalb der Korporationsverbände.[1] Auf dem Burschentag 1932 war ein Schreiben des NSDStB an NSDAP-Mitglieder, die am Burschentag teilnahmen, bekannt geworden. Diese wurden angewiesen, bestimmte Anträge zu stellen und zu unterstützen. Einstimmig verwahrte sich der Burschentag daraufhin gegen die „Anmaßung einer Befehlsgewalt über Burschenschafter“.[2]
Gründung

Um den Einfluss des NSDStB einzudämmen, bildete sich unter der Führung der DB im September 1932 die „Hochschulpolitische Arbeitsgemeinschaft studentischer Verbände“ (Hopoag), der auch die studentischen Dachverbände Deutsche Landsmannschaft, Cartellverband der katholischen deutschen Studentenverbindungen (CV) und Kartellverband katholischer deutscher Studentenvereine (KV) sowie die politischen Hochschulgruppen Deutschnationale Studentenschaft und Stahlhelm-Studentenring Langemarck angehörten. Weitere Korporationsverbände, wie die Deutsche Sängerschaft (DS), schlossen sich ebenfalls an.

Die Hopoag verstand sich als „völkische Opposition“ gegen den Führungsanspruch des NSDStB. Dabei ging es ihr weniger um weltanschauliche Gegensätze, als um die Macht in der DSt.[3] Einer der Initiatoren der Gründung der Hopoag war Fritz Hilgenstock, Vorsitzender des Hochschulpolitischen Ausschusses der DB. Er bedauerte den Konflikt mit dem NSDStB, weil „es sich letzten Endes … um einen Bruderkampf“ handeln würde, und betonte die „Zustimmung zu den Grundgedanken des Nationalsozialismus“. Der NSDStB wirke sich „zum Schaden der nationalsozialistischen Bewegung“ aus.[4]

Die AStA-Wahlen des Wintersemesters 1932/33 brachten dem NSDStB zwar empfindliche Stimmenverluste, der Erfolg der Hopoag kam jedoch viel zu spät. Nach der „Machtergreifung“ durch die Nationalsozialisten wurde im April 1933 die Geschäftsstelle der Hopoag handstreichartig von der SA besetzt und die Hopoag zur Selbstauflösung gezwungen.[5]

Siehe auch

Geschichte der (verfassten) Studentenschaften
Geschichte der Studentenverbindungen
Kameradschaft (Studentenorganisation)

Quelle - Literatur & Einzelnachweise
avatar
Andy
Admin

Anzahl der Beiträge : 22328
Anmeldedatum : 03.04.11

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben

- Ähnliche Themen

 
Befugnisse in diesem Forum
Sie können in diesem Forum nicht antworten