Suchen
 
 

Ergebnisse in:
 


Rechercher Fortgeschrittene Suche

Die neuesten Themen
» Die Bibeltreue Jugend.
Gestern um 7:07 am von Bibeltreue Jugend

» Hans Seidel Stiftung - Banziana 2017
Sa Jun 17, 2017 11:20 pm von Andy

» Volkspolizist Fritz Fehrmann oder Tod unter dem Fallbeil
Sa Jun 17, 2017 10:54 pm von Andy

» Der Deutsche Einzelhandelstag
Sa Jun 17, 2017 10:32 pm von Andy

» Stern Combo Meissen
Sa Jun 17, 2017 10:13 pm von Andy

» Die Kulturanthropologie
Sa Mai 27, 2017 10:48 pm von checker

» Adolf Grimme
Sa Mai 27, 2017 10:39 pm von checker

» Die Anthropologie
Sa Mai 27, 2017 10:31 pm von checker

» Das 14-Punkte-Programm
Sa Mai 27, 2017 10:22 pm von checker

Navigation
 Portal
 Index
 Mitglieder
 Profil
 FAQ
 Suchen
Partner
free forum
Juni 2017
MoDiMiDoFrSaSo
   1234
567891011
12131415161718
19202122232425
2627282930  

Kalender Kalender


Das Journal für die reine und angewandte Mathematik, kurz Crelles Journal

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten

Das Journal für die reine und angewandte Mathematik, kurz Crelles Journal

Beitrag  Andy am Sa Dez 05, 2015 11:27 pm

Das Journal für die reine und angewandte Mathematik, kurz Crelles Journal, ist eine der renommiertesten mathematischen Fachzeitschriften. Es wurde 1826 in Berlin gegründet und ist damit das älteste heute noch existierende Periodikum im Bereich der Mathematik.



Der Impact Factor des Journals lag im Jahr 2012 bei 1,083. In der Statistik des Science Citation Index belegte die Zeitschrift damit Rang 32 von 295 Zeitschriften in der Kategorie „Mathematik“.[1]

Geschichte

August Leopold Crelle hatte das Journal 1828 als Folge von Quartalsschriften geplant, von denen je vier zu einem Band zusammengefasst werden sollten. Die tatsächliche Frequenz der Hefte lag aber schon ab 1830 höher; bereits 1887 konnte der 100. Band erscheinen, der 200. im Jahr 1958. Mitte der 1960er-Jahre wurde die Unterteilung in Hefte aufgegeben; die Bände erschienen jetzt quartalsweise, ab den 1980er-Jahren monatlich. Verlegt wurde der erste Band von Duncker & Humblot in Berlin, die folgenden im ebenfalls in Berlin ansässigen Georg Reimer Verlag, der Ende 1918 im Verlag Walter de Gruyter aufging.

Das Themengebiet sollte nach Crelles ursprünglicher Vorstellung relativ weit gefächert sein. Er schreibt in seiner Vorrede zum ersten Band:

„In den Umfang ihrer Gegenstände sollen gehören:

Die reine Mathematik, also Analysis, Geometrie und die Theorie der Mechanik in ihrer ganzen Ausdehnung.
Anwendungen der Mathematik aller Art, z.B. auf die Lehre vom Licht (Optik, Catoptrik, Dioptrik), auf die Theorie der Wärme, auf die Theorie des Schalles, auf die Wahrscheinlichkeiten etc.; ferner die Hydraulik, die Maschinenlehre, die mathematische Geographie, Geodäsie etc. Die Astronomie soll zwar nicht ausgeschlossen sein, aber auch keinen Hauptgegenstand ausmachen, weil diese Wissenschaft allein eine Zeitschrift beschäftigt.“

Bald fand jedoch eine Fokussierung auf mathematische Themen statt. Zwar hatten Arbeiten aus dem Bereich der Physik im 19. Jahrhundert noch einen festen Platz – unter anderem erschienen Beiträge von Georg Simon Ohm, Ludwig Boltzmann und Hermann von Helmholtz –, doch etwa ab der Jahrhundertwende war das Journal zur rein mathematischen Zeitschrift geworden.
Herausgeber

Nach Crelles Tod 1855 wurde das Journal zunächst von angesehenen Professoren der Berliner Universität fortgeführt, seit Beginn des 20. Jahrhunderts auch von Professoren anderer Universitäten.
Herausgeber (bis 1979) Zeitraum
August Leopold Crelle 1826–1855
Karl Wilhelm Borchardt 1856–1880
Karl Weierstraß 1881–1888
Leopold Kronecker 1881–1891
Lazarus Immanuel Fuchs 1892–1902
Kurt Hensel 1903–1936
Ludwig Schlesinger 1929–1933
Helmut Hasse 1929–1979
Hans Rohrbach 1952–1977

Seit Ende der 1970er-Jahre liegt die Herausgeberschaft bei einem internationalen Gremium von etwa fünf bis acht renommierten Mathematikern. Gegenwärtiger (2013) leitender Herausgeber ist Rainer Weissauer, weiterhin gehören dem Herausgebergremium Tobias Colding, Joachim Cuntz, Daniel Huybrechts und Jun-Muk Hwang an.
Beiträge (Auswahl)

Niels Henrik Abel: Untersuchungen über die Reihe \textstyle 1+\frac{m}{1}\cdot x+\frac{m\cdot (m-1)}{1\cdot 2}\cdot x^2\dots, Bd. 1 (1826), p. 311-339
Felix Eberty: Beweis der Lehrsätze Band 2. Heft 3. Nr. 54. S. 287, Bd. 5 (1830), p. 107-109
Ernst Eduard Kummer: Allgemeiner Beweis des Fermatschen Satzes, daß die Gleichung x^{\lambda}+y^{\lambda}=z^{\lambda} durch ganze Zahlen unlösbar ist, für alle diejenigen Potenz-Exponenten \lambda, welche ungerade Primzahlen sind und in den Zählern der ersten ½ (\lambda - 3) Bernoullischen Zahlen als Factoren nicht vorkommen Bd. 40 (1850), p. 130-138 (siehe auch: Großer Fermatscher Satz)
Karl Weierstraß: Zur Theorie der Abelschen Functionen, Bd. 47 (1854), p. 289-306
Georg Cantor: Ueber eine Eigenschaft des Inbegriffs aller reellen algebraischen Zahlen, Bd. 77 (1874), p. 258-262 (Cantors erster Überabzählbarkeitsbeweis)
Joseph Liouville: Leçons sur les fonctions doublement périodiques, Bd. 88 (1879), p. 277-310
Johann von Neumann: Eine Axiomatisierung der Mengenlehre, Bd. 154 (1925), p. 219-240
Hans Hahn: Über lineare Gleichungssysteme in linearen Räumen, Bd. 157 (1927), p. 214-229 (Urfassung des Satzes von Hahn-Banach)
Richard Brauer, Helmut Hasse, Emmy Noether: Beweis eines Hauptsatzes in der Theorie der Algebren, Bd. 167 (1932), p. 399-404


Quelle - literatur & Einzelnachweise
avatar
Andy
Admin

Anzahl der Beiträge : 22243
Anmeldedatum : 03.04.11

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben

- Ähnliche Themen

 
Befugnisse in diesem Forum
Sie können in diesem Forum nicht antworten