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*** LOWA ***

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*** LOWA ***

Beitrag  Andy am Di Dez 08, 2015 11:25 pm

Mit dem Kürzel LOWA wurde die 1945 gegründete Vereinigung Volkseigener Betriebe des Lokomotiv- und Waggonbaus der DDR bezeichnet. Sie bestand bis zum Ende der DDR im Jahr 1990.


„Waggonbau LOWA“ auf einem Sgraffito von 1945 im Bahnhof Bautzen

Geschichte

Neun Jahre nach ihrer Gründung als VVB LOWA wurde sie 1954 in „VVB Schienenfahrzeugbau“ umbenannt. Später wurde sie in VEB Kombinat Schienenfahrzeugbau der DDR umbenannt. In ihr wurden alle Lokomotiv- und Waggonbaufirmen der DDR vereinigt. Diese umfasste unter anderem die Werke:

VEB Waggonbau Ammendorf, vormals Gottfried Lindner AG
VEB Lokomotivbau Karl Marx Babelsberg, vormals Orenstein & Koppel (1976 aus dem Kombinat ausgeschieden)
VEB Waggonbau Bautzen, vormals Linke-Hofmann-Busch
VEB Waggonbau Dessau, vormals Dessauer Waggonfabrik
VEB Waggonbau Gotha, ehemals Fritz Bothmann
VEB Waggonbau Görlitz, vormals Waggon- und Maschinenbau Görlitz AG (WUMAG)
VEB Lokomotivbau Elektrotechnische Werke Hans Beimler Hennigsdorf, vormals AEG
VEB Waggonbau Niesky, vormals Christoph & Unmack
VEB Waggonbau Werdau, vormals Linke-Hofmann-Busch mit Vorgängern Sächs. Waggonbau und Wagenfabrik Schumann
VEB Schwermaschinenbau „Heinrich Rau“ Wildau
VEB Waggonausrüstungen Vetschau, jetzt TransTec Vetschau GmbH
VEB Federnwerk Zittau, jetzt Federnwerk Zittau GmbH

Zum Kombinat LEW „Hans Beimler“ Hennigsdorf gehörten weitere VEB:

VEB Schichtpressstoffwerk (SPW), Bernau bei Berlin
VEB Galvanotechnik Leipzig (GTL), Nachfolgeunternehmen der Langbein-Pfanhauser Werke in der DDR
VEB Industrieofen- und Anlagenbau Güntersberge
VEB Infrarot Anlagenbau Oranienburg
VEB Schaltgerätewerk Werder
VEB Schaltgerätewerk Muskau

Produkte


Ansicht des Eingangs zur Ausstellungsfläche der Messestand der VVB LOWA (Vereinigung Volkseigener Betriebe (VVB) des Lokomotiv- und Waggonbaus) auf dem Ausstellungsgelände der Technischen Messe (1951)

Eine Auswahl der von VEB LOWA hergestellten Produkte:
Straßenbahnen

LOWA ET50 (1950–1956) – Einheitsstraßenbahnwagen

Omnibusse und Obusse

Erster LOWA-Obus im Sommer 1950 in Erfurt in Dienst gestellt[1]
Obusse Normgröße I und Normgröße II[2]
LOWA-Omnibus Typ W 50 aus der Waggonfabrik Werdau (ab 1951)[3]
LOWA-Omnibusse W 500, 501, H3B, H6B[4][5][6]
Sattelschlepper-Omnibus[7][8]

Die Omnibusfertigung wurde ab 1955 gestoppt.[9]

(Quellen unter[10])
Dampfkraftwagen

LOWA-Straßenzugmaschine DW 65[11][12]

Der Dampfkraftwagen wurde im LOWA-Werk Vetschau gebaut. Da es Probleme mit dem Funkenflug gab, wurde diese Entwicklung nicht weiterverfolgt.
Dampflokomotiven

DR-Baureihe 65.10

Diesellokomotiven

DR-Baureihe V 60
DR-Baureihe V 100
DR-Baureihe V 180 (1960–1970) – größte Diesellok der DDR

Elektrolokomotiven

DR-Baureihe E 11
DR-Baureihe E 42
DR-Baureihe 243
DR-Baureihe E 251
DR-Baureihe 250
DR-Baureihe 252
DR-Baureihe 280.
Baureihe E 04 (EU 04) (1954–1958) Gleichstromlok für die PKP
Baureihe E 05 (EU 20) (1954–1958) Gleichstromlok für die PKP



LOWA-Bus aus Bautzen

Triebwagen

DR-Baureihe VT 18.16 (1963, 1965–1968) dieselhydraulischer Schnelltriebzug
DR-Baureihe ORT 137.7 (1968) Oberleitungsrevisionstriebwagen

Kleinlokomotiven

LEW EL 2 – Normalspur-Grubenlok
LEW EL 3 – 900-mm-Grubenlok
LEW EL 4 – Werksbahnlok
LEW EL 16 – Akkuschleppfahrzeug

Eisenbahnwagen

E5-Mitteleinstiegswagen
Doppelstockwagen

Sonstiges

Elektronenstahl-Mehrkammeröfen (Entwicklung: Ardenne-Institut)
Kupferfolie für die Leiterplattenproduktion der DDR
Elektrische Haushaltsgeräte, Gartenmöbel und Saunaöfen (Konsumgüter-Offensive der 1980er-Jahre)

Nachfolger


Logo des Kombinats Schienenfahrzeugbau der DDR


Fabrikschild des Kombinats Schienenfahrzeugbau der DDR

Die Werke der VEB Waggonbau Bautzen, VEB Waggonbau Dessau, VEB Waggonbau Görlitz, VEB Waggonbau Ammendorf, VEB Waggonbau Niesky und Vetschau gingen nach der Wende 1990 in der Deutschen Waggonbau AG auf. Diese wurde 1998 von Bombardier Transportation aufgekauft. VEB Lokomotivbau Elektrotechnische Werke „Hans Beimler“ Hennigsdorf wurde von AEG wieder übernommen. Im Jahr 2005 wurde das Werk Niesky durch die DB Fahrzeuginstandhaltung übernommen. Auch das Werk Dessau wurde verkauft. Auf dessen Gelände hat sich die mittelständische FTD Fahrzeugtechnik Bahnen Dessau angesiedelt.

Die Gothaer Waggonfabrik wurde zerschlagen. Ein Firmenteil wurde an die Schmitz-Gruppe verkauft und stellt Straßenanhänger her, ein anderer Firmenteil bildet die Gothaer Fahrzeugtechnik als Hersteller von Gittermasten und Auslegerverlängerungen. Schienenfahrzeugbau findet in Gotha nicht mehr statt, ebenso in Babelsberg. Der VEB Lokomotivbau Karl Marx Babelsberg wurde 1992 abgewickelt. Auf seinem Gelände befindet sich heute ein Industriepark. Am Standort Wildau wurde 1994 die Wildauer Kurbelwellen GmbH gegründet, die 1997 vom Unternehmen Georgsmarienhütte übernommen wurde. Auf den verbliebenen Teilflächen dieses Standortes wurde ein neuer Campus der Technischen Fachhochschule Wildau errichtet.

Quelle - literatur & einzelnachweise
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Andy
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