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Leni Riefenstahl

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Leni Riefenstahl

Beitrag  checker am Do Dez 10, 2015 5:42 am

Helene Bertha Amalie „Leni“ Riefenstahl (* 22. August 1902 in Berlin; † 8. September 2003 in Pöcking) war eine deutsche Filmregisseurin, -produzentin und -schauspielerin sowie Drehbuchautorin, Cutterin, Fotografin und Tänzerin. Sie gilt als eine der umstrittensten Persönlichkeiten der Filmgeschichte – einerseits für ihre Werke von vielen Filmschaffenden und -kritikern als „innovative Filmemacherin und kreative Ästhetin“[1] verehrt und geachtet, andererseits wegen ihrer Beteiligung an der Propaganda für die Diktatur des Nationalsozialismus kritisiert und moralisch verurteilt.


Leni Riefenstahl (1933 als Darstellerin im Film SOS Eisberg)

Nachdem Riefenstahl ihre ursprünglich eingeschlagene Tanzkarriere aufgrund einer Knieverletzung beenden musste, etablierte sie sich während der 1920er Jahre im Deutschland der Weimarer Republik als Schauspielerin im Bergfilmgenre.

Durch ihr 1932 veröffentlichtes Regiedebüt Das blaue Licht, bei dem sie als Hauptdarstellerin, Koproduzentin und Drehbuchautorin fungierte, wurden führende NSDAP-Politiker wie der Parteichef Adolf Hitler und Reichspropagandaleiter Joseph Goebbels auf sie aufmerksam. Nach der im Jahr darauf erfolgten Machtübernahme der NSDAP erhielt Riefenstahl den Auftrag, die „Reichsparteitagstrilogie“ zu drehen. Die Propagandaproduktionen Sieg des Glaubens, Triumph des Willens und Tag der Freiheit! – Unsere Wehrmacht entstanden in den Jahren 1933 bis 1935. Für Triumph des Willens erhielt Riefenstahl den Deutschen Nationalen Filmpreis 1934/35, die Auszeichnung für die beste ausländische Dokumentation bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig 1935 im gleichfalls faschistischen Italien sowie den Grand Prix auf der Pariser Weltfachausstellung.

1938 drehte Riefenstahl Olympia, eine zweiteilige Dokumentation über die Olympischen Sommerspiele 1936 in Berlin. Der Film wurde vielfach als ästhetisches Meisterwerk gelobt, aber auch für seine propagandistischen und ideologischen Elemente kritisiert. Riefenstahl bekam für ihre Arbeit unter anderem den Deutschen Nationalen Filmpreis 1937/38, den Coppa Mussolini, eine olympische Goldmedaille vom Internationalen Olympischen Komitee und den Kinema-Jumpō-Preis verliehen.

Während des Zweiten Weltkriegs filmte sie mit dem „Sonderfilmtrupp Riefenstahl“ Hitlers Polenfeldzug.

In der Nachkriegszeit wurde sie trotz ihrer Einbindung in die nationalsozialistische Filmpolitik laut eines Spruchkammerbeschlusses lediglich als „Mitläuferin“ eingestuft. Dennoch gestaltete es sich nach der militärischen und politischen Niederschlagung des NS-Regimes für Riefenstahl ab 1945 schwer, weitere Aufträge als Regisseurin und Produzentin zu erhalten, so dass sie ihr Filmschaffen nach Tiefland (1954) für fast ein halbes Jahrhundert einstellte.

Ab den 1960ern betätigte sich Riefenstahl als Fotografin und veröffentlichte mehrere Bildbände. Zu ihren bekanntesten Werken dieser Zeit zählen Fotoreportagen über das Volk der ostafrikanischen Nuba im Sudan und Unterwasseraufnahmen. 2002 veröffentlichte sie mit dem Dokumentarfilm Impressionen unter Wasser ihr letztes Werk.

Leben und Werk
Kindheit, Jugend und Tanzkarriere

Helene Bertha Amalie Riefenstahl, genannt „Leni“, kam am 22. August 1902 in Berlin-Wedding zur Welt. Zweieinhalb Jahre später wurde ihr Bruder Heinz Riefenstahl (1905–1944) geboren.[2] Ihr Vater Alfred Riefenstahl (1878–1944) war ein Handwerksmeister, der sich einen eigenen Installateurbetrieb aufgebaut hatte. Ihre Mutter Bertha Ida Riefenstahl (1880–1965, geborene Scherlach), als jüngstes von 18 Kindern im polnischen Włocławek aufgewachsen, war Näherin.[2] Ihre ersten Lebensjahre wohnte Riefenstahl mit ihrer Familie in der Prinz-Eugen-Straße im Wedding, später zogen die Riefenstahls in ein eigenes Haus in Zeuthen bei Berlin.[3]

Riefenstahl wurde 1908 in die Volkschule in Berlin-Neukölln eingeschult.[4] Anschließend besuchte sie das Kollmorgensche Lyzeum, eine private Höhere Knaben- und Mädchenschule in Berlin-Tiergarten, das sie 1918 mit der Mittleren Reife verließ.[4] In ihrer Freizeit erhielt Riefenstahl Klavierunterricht und begeisterte sich schon in jungen Jahren für Sport. Sie war Mitglied im Charlottenburger Damen-Schwimmclub Nixe,[5] trat einem Turnverein bei, fuhr Rollschuh, spielte Tennis, ruderte und segelte auf dem Zeuthener See.[6] Nach ihrem Schulabschluss erhielt Riefenstahl für kurze Zeit Mal- und Zeichenunterricht an der Staatlichen Kunstgewerbeschule in Berlin.[7] Außerdem nahm sie hinter dem Rücken ihres strengen Vaters, jedoch mit der Unterstützung ihrer kunstbegeisterten Mutter, Tanzstunden an der Grimm-Reiter-Schule[8][7] am Kurfürstendamm. Dort lernte sie unter anderem rhythmisches Turnen und Tanzen, Improvisation sowie Phantasietanz. Nachdem Riefenstahl bei einer Tanzveranstaltung im Berliner Blüthnersaal für die erkrankte Anita Berber eingesprungen war, erfuhr ihr Vater von den heimlichen Tanzstunden und schickte sie für ein Jahr in ein Pensionat in Thale im Harz. Dort übte sie weiter heimlich Tanzen, spielte Theater und besuchte mit ihrer Internatskameradin Hela Gruel die Aufführungen der Freilichtbühne Thale. Von 1920 bis 1923 arbeitete Riefenstahl als Sekretärin im Betrieb ihres Vaters, wo sie Schreibmaschine, Stenografie und Buchhaltung lernte.

Während dieser Zeit durfte sie ihren Tanzunterricht an der Grimm-Reiter-Schule fortsetzen und erhielt außerdem von 1921 bis 1923 eine klassische Ballettausbildung bei Eugenie Eduardowa.[5] Zusätzlich lernte sie Ausdruckstanz an der Jutta-Klamt-Schule in der Fasanenstraße und nahm Boxunterricht bei Sabri Mahir. 1923 besuchte sie für ein halbes Jahr Mary Wigmans Tanzschule in Dresden, wo sie gemeinsam mit Gret Palucca, Vera Skoronel und Yvonne Georgi unterrichtet wurde. Im selben Jahr ging sie mit dem Tennisprofi Otto Froitzheim ihre erste Beziehung ein und lernte während eines Badeurlaubs an der Ostsee den Banker und späteren Filmproduzenten Harry R. Sokal kennen. Dieser finanzierte ihr Debüt als Solo-Tänzerin am 23. Oktober 1923 in München. Es folgte eine sechsmonatige Tournee mit rund 70 Auftritten im In- und europäischen Ausland.[8] Außerdem wurde Riefenstahl von Max Reinhardt für zwei[9] Solo-Auftritte in den Kammerspielen des Deutschen Theaters in Berlin engagiert.[8][10]

Fred Hildenbrandt beschrieb Riefenstahls Tanzstil mit den Worten: „Dieses sehr schöne Mädchen ringt wohl inständig um einen Rang neben den dreien, die man ernst nimmt: der Impekoven, der Wigman, der Gert. Und wenn man dieses vollkommen gewachsene hohe Geschöpf in der Musik stehen sieht, weht eine Ahnung daher, dass es Herrlichkeiten im Tanz geben könnte, die keine von jenen dreien zu tragen und zu hüten bekam, nicht der heroische Gongschlag der Mary, nicht der süße Geigenlauf der Niddy, nicht die grausame Trommel der Valeska: die Herrlichkeit der Tänzerin, die alle tausend Jahre wiederkehrt. Aber dann beginnt dieses Mädchen ihren Leib zu entfalten, die Ahnung verweht, der Glanz ergraut, der Klang verrostet […].“[11][12] Der Kunstkritiker und Tanzhistoriker John Schikowski urteilte im April 1924 über Riefenstahls Darbietung bei einer Matinée an der Volksbühne Berlin: „Knie- und Hüftgelenke erscheinen zuweilen etwas eingerostet, die früher so wunderbar suggestive Sprache der Arme ist teilweise verstummt; an ihre Stelle trat ein äußerlich effektvolles, aber oft seelenloses Spiel der Hände.“[13]

Im Sommer 1924 zog sich Riefenstahl bei einem Auftritt in Prag eine Knieverletzung zu, die ihre tänzerische Bühnenkarriere beendete. Ein Jahr später trennte sie sich von Froitzheim, mit dem sie zwischenzeitlich verlobt gewesen war.

Schauspielkarriere


Leni Riefenstahl, 1928 (Fotografie von Alexander Binder)

Ihr Filmdebüt gab Riefenstahl als Tänzerin in dem Dokumentarfilm Wege zu Kraft und Schönheit aus dem Jahr 1925, für den mehrere Schülerinnen der Mary-Wigman-Schule ausgewählt worden waren.

Im Frühjahr 1925 besuchte sie in einem Kino am Nollendorfplatz eine Vorstellung des 1924 erschienenen Stummfilms Der Berg des Schicksals des Regisseurs und Bergfilm-Pioniers Arnold Fanck. Der Film beeindruckte sie so sehr, dass sie beschloss, Schauspielerin zu werden. In einem Hotel in den Dolomiten traf sie auf Luis Trenker, der in Der Berg des Schicksals mitgespielt hatte. Er vermittelte ihr den Kontakt zu Fanck, der sich begeistert von Riefenstahl zeigte und beschloss, sie als Hauptdarstellerin für sein nächstes Filmprojekt zu verpflichten: „Als ich Leni Riefenstahl sah, war mein erster Eindruck: Naturkind. Keine Schauspielerin, keine ‚Darstellerin‘. Diese Frau tanzt sich selbst. Man musste ihr also eine Rolle schreiben, die aus ihrem Wesen geboren ward.“[14] Und so verfasste Fanck das Drehbuch zu dem Film Der heilige Berg, der von einer Tänzerin handelt, in die sich zwei junge Bergsteiger, gespielt von Trenker und Ernst Petersen, verlieben. Im wirklichen Leben hatte Riefenstahl eine kurze Affäre mit Trenker.[15]

Für die 18 Monate dauernden Dreharbeiten erhielt sie eine Gage von 20.000 Reichsmark.[16] Während der Außenaufnahmen, die in den Schweizer Alpen gemacht wurden, lernte Riefenstahl Skilaufen. Zudem ließ sie sich von Fanck die Funktionen der Filmkamera erklären. Er zeigte ihr den Umgang mit Objektiven, den Einsatz verschiedener Brennweiten und die Wirkung von Farbfiltern. Nach dem Abschluss der Dreharbeiten unterwies der Regisseur sie außerdem im Entwickeln, Kopieren und Schneiden des Filmmaterials. Die Uraufführung von Der heilige Berg folgte am 17. Dezember 1926 im Ufa-Palast am Zoo in Berlin. Knapp ein Jahr später kam er unter dem Titel The Holy Mountain auch in die US-amerikanischen Kinos. Riefenstahl erntete für ihre schauspielerische Darbietung gemischte Kritiken. Die Berliner Morgenpost befand: „Schauspielerisch konnte Leni Riefenstahl nichts geben. Auch sah sie wenig vorteilhaft aus.“[17] Oskar Kalbus hingegen meinte: „Zwischen diesen herrlichen Männern steht eine für die Kinoleinwand neue Frau: die junge Tänzerin Leni Riefenstahl, ein beinahe unwahrscheinlich zartes, von feinsten Rhythmen beseeltes Geschöpf, keineswegs nur Tänzerin, sondern auch Schauspielerin, die viel natürliche Innerlichkeit mitbringt.“[18]

Riefenstahl sprach für die Rolle des Gretchens in Friedrich Wilhelm Murnaus Filmepos Faust – eine deutsche Volkssage aus dem Jahr 1926 vor. Sie kam in die engere Auswahl, unterlag bei der Rollenvergabe aber schließlich der damals noch unbekannten Schauspielerin Camilla Horn. Von Mai bis November 1927 fanden, ebenfalls unter der Regie von Fanck, die körperlich sehr anstrengenden Dreharbeiten zu dem Sportfilm Der große Sprung in den Dolomiten statt. Für die Rolle lernte sie mit Hans Schneeberger, der neben Luis Trenker eine der beiden männlichen Hauptrollen spielte, Bergsteigen und -klettern. Privat gingen Riefenstahl und Schneeberger eine dreijährige Beziehung ein. Die Premiere von Der große Sprung fand am 20. Dezember 1927 im Ufa-Palast am Zoo in Berlin statt. Der Film wurde ein Erfolg, legte Riefenstahl aber auf die Rolle der „Frau zwischen zwei Männern“ im Abenteuer- und Bergmilieu fest, so dass andere Angebote ausblieben. Lediglich in Rolf Raffés wenig beachtetem Historiendrama Das Schicksal derer von Habsburg von 1928 gelang Riefenstahl mit der Verkörperung von Mary Vetsera ein Rollenwechsel.

Danach kehrte Riefenstahl mit dem von Harry R. Sokal produzierten Drama Die weiße Hölle vom Piz Palü ins Bergfilmgenre zurück. Die Außenaufnahmen, die das Filmteam ins Berninamassiv führten, wurden unter der Anweisung von Fanck gedreht, Georg Wilhelm Pabst übernahm die Regie bei den Innendrehs. Riefenstahl hatte Pabst dazu überredet, bei dem Projekt mitzuwirken, denn sie wollte unter seiner Schauspielführung, die schon Greta Garbo in Die freudlose Gasse (1925) zum Erfolg verholfen hatte, zu einer ernstzunehmenden Schauspielerin werden. Nach seiner Uraufführung am 11. Oktober 1929 in Wien wurde das Werk ein großer nationaler und internationaler Erfolg und Riefenstahl erhielt für ihre schauspielerische Leistung die erhoffte positive Resonanz. Die B.Z. am Mittag schrieb: „Leni Riefenstahl, schauspielerisch so gut wie noch nie zuvor, zeigt bei aller fraulichen Anmut jungenhafte Courage und Gewandtheit, sie ist die wohl sympathischste und brauchbarste Hochtouristin im deutschen Film.“[19] Das Berliner 8 Uhr Abendblatt stellte fest: „Leni Riefenstahl […] hat in ihrer Körperlichkeit ganz große Szenen.“[19]

In Berlin lernte Riefenstahl Ende der 1920er Jahre den Regisseur Josef von Sternberg kennen. Sie besuchte ihn öfter bei seiner Arbeit in den UFA-Filmateliers in Babelsberg und soll sich laut dem Filmkritiker Hans Feld Hoffnungen auf die Rolle der Lola Lola in von Sternbergs Heinrich-Mann-Verfilmung Der blaue Engel gemacht haben,[20] mit der Marlene Dietrich 1930 zum internationalen Filmstar wurde. Von Sternbergs Angebot, ihn nach Hollywood zu begleiten, lehnte Riefenstahl aufgrund ihrer Beziehung zu Schneeberger ab. Dieser trennte sich kurze Zeit später wegen einer anderen Frau von ihr.

Ihr nächster Film, Stürme über dem Mont Blanc aus dem Jahr 1930, wurde stumm gedreht und erst nach Abschluss der Dreharbeiten synchronisiert und musikalisch untermalt. Um den Sprung aus dem Stumm- in den Tonfilm zu schaffen, an dem viele erfolgreiche Stummfilmschauspieler wie Vilma Bánky, Pola Negri oder Lars Hanson scheiterten, nahm Riefenstahl stimmbildenden Unterricht bei Eugen Herbert Kuchenbuch.[21] 1931 erschien ihr zweiter Tonfilm, die Ski-Komödie Der weiße Rausch.

Weiteres dazu im Link:

https://de.wikipedia.org/wiki/Leni_Riefenstahl
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