Suchen
 
 

Ergebnisse in:
 


Rechercher Fortgeschrittene Suche

Die neuesten Themen
» Abflußreinigen,schnell & effektiv
Heute um 2:53 am von checker

» R.I.P. Sigi
Do Aug 17, 2017 9:18 pm von Andy

» "Dunkirk", auch eine belgische Kriegsgesichte
So Jul 30, 2017 8:54 pm von checker

» Vor 100 Jahren: Die Schlacht von Passendale
So Jul 30, 2017 8:42 pm von checker

» Wars der Geyer oder war er es nicht?
Mi Jul 26, 2017 9:32 pm von Andy

» Unterstützte VW-Konzern Militärdiktatur in Brasilien?
Mi Jul 26, 2017 9:12 pm von Andy

» R.I.P. M. Rother
Mi Jul 26, 2017 8:08 pm von Andy

» "Asterix bei den Belgiern"
Mi Jul 26, 2017 7:17 pm von Andy

» Der "Mud Soldier"
Mi Jul 26, 2017 7:13 pm von Andy

Navigation
 Portal
 Index
 Mitglieder
 Profil
 FAQ
 Suchen
Partner
free forum
August 2017
MoDiMiDoFrSaSo
 123456
78910111213
14151617181920
21222324252627
28293031   

Kalender Kalender


Der Kaufmannsbrief

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten

Der Kaufmannsbrief

Beitrag  Andy am Sa Dez 12, 2015 11:17 pm

Kaufmannsbriefe stellen eine Vorform der Zeitung dar, die im späten Mittelalter und in der frühen Neuzeit entstand.[1]

In dieser Epoche bildete sich in den größeren Städten eine Schicht wohlhabender Kaufleute, die Handel über weite Distanzen trieben. Zur Einschätzung der Marktlage waren sie auf Informationen aus den Zielorten ihrer Geschäftsverbindungen angewiesen, die möglichst unverfälscht von ortskundigen Quellen kommen sollte. Um dies sicherzustellen, wählten sie den Weg schriftlicher Berichte. Da die Nachrichten auch nicht von Geschäftsinteressen beeinflusst sein sollten, schieden die unmittelbaren Handelspartner oft als Berichterstatter aus. Wo sich kein Verwandter des Kaufmanns oder ein Vertreter des eigenen Handelshauses in der fremden Stadt befand, bildeten sich bald Dienstleister heraus, die professionell Kaufmannsbriefe erstellten und sie gegen Bezahlung an feste Abnehmer verschickten.

Anfangs dürften die Kaufmannsbriefe zusammen mit den Warentransporten verschickt worden sein. Mit dem Ausbau des Postwesens wurden die Kaufmannsbriefe zunehmend eigenständig versendet, um eine größere Aktualität zu erreichen. In der frühen Neuzeit formierten sich regelrechte "Verlage" für Kaufmannsbriefe. Sie unterhielten Korrespondenten in wichtigen Städten, von denen sie regelmäßig Berichte erhielten. Diese Berichte wurden dann zu größeren Textsammlungen gebündelt, per Hand kopiert und die Sammlungen an die Abonnenten verkauft.

Große Handelshäuser organisierten auch eigene und exklusive Korrespondentennetze. Wichtigstes Beispiel für dieses Vorgehen ist die Fuggerzeitung.

Der Schritt vom Kaufmannsbrief zur Zeitung nach heutigem Verständnis fand 1605 in Straßburg statt, als Johann Carolus die Nachrichtensammlung nicht nur per Druck vervielfältigte, sondern sie auch außerhalb der Fernhändlerschicht zum Abonnement anbot. [2]

Quelle - Literatur & Einzelnachweise
avatar
Andy
Admin

Anzahl der Beiträge : 22271
Anmeldedatum : 03.04.11

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben


 
Befugnisse in diesem Forum
Sie können in diesem Forum nicht antworten