Suchen
 
 

Ergebnisse in:
 


Rechercher Fortgeschrittene Suche

Die neuesten Themen
» Friedrich Ernst Dorn
Mo Okt 16, 2017 9:17 am von Andy

» **** Platin ****
Mo Okt 16, 2017 9:11 am von Andy

» Der Aufruf der Kulturschaffenden
Mo Okt 16, 2017 9:02 am von Andy

» Harry Rosenthal
Mo Okt 16, 2017 8:54 am von Andy

»  BASF-Rückruf - Krebserregender Stoff in Matratzen gelandet?
Fr Okt 13, 2017 9:51 pm von checker

» Kasseler Schallkanone soll Angreifer abschrecken
Do Okt 12, 2017 10:14 pm von Andy

» *** Radon ***
Do Okt 12, 2017 10:00 pm von Andy

» Die Froschfische
Do Okt 12, 2017 9:54 pm von Andy

» Der Sternmull
Do Okt 12, 2017 9:46 pm von Andy

Navigation
 Portal
 Index
 Mitglieder
 Profil
 FAQ
 Suchen
Partner
free forum
Oktober 2017
MoDiMiDoFrSaSo
      1
2345678
9101112131415
16171819202122
23242526272829
3031     

Kalender Kalender


Klaus Gysi

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten

Klaus Gysi

Beitrag  Andy am Do Dez 31, 2015 11:41 pm

Klaus Gysi (* 3. März 1912 in Neukölln; † 6. März 1999 in Berlin) war ein antifaschistischer Widerstandskämpfer, von 1966 bis 1973 Minister für Kultur und von 1979 bis 1988 Staatssekretär für Kirchenfragen der DDR.



Leben

Gysi wurde als Sohn eines Arztes und einer Buchhalterin geboren. Er stammte aus einer Berliner Familie, deren Stammvater, der Seidenfärber Samuel Gysin (* 1681) aus Läufelfingen (Schweiz), nach längerem Aufenthalt in Basel 1731/32 mit seiner Familie zugewandert war.[1] Seine Mutter war jüdischer Herkunft.[2] Klaus Gysi besuchte die Volksschule im Berliner Bezirk Neukölln und das Realgymnasium. 1931 legte er nach dem Besuch der Odenwaldschule das Abitur in Darmstadt ab. Er war seit 1928 Mitglied des Kommunistischen Jugendverbandes Deutschlands, der Internationalen Arbeiterhilfe und des Sozialistischen Schülerbundes und trat 1931 der KPD bei. Zeitweise wirkte er als Jugendfunktionär der KP in Hessen. Er studierte von 1931 bis 1935 Volkswirtschaftslehre in Frankfurt am Main, an der Sorbonne in Paris und in Berlin.

Seit 1931 war er in der Roten Studentenbewegung aktiv. 1935 wurde er von der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin verwiesen, ging 1936 nach Cambridge und wurde 1939 Mitglied der Studentenleitung der KPD in Paris. Von 1939 bis 1940 war er in Frankreich interniert. Beim Einmarsch der deutschen Wehrmacht konnte er untertauchen. Nach Kriegsende kehrte er 1945 danach auf KPD-Beschluss mit seiner Frau Irene Gysi[3] (geb. Lessing, Schwester von Gottfried Lessing) nach Deutschland zurück. Gysi war für den Verlag Hoppenstedt & Co. in Berlin und illegal politisch tätig.


Klaus Gysi auf der Jahreskonferenz des Deutschen Schriftstellerverbandes in Ost-Berlin 1966

1946 trat Gysi der SED bei. Er war von 1945 bis 1948 Chefredakteur der Zeitschrift Aufbau: Kulturpolitische Monatsschrift, von 1945 bis 1977 Mitglied des Präsidialrates, Bundessekretär und schließlich Mitglied des Präsidiums des Kulturbundes und von 1949 bis 1954 Abgeordneter der Volkskammer. Von 1952 bis 1957 arbeitete er beim Verlag Volk und Wissen und war danach bis 1966 als Nachfolger von Walter Janka Leiter des Aufbau-Verlages.

Seit 1963 war Gysi Mitglied der Westkommission des Politbüros des ZK der SED. Von 1966 (ab 12. Januar 1966) bis 1973 war er Minister für Kultur, Mitglied des Ministerrates der Deutschen Demokratischen Republik und der Kulturkommission des Politbüros des ZK der SED. Von 1967 bis März 1990 war er wieder Abgeordneter der Volkskammer.

Von 1973 bis 1978 war Gysi Botschafter in Italien, im Vatikan und auf Malta.[4] Er war von Dezember 1978 bis 1979 Generalsekretär des offiziösen DDR-Komitees für Europäische Sicherheit und Zusammenarbeit, das der Vorbereitung der KSZE diente. Von November 1979 bis zum Ruhestand 1988 war Gysi Staatssekretär für Kirchenfragen.[5] 1990 wurde er Mitglied der PDS.

Gysi wurde 1969 mit dem Banner der Arbeit, 1970 der Erinnerungsmedaille des Ministeriums für Staatssicherheit und der Lenin-Erinnerungsmedaille, 1962 und 1972 dem Vaterländischen Verdienstorden, 1977 dem Karl-Marx-Orden, 1982 mit der Ehrenspange zum Vaterländischen Verdienstorden und 1987 mit dem Großen Stern der Völkerfreundschaft ausgezeichnet. Ihm wurde 1987 der Ehrendoktor der Friedrich-Schiller-Universität Jena verliehen.

Er ist auf dem Dahlemer Waldfriedhof in Berlin-Zehlendorf bestattet.

Seine Tochter, die Schauspielerin Gabriele Gysi, reiste 1985 aus der DDR aus. Sein Sohn, der Rechtsanwalt Gregor Gysi, war von 1990 bis 1993 Vorsitzender der PDS und ist bis heute einer der prominentesten Politiker der Partei Die Linke.

Von 1956 bis 1964 arbeitete Gysi als inoffizieller Mitarbeiter unter dem Decknamen »Kurt« für das Ministerium für Staatssicherheit.[6][7]

Quelle
avatar
Andy
Admin

Anzahl der Beiträge : 22328
Anmeldedatum : 03.04.11

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben

- Ähnliche Themen

 
Befugnisse in diesem Forum
Sie können in diesem Forum nicht antworten