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Die Vodafone Group Plc

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Die Vodafone Group Plc

Beitrag  checker am Di Jan 19, 2016 12:37 pm

Die Vodafone Group Plc ist ein international tätiges britisches Mobilfunkunternehmen. Obwohl die Zentrale mittlerweile in London ist, befindet sich der registrierte Hauptsitz noch in Newbury (Berkshire).


Rechtsform Public Limited Company
ISIN GB00BH4HKS39
Gründung 1984
Sitz Newbury (Berkshire), Vereinigtes Königreich

Leitung


Gerard Kleisterlee (Chairman)
Vittorio Colao (CEO)

Mitarbeiter 91.272 (März 2013)[1]
Umsatz 44,4 Mrd £ (2013)[1]
Branche Telekommunikation
Website www.vodafone.com


Der Name Vodafone ist ein Akronym aus voice, data und fone und soll die Dienstleistungen des Unternehmens aufzeigen: voice data fax over net[2] (dt.: Sprach- und Datendienste über Mobiltelefone). Durch seine Präsenz in fast allen europäischen Mobilfunkmärkten wurde der Name „Vodafone“ schnell zur Marke.

Im Geschäftsjahr 2013 erzielte Vodafone einen Umsatz von 44,4 Milliarden £ und beschäftigte weltweit 91.272 Mitarbeiter.

Die deutsche Vodafone GmbH ist eine 100-prozentige Tochter der Vodafone Plc und wird seit Oktober 2015 von Hannes Ametsreiter geleitet.[3] Der deutsche Teil des Unternehmens hat seinen Hauptsitz in Düsseldorf und beschäftigt etwa 12.000 Mitarbeiter.

Ende November 2014 wurde bekannt, dass Vodafone Group Plc. derzeit die Komplettübernahme oder die Übernahme einzelner Geschäftsbereiche von Liberty Global prüft.[4][5][6][7][8][9] Am 28. September 2015 wurde gemeldet, dass die Übernahmegespräche aufgrund von unterschiedlichen Auffassungen bezüglich des Wertes der einzelnen Ländergesellschaften gescheitert sind.[10]

Geschichte


Vodafone-Filiale in Rumänien

Die britische Racal Radio Group beteiligte sich 1982 erfolgreich an einer Auktion für eine Mobilfunklizenz und startete das Netz 1985 unter dem Namen Vodafone. 1988 erfolgte der erstmalige Börsengang, es wurden 20 % der Aktien von Racals Mobilfunksparte ausgegeben. 1991 erfolgte dann die gänzliche Trennung von Racal. Erste internationale Beteiligungen wurden 1993 von Vodafone eingegangen, 1999 folgte dann unter dem 1997 angetretenen CEO Chris Gent die Übernahme der amerikanischen Airtouch, welche kurz danach in das Joint-Venture Verizon Wireless eingebracht wurde. Im Zuge der Airtouch-Übernahme gelangte Vodafone auch in den Besitz einer Minderheitsbeteiligung an der Mannesmann-Mobilfunksparte (D2), deren Muttergesellschaft 2000 schließlich gänzlich übernommen wurde. Es folgten Übernahmen in Irland, Spanien, Griechenland und weiteren Ländern.
Mannesmann-Übernahme

Ein wichtiger Schritt war für das Unternehmen die Übernahme des deutschen Industrieriesen Mannesmann AG im Februar 2001. Der damalige CEO von Vodafone, Chris Gent, hatte erkannt, dass in dem Wachstumsmarkt Mobilfunk eine Übernahme von Mannesmann von den Kapitalmärkten honoriert werden würde. Zu diesem Zeitpunkt hatte Mannesmann zudem mit dem Erwerb der Firma Orange in Großbritannien den Heimatmarkt von Vodafone im Visier. Die Übernahme hielt über Monate die Medien und die Finanzwelt in Atem.

Wegen Prämienzahlungen im Zuge dieser Übernahme begann im Januar 2004 der Mannesmann-Prozess gegen an dem Vorgang beteiligte Personen, der im November 2006 vom Landgericht Düsseldorf gegen Geldauflagen gemäß § 153a StPO vorläufig eingestellt wurde. Die Übernahme führte zudem zu einer heftigen öffentlichen Diskussion um die Verantwortung von Unternehmern für den Wirtschaftsstandort Deutschland.
Übernahme von Cable & Wireless

Am 23. April 2012 gab Vodafone bekannt, eine Einigung zur Übernahme des britischen Glasfasernetzbetreibers Cable & Wireless Worldwide für 1,04 Milliarden Pfund (umgerechnet etwa 1,29 Milliarden Euro) erzielt zu haben.[11] Die Aktionäre von Cable & Wireless Worldwide stimmten am 19. Juni 2012 der Übernahme durch Vodafone zu, wonach sie pro Aktie 38 Pence erhielten.[12]
Verkauf der Anteile an Verizon Wireless

Am 2. September 2013 gab Vodafone den Verkauf seiner Anteile an Verizon Wireless für 130 Milliarden US-Dollar an Verizon Communications bekannt. Damit würde Vodafone sich aus dem Joint Venture Verizon Wireless, an dem es 45 Prozent hält, und aus dem US-amerikanischen Markt zurückziehen. Im Gegenzug würde Vodafone hundertprozentiger Anteilseigner an Vodafone Omnitel (Italien). Die Übernahme wurde im Frühjahr 2014 abgeschlossen und war eine der größten Transaktionen der Wirtschaftsgeschichte.[13][14]
Übernahme von Kabel Deutschland

Am 12. September 2013 teilte Vodafone mit, dass die Kabel-Deutschland-Anteile von mehr als 75 Prozent der Aktionäre für 10,7 Milliarden Euro aufgekauft worden seien[15].
Aktie

Die Aktie von Vodafone ist an der Londoner Börse notiert. Trotz expandierender Verschuldung des Konzerns stieg der Aktienkurs bis zur Jahrtausendwende, und zwar von 45 £ im Januar 1996 bis 399 £ am 10. März 2000. Gegenwärtig befinden sich 90 % der Aktien im Streubesitz.

Geschäftszahlen

Vodafone hat weltweit über 404 Millionen Kunden (anteilig nach Beteiligung; Stand vom 31. März 2012) und ist bezogen auf die Kundenanzahl nach China Mobile das zweitgrößte global agierende Mobilfunkunternehmen der Welt. Darüber hinaus betreut Vodafone in Deutschland 36,461 Millionen Mobilfunkkunden (Stand vom 31. März 2012) und war damit der größte Mobilfunkanbieter des Landes. Inzwischen hat die Telekom Deutschland GmbH Vodafone in Deutschland in Anzahl Kunden und Umsatz überholt und Vodafone auf den zweiten Platz verdrängt. [16][17] 2010 wurde die Marke Vodafone von dem Marktforschungsinstitut Millward Brown (Kantar Group) mit 44,40 Milliarden US-Dollar bewertet und lag damit auf Platz 10 der Liste der wertvollsten Marken.[18] Im Vergleich zum Vorjahr 2009 verlor Vodafone damit einen Wert von 9,33 Milliarden US-Dollar und damit einen Platz in dieser Liste. Nach Einschätzung des European Brand Institute ist Vodafone mit einem Markenwert von 25,14 Milliarden Euro die drittwertvollste Marke Europas.

Der Jahresumsatz lag im per 31. März 2013 zu Ende gegangenen Geschäftsjahr bei 44,4 Milliarden britische Pfund, was einer Abnahme von 4,4 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Weltweit beschäftigte Vodafone mit Stand vom März 2013 91.272 Mitarbeiter, davon waren 12 % in Deutschland, 6 % in Italien, 5 % in Spanien, 10 % im Vereinigten Königreich sowie 13 % in Indien beschäftigt.[1] Innerhalb der Vodafone Group hat Indien die meisten Kunden (152 Millionen), gefolgt von den USA (99 Millionen), Südafrika (59 Millionen), Deutschland (32 Millionen), Italien (29 Millionen), Großbritannien (19 Millionen), und Spanien (14 Millionen).

Gesamtstruktur des Unternehmens

Heutiger CEO der Vodafone Group mit Sitz in Newbury ist Vittorio Colao, der die Führung des Unternehmens am 29. Juli 2008 von Arun Sarin übernahm.

Gegenwärtig ist das Unternehmen weltweit in 30 Ländern vertreten und hat Kooperationen in 40 weiteren Ländern. Die Vodafone Group hat Beteiligungen an Mobilfunkbetreibern in 27 Ländern. Direktor für die Region Europa war bis 2012 Michel Combes, der seine Karriere 1986 bei France Telecom begann.[19] In Frankreich war Vodafone bis 2011 über eine 44-Prozent-Beteiligung an der SFR mit 19 Millionen Kunden beteiligt. Am 4. April 2011 wurde bekannt gegeben, dass dieser Anteil für 7,75 Milliarden Euro an den Mehrheitsgesellschafter Vivendi verkauft wird.[20] 2000 wurde die griechische Mobilfunkgesellschaft Panafon übernommen. Im August 2012 trat Philipp Humm die Nachfolge Michel Combes an.[21] Inzwischen können die Kunden über Deutschland hinaus bei 296 Netzbetreibern in 154 Ländern auf allen Kontinenten mobil telefonieren und sind dort unter ihrer Vodafone-Nummer erreichbar. Vodafone betreibt das größte Mobilfunknetz der Welt, es ist, obwohl nicht vollständig UMTS, auch eines der leistungsstärksten der Welt. Allerdings ist Vodafone nicht in allen Ländern Europas mit eigener Marke vertreten.

Siehe auch: Vodafone D2, Vodafone Iceland und Vodafone Italia

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