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Die Vereinigung Volkseigener Betriebe (VVB)

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Die Vereinigung Volkseigener Betriebe (VVB)

Beitrag  checker am Mo Feb 01, 2016 12:30 pm

Die Vereinigung Volkseigener Betriebe (VVB) war eine Rechtsform in der Wirtschaft der DDR. VVBs entstanden mit der Einführung und dem schrittweisen Aufbau der sozialistischen Planwirtschaft in der Sowjetischen Besatzungszone und späteren DDR ab 1948. Ab Ende der 1960er Jahre wurden sie in mehreren Phasen durch die Bildung von Kombinaten angelöst. Die VVB waren damit ein Element der vertikalen Aufbauorganisation und damit ein Instrument der Steuerung und Führung von Industrie- und Dienstleistungsbetrieben.

Eine VVB schloss mehrere volkseigene Betriebe einer Branche zusammen und bildete damit eine mittlere Steuerungsebene in der Planwirtschaft. Ziel der SED-Wirtschaftspolitik war es, durch die Bündelung und Koordination verschiedener VEBs Wirtschaftsprozesse vertikal und horizontal zu integrieren. Damit verbunden war zum einen die Hoffnung, eine wirkungsvollere Leitungsstruktur zu erhalten, mit der man wirtschaftspolitisch wichtige Beschlüsse besser implementieren konnte. Zum anderen wollte man Rationalisierungseffekte erzielen, also die Arbeitsteilung und die Rohstoffverteilung zwischen den Betrieben effektiver zu organisieren. Die fachliche Leitung der VVB lag in den Händen eines Generaldirektor (zunächst Hauptdirektor) und weiterer Fachdirektoren. Die wirtschaftspolitische Steuerung der VVB-Betriebe wurde über verschiedene übergeordnete Staats- und Parteistrukturen gesichert. Auf der Ebene der VVB und in den Einzelbetrieben existierten Betriebsparteiorganisationen der SED, die in allen wesentlichen Fragen der Betriebsführung, insbesondere Fragen der Personalpolitik ("Kaderpolitik"), mit entschieden.

In den unterschiedlichen Phasen der DDR-Wirtschaft verfügten die VVB über unterschiedliche Kompetenzen. Erstmals wurden sie mit dem Gründungsbeschluss Nr. 76 der SMAD als Teil der Staatswirtschaft eingeführt. Unter den Strukturen der DWK wurden anfangs rund 1.800 VEB gegründet und in 75 VVBs zusammengeschlossen. Diese Zahlen veränderten sich im Laufe der Jahre und Jahrzehnte der DDR stark. In den Gründungsjahren der DDR arbeiteten die VVB-Strukturen aber weitgehend erfolglos und ineffizient. Sie wurden deshalb Anfang der 1950er Jahre in die Hauptverwaltungen der entstehenden Industrieministerien der DDR-Regierung integriert. Nach mehreren Umstrukturierungen der ökonomischen Leitungsebenen wurden 1958 die Hauptverwaltungen erneut als eigenständige VVB-Strukturen ausgegliedert. Gerade in den Reformjahren des Neuen Ökonomischen Systems der 1960er Jahre erfuhren die VVB zeitweise eine Stärkung ihrer Kompetenzen. In der Ära Honecker, ab Beginn der 1970er Jahre, traten zunehmend neue Kombinatsstrukturen an ihre Stelle.
Liste von VVBs in der DDR

VVB gab es in allen wichtigen Industriezweigen, zum Beispiel

VVB Bauelemente und Vakuumtechnik (BuV), u. a. mit den folgenden Volkseigenen Betrieben:
Elektronische Bauelemente Teltow,
Funkwerk Erfurt (FWE),
Halbleiterwerk Frankfurt (Oder) (HFO),
Röhrenwerk Mühlhausen, bis 1945 Fabrik für Elektronenröhren der C. Lorenz AG,
Röhrenwerk Neuhaus am Rennweg (RWN), bis 1945 Telefunken,
Elektronikhandel Berlin, später VEB Applikationszentrum Elektronik Berlin,
Zentrum für Forschung und Technologie Mikroelektronik Zentrum Mikroelektronik Dresden (ZMD) Dresden, zuvor Institut für Mikroelektronik Dresden (IMD) bzw. Arbeitsstelle für Molekularelektronik Dresden (AMD),
Gleichrichterwerk Stahnsdorf,
Gleichrichterwerk Großräschen,
Werk für Fernsehelektronik (WF) Berlin-Oberschöneweide, im Behrensbau, bis 1951 Oberspreewerk (OSW), bis 1960 Werk für Fernmeldewesen
Uhrenwerke Ruhla
Elektroglas Ilmenau,
Elektromat Dresden,
Hochvakuum Dresden,
Spurenmetalle Freiberg.

Aus der VVB BuV gingen 1978 die Kombinate Mikroelektronik Erfurt und Elektronische Bauelemente Teltow hervor.

VVB Deutsche Spedition[1]
VVB Eisen Blech Metallwaren (EBM)

Aus der VVB EBM ging 1951 das Kombinat Haushaltsgeräte Karl-Marx-Stadt hervor.

VVB Elektrische Konsümgüter. Markenname war AKA electric.
VVB Elektrogerätewerk Suhl
VVB Elektromaschinen- und Anlagenbau
VVB Fahrzeugbau(Industrieverband Fahrzeugbau)
VVB Fahrzeugelektrik Rühle
VVB Flugzeugbau
VVB Glasindustrie Weißwasser; später VVB Haushalt- und Verpackungsglas
VVB Leuchtenbau Leipzig
VVB Lokomotiv- und Waggonbau (LOWA), seit 1954 als VVB Schienenfahrzeugbau
VVB Maschinelles Rechnen
VVB Regelungstechnik, Gerätebau und Optik
VVB Sapotex (Seifen, Kosmetik, Bürochemie[2]), u. a. mit den folgenden Volkseigenen Betrieben:
Fettchemie- und Fewa-Werke Chemnitz
Persil-Werk Genthin (Hersteller der DDR-Variante des Waschmittels Persil)
Deutsche Hydrierwerke Rodleben (bei Rosslau)
Bürochemie Dresden [Ernst Rühle]
Döbelner Seifen- und Parfümeriefabrik
Haushalt-Chemie Wittenberg [Sidol-Werk]
Varia Chemische Fabrik Mügeln
VVB Schiffbau (Kombinat Schiffbau)
VVB Schwermaschinenbau
VVB Steinkohle
VVB Variochem (Chemische Erzeugnisse, 1951 aufgelöst)
VVB Installation, Kabel und Apparate der Elektrotechnik (IKA), u. a. mit
Elektroinstallation Annaberg
Elektroinstallation Oberlind
Elektroinstallation Ruhla
Kabelwerk Oberspree
Kabelwerk Vacha
Berliner Akkumulatoren- und Elementefabrik
Batterien- und Elementefabrik Tabarz
VVB Werkzeugmaschinen und Werkzeuge (WMW)[3]
Werkzeugmaschinenkombinat Fritz Heckert Karl-Marx-Stadt (Heckert)
Werkzeugmaschinenkombinat 7.Oktober Berlin (Niles)
Kombinat Umformtechnik Erfurt (Erfurt)
Werkzeugkombinat Schmalkalden (Smalcalda)
VVB Zement Dessau


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