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    Missbrauchsfälle überfordern Lehrer

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    Missbrauchsfälle überfordern Lehrer

    Beitrag  Luziefer-bs1 am Mi Jul 13, 2011 12:51 am

    Erschütternde Zahlen: In 40 Prozent der Schulen berichten Kinder und Jugendliche von sexuellen Übergriffen, wie eine Studie im Auftrag der Bundesregierung zeigt. Doch die Lehrer sind oft hilflos.



    Die Regierungsbeauftragte zur Aufarbeitung des sexuellen Kindesmissbrauchs, Christine Bergmann, hat eine deutliche Ausweitung der Lehrerfortbildungen zur Prävention von Missbrauch gefordert. "Alle Lehrerinnen und Lehrer müssen fortgebildet sein", forderte Bergmann am Mittwoch im ZDF-"Morgenmagazin" als Konsequenz aus einer Studie zum sexuellen Kindesmissbrauch.

    Nach dieser Studie, die Bergmann am Mittwoch vorstellen will, sind an 40 Prozent aller Schulen in den vergangenen drei Jahren Verdachtsfälle bekannt geworden. Entweder berichten die Kinder und Jugendlichen von Übergriffen in der Schule oder in ihrem privaten Umfeld, so eine Sprecherin der Deutschen Jugendinstituts zu stern.de. Es gebe sehr viel Hilflosigkeit im Umgang mit den Fällen, sagte Bergmann. Deshalb müssten die Lehrer zumindest soweit geschult werden, dass sie wissen, wo sie sich professionellen Rat holen können.

    Wie Bergmann sagte, wird Kindesmissbrauch zu mehr als fünfzig Prozent der Fälle dadurch bekannt, dass sich die Opfer jemandem anvertrauen. Gerade Kinder, die in ihrer eigenen Familie missbraucht werden, würden sich aber an Vertrauenspersonen außerhalb ihrer Familien wenden. Diese - ob in Schulen, Vereinen, Kirchen oder anderen Einrichtungen - müssten so fortgebildet sein, dass sie den Kindern das Signal aussenden, dass sie wirklich zu ihnen kommen können.
    "Da muss noch viel gelernt werden"

    Bergmann forderte, dass jede Schule ein Schutzkonzept erarbeitet, durch das das Vorgehen bei einem Missbrauchsverdacht genau festgelegt wird. Allerdings sei die richtige Reaktion auf einen bereits vollzogenen Missbrauch nicht das Wichtigste. "Es muss genauso wichtig sein zu gucken, was kann man präventiv tun. Da muss einfach noch viel gelernt werden", sagte Bergmann.

    Die ehemalige Bundesfamilienministerin ist seit März vergangenen Jahres mit der Aufarbeitung der Fälle sexuellen Kindesmissbrauchs befasst, die Anfang 2010 das Land erschüttert hatten. Im Zuge ihres Auftrags als unabhängige Regierungsbeauftragte ließ Bergmann auch eine Studie vom Deutschen Jugendinstitut erstellen. Diese Ergebnisse will sie nun präsentieren.

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